Mittwoch, 9. Juli 2014

Felsenweg Saarbrücken - St. Arnual: Eine Reise in die Erdgeschichte, eine trickreiche Pflanze und Paula mit dem Wildschwein-Gen

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Wegen des für 14 Uhr angekündigten Gewitters machten wir uns zu dritt um 11 Uhr auf, den Felsenweg in St. Arnual zu erkunden.
Dieser ist zwar nur 1,5 km lang, aber man kann um ihn herum noch auf diversen "'normalen" Waldwegen kilometermäßig aufstocken, was wir denn auch taten.

Gleich zu Beginn, schon am Parkplatz schräg gegenüber von Peugeot Deutschland ein Aha-Erlebnis: ich sehe eine leuchtend rote Pflanze unmittelbar am Rand des Platzes und denke noch, nein, das kann doch an dieser Stelle hier kein Aaronstab sein?
Ist es aber doch! Eine "insektenfangende" Pflanze, einfach so nur wenige Meter neben der Straße, mit prallen Fruchtständen, später weiter oben an einem feuchten Felsen entdecken wir noch einen Vertreter, der noch in grün prangt. Während der Blüte lockt der Aaronstab durch Verwesungsgeruch Insekten an, die dann über Nacht in einer Kesselfalle gefangen bleiben und so den Aaronstab befruchten. Am Morgen lässt die Blüte sie dann wieder frei.



dann machten wir uns auf und wanderten nacheinander den unteren, den mittleren und oberen Felsenweg ab, hier ein paar Impressionen dieses wirklich sehenswerten Weges. Der Buntsandstein entstand vor sagenhaften 240 Millionen Jahren, vor etwa 2 Millionen Jahren gruben dann Flüsse, unter anderem die heutige Saar, Schluchten in das weiche Gestein






hier ein schönes Beispiel für Wabenverwitterung:





diese Streifen auf dem Sandstein rühren nicht etwa von einer Baggerschaufel her, sondern


sind vor Millionen Jahren entstanden:


unter manchen Felsüberhängen fragt man sich kurz, ob sie denn auch weiterhin halten....


 dann kamen wir auf breitere Waldwege, und die Besitzerin von Paula, unserer felligen Begleiterin, wurde von Frau G. gefragt, warum die Fellnase denn kein Halsband tragen würde. Die Antwort war verblüffend: weil Paula mit Wildschweinen verwandt wäre - die Antwort war so ernst vorgetragen, dass man eine Millisekunde überlegte ob....

aber dann wurde wenige Meter klar, was mit der Wildschweinverwandschaft gemeint war, Auftritt Paula:








so wurde sie auch zum Schrecken einer entgegenkommenden Wandergruppe, die sich rasch aus dem Staub machte, um nicht in der Nähe zu sein, wenn sie sich schüttelt :-)

das Gewitter blieb aus und wir nutzten den angebrochenen Nachmittag zum Kaffeetrinken im schönen Innenhof des Café Kostbar im Nauwieser Viertel, wo wir unter einer wundervollen Linde saßen (da es so gut besucht war und ich nicht einfach fremde Leute hier veröffentlichen will, nur eine Teilansicht)




Das Unwetter traf dann übrigens am Abend gegen 18 Uhr ein.

Resümee: den Felsenweg sollte man immer wieder mal gehen, zu verschiedenen Jahreszeiten, er ist wirklich sehenswert - gleich am Anfang gibt es übrigens zwei gemauerte Fluglöcher für Fledermäuse in den Felsen.


Freitag, 4. Juli 2014

Ich hoffe auf dieses Wochenende...

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Vergangenes Wochenende unkte der Wetterbericht, dass es sonntags nicht nur Regen, sondern auch Gewitter geben solle, darum fiel die geplante Wanderung auf dem kleinen Premiumweg "Nahequelle-Pfad" bei St. Wendel-Selbach leider aus. Stattdessen "mussten" wir Kaffeetrinkengehen :-)

Und schauten dabei in einen völlig regenfreien, blauen Himmel mit weißen Wölkchen. Soviel zum Wetterbericht.

Für den jetzt kommenden Sonntag wollten wir eigentlich diesen nur 5,4 km langen Weg nochmals in Angriff nehmen (es werden Anfängerwanderer/innen dabei sein, darum die kurze Strecke), aber schon wieder ist Gewitter für das Wochenende angesagt!

Ich selber gehe ja prinzipiell bei jedem Wetter - allerdings möchte ich nicht bei Blitz und Donner im Wald oder auf freier Strecke sein.

Es gilt nun abzuwarten, ob diese Vorhersagen über den Samstag hinaus Bestand haben, jedenfalls haben meine Mitwanderer/innen und ich dann vorsichtshalber beschlossen, einen nicht so weit entfernten Weg zu wählen, nämlich dicht bei Saarbrücken - ich werde dann berichten!

Nun ist Daumenhalten angesagt.