Dienstag, 28. April 2015

"Garten der Sinne", Merzig - ein letztes Mal

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ich weiß nicht, aber dieser Garten, in dem ich nicht zum ersten Mal war, aber bestimmt zum letzten Mal,  und in den ich auch nicht wieder gegangen wäre, wenn ich nicht sowieso in der Nähe gewesen wäre, deprimiert mich immer irgendwie...

ganz schön sind ja noch die Farbengärten, und es liegt wohl auch an der Jahreszeit, dass sie nicht besonders üppig daherkommen, die bunten und gut platzierten Bänke jedenfalls sind schon mal sehr schön

aber ein Meditationsgarten ohne eine einzige Sitzgelegenheit? Das finde ich schon etwas paradox, immerhin war das weiße Narzissenmeer eine Augenweide - wobei sich natürlich dann auch wiederum die Frage stellt, warum in den Farbengärten "Weiß" und "Gelb" nicht auch ein paar größere Flächen entsprechend geleuchtet haben...

der Beton-Wasser-Garten am Anfang des Parks, ich weiß nicht, mag ja modern und stylish daherkommen, aber eine Gartenschönheit ist das nicht

und dann der Kiesgarten, oh je, was für eine Ödnis... die hintere Ecke mit den Metallinstrumenten hab ich mir für dieses Mal gespart, die finde ich ganz niederdrückend

wenn man vergleicht mit der Üppigkeit, dem Ideenreichtum und der Pracht in den französischen "Gärten ohne Grenzen", fühlt man sich gleich nochmals eine Spur trauriger - warum geht das hier nicht auch?

Ich erkenne die zweifellos viele und gute Arbeit der Gärtner an, aber die Planer dürften hier gerne mal ihr Konzept überarbeiten und dem Garten etwas mehr Leben einhauchen, ein bisschen Pep würde wirklich gut tun, sorry!

Montag, 6. April 2015

Premiumwanderweg Druidenpfad bei Niedaltdorf

05. April 2015, Ostersonntag

Ich bin diesen Weg bereits im vergangenen Jahr gegangen, zu zweit, dieses Mal alleine, und in beiden Fällen konnte ich die Bewertung mit 71 Erlebnispunkten beim Deutschen Wanderinstitut nicht so ganz nachvollziehen, 50, 60 okay, aber vielleicht ist mir ja auch was entgangen ;-)

der Weg startet an einem Parkplatz, direkt am Ortsausgang von Niedaltdorf, man fährt die Hauptstraße entlang (von Saarbrücken kommend), und gleich rechterhand ist der Start
man kann zwar vorne an der Straße parken, um sich jedoch den wenig reizvollen Betonweg am Anfang zu sparen, fährt man diesen bis zu dieser Infotafel

hier kann man auch sehen, dass man sehr dicht am Nachbarland entlangwandert



nachweislich hatten vor 2000 Jahren hier die Kelten gesiedelt, da sie für damalige Verhältnisse ziemlich ideale Bedingungen vorfanden

der Weg startet eher langweilig, auf einem breiten Waldweg, immerhin gibt es Infotafeln zur Geschichte der Kelten und zur Geschichte der Region

noch ein Hinweis an die lieben Wegbetreiber: wenn man die Wegkennzeichnung immer auf der rechten Seite anbringt, und sie dann plötzlich an einem Baum auf der linken Wegseite erscheint, ausgerechnet auch noch dort, wo ein Weg abzweigt, dann liegt für den Wanderer die Vermutung nahe - auch ohne Richtungspfeil auf dem Schild - dass links abgebogen werden soll, was sich nach 100 Metern dann allerdings als Irrweg herausstellt
also Rückkehr auf den breiten Waldweg, und man muss ein gutes Stück laufen, bis die nächste Markierung erscheint, wo es dann - immerhin sehr gut gekennzeichnet - tatsächlich nach links in diesen schmalen Pfad geht

diese ist mit altem Eichenbestand dann allerdings auch sehr athmosphärisch und schön!

Man achte hier auf die kleinen runden Teiche links und rechts des Weges, dazu unten später mehr (siehe "Mardellen")



von dort kommt man an eine lichte Stelle, wo auch schon gleich - wir haben vielleicht gerade mal einen Kilometer oder wenig mehr hinter uns, die erste Sinnenbank mit schönem Ausblick steht



nach den Regenfällen der vergangenen Tage ist es kein Wunder, dass die Tour an vielen Stellen einer Schlammschlacht gleicht, um so dankbarer war ich für diesen Steg an einer besonders nassen Stelle


schon bald sieht man durch die Stämme das nachgebaute keltische Gehöft, das früher vielleicht tatsächlich an dieser Stelle oder ganz in der Nähe stand, denn man fand Grabstätten in der Gegend




tja...




Tipp: immer am 1. Mai findet hier ein Keltenfest statt, auch in diesem Jahr:
http://www.rehlingen-siersburg.de/php/news_detail.php?news_id=45&parent_id=2&language_id=1

nun kommt man aus dem Wald heraus und geht eine Zeitlang über Streuobstwiesen, auch hier, wie schon vorher beim Waldweg, sieht man kleine (im Wald waren sie sogar relativ rund) dunkle Teiche, die "Mardellen" heißen, weiter unten gibt es eine Erläuterung dazu, vielmehr Mutmaßungen, denn genau weiß man nicht, wie sie entstanden sind





nach dem Wiesenstück geht es wieder durch den Wald, auf breitem Weg, irgendwann zweigt er nach links ab bis zu der Hütte, die allerdings - schade - nicht mitten im Wald, sondern direkt an einem Wohngebiet liegt




der Frühling ist spät dran dieses Jahr, der Wald immer noch graubraun, aber immerhin schauen die ersten Frühlingsblüher aus den vertrockneten Blättern des Vorjahres heraus, hier Buschwindröschen


von der Hütte aus geht der Weg unterhalb der Hütte nach rechts, irgendwann hörte ich von der Nied unten im Tal, die durch die Bäume aber schlecht zu sehen war, starkes Rauschen
das zog mich an, ich ging ein Stück des Weges zurück, um zu schauen, ob es nicht einen Pfad nach unten gäbe, aber nein, nichts zu finden
also rutsche und hangele ich mich einen sehr steilen Abhang hinunter, und komme zu dieser Stelle mit Stromschnellen, es rauscht wunderbar und die Nied ist durch die Regenfälle breiter als sonst und hat für so einen kleinen Fluß eine ordentliche Geschwindigkeit
hier komme ich im Sommer wieder hin, eine ideale Stelle für ein Picknick mit Füße-ins-Wasser-hängen


  hier gehts dann wieder mit Gekraxel und Gerutsche rauf auf den Hauptweg

was da rechts steht, ist etwas sehr Seltsames
 


und zwar eine Toilettenruine, einfach so in der Landschaft, ohne erkennbaren Bezug zu einem anderen Gebäude, ohne Weg, nichts

ich würde zu gerne wissen, was das für eine Bedeutung hat...


zurück auf dem Weg geht es auf einem immer schmäler werdenden Pfad am Abhang entlang, am Ende noch ein steiles Stück mit Holzstufen, und dann ist man wieder (fast) am Ausgangspunkt, der Aufstieg ist ein Stück unterhalb des Startpunktes


und so sahen die Hosenbeine nach dieser Matschtour aus


Sonntag, 5. April 2015

Premiumwanderweg Hüttenwanderweg bei St. Ingbert

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22. März 2015:

Die anspruchsvolle 11-km-Tour (warum fiel mir vorher nicht auf, dass es in stetigem Auf und Ab über immer wieder 500 Meter Höhenunterschied geht? Das übt...) startet in Oberwürzbach an einem barocken Waschhaus





dieses Hüttensymbol leitet durch die Tour, es ist wirklich häufig angebracht und nicht zu verfehlen, ein sehr gut gekennzeichneter Weg


Die Tour steht ganz im Zeichen von vielen Brunnen und mehreren Hütten, der erste gleich schon wenige hundert Meter nach dem Startpunkt


erinnerte mich an die Peitschende Weide bei Harry Potter, im Hintergrund einer von mehreren während der Barockzeit angelegten ehemaligen Fischteichen



auch rasch erreicht: die erste Hütte ist die Anglerhütte neben 2 Weihern, auch dort gleich wieder ein Brunnen






man geht zwischen den beiden Fischweihern hindurch und nun kommt die erste Herausforderung, ein recht ordentlicher Aufstieg zum Eichertfelsen




diese Höhlen sind mehr als mannshoch, man kann hindurchgehen




blickt man von der Höhle aus ins Tal, erkennt man, wie rasch man doch in die Höhe gestiegen ist


das Wetter ist unerwartet gut, wenn auch windig-kalt, den Schirm hätte ich aber sparen können





nächste Station ist die Schopphübelhütte, es geht oft bergab und bergauf, der Weg ist nichts für ungeübte Weicheier, ehrlich gesagt...




nach einem weiteren Abstieg erreicht man die Schopphübelhütte, hier könnte man auch einkehren, man kann sie vom Tal aus auch über eine Straße erreichen, auf dem Parkplatz davor stehen einige Auto


die anschließende Strecke fand ich für einen Premiumweg etwas enttäuschend, denn man geht an einem Wohngebiet vorbei und dann an Pferdeweiden entlang, immer mit Blick auf Häuser, das mag ich nicht so wirklich gerne


etwa auf der Hälfte dieser Strecke muss die Entscheidung getroffen werden, ob man sich noch den Weg über den Kahlenberg und die dortige Hütte zutraut, ich zögere einige Sekunden, angesichts der bereits überwundenen und wohl noch zu erwartenden Steigungen und Abstiege verzichte ich für dieses Mal sicherheitshalber


also hier kommt man direkt an der Autobahnzufahrt vorbei, ob man da nicht eine andere Wegeführung einrichten könnte? Lieber über enge Pfade als sowas...


nun beginnt der Anstieg zur Hochscheid, einem Plateau, auf dem ein Demeterhof angesiedelt ist


nach etwa einem Drittel des Weges erneut eine Entscheidung: hinabsteigen zu den beiden Quellen? In der Beschreibung steht, dass es nur 200 Meter sind, mh, das kann ja keine großartige Herausforderung sein, also wähle ich diesen Weg, nicht wissend, wie steil, wirklich steil, es da bergab und anschließend wieder bergauf geht - wenn man alleine unterwegs ist wie ich, und rutscht dort ab, wie lange es wohl dauernd würde, bis man gefunden würde? Aber andererseits mag ich gerade diese eher abenteuerlichen Umwege


das ist der Blick zurück zum Abstieg, teilweise mit gut gepflegten (danke!) Stufen und Geländern, sonst wäre es gar nicht begehbar


und immer noch weiter hinab, hinab


es war lange trocken, nicht viel Wasser da und es tropft nur ein bisschen




und es geht immer noch weiter nach unten zur nächsten Quelle..wow



ah, da ist der sogenannte Horstenbrunnen


auch hier nur wenig Wasser


aber: ein Gästebuch wie an einem Berggipfel!











an dem Geländer habe ich mich schnaufend hochgezogen :-)
das ist ja schon alpin...

wie immer konnte ich einem attraktiven Baumpilz nicht wiederstehen



kurz unterhalb des Hochscheidplateaus, bevor man aus dem Wald tritt, ein weiterer Brunnen



an dieser Stelle ist die Wegbeschreibung leicht irreführend, heißt es doch, man ging durch den Hof hindurch, was aber nicht der Fall ist, man verlässt den Weg nicht und lässt den Hof rechts liegen


vorher noch ein Blick auf tatsächlich freilaufende Hühner mit ihrem polygamen, stolzen Ehemann


nach einiger Zeit erreicht man dann die Weidenberghütte, wo gut Pause machen ist mit schönem Blick ins Tal auf Reichenbrunn





von dort aus - oha - geht es unzählige Holzstufen wieder hinab ins Tal - schöne Grüße an die Knie!


Blick zurück zur Hütte, die aufgrund des steilen Abstiegs jedoch bald aus dem Blickfeld verschwindet

denn:


an dem Steilstück ein alter Grenzstein, irgendwo hatte ich von der Bedeutung gelesen, finde es aber nicht mehr


auf der einen Seite jedenfalls ist ein Abtsstab zu sehen - rechts unten - das Gebiet gehörte zu einer Abtei


auf dem nachfolgenden ebenen Stück der nächste Brunnen






und noch ein schön poröses Baumpilzdingens


nun nähert man sich nicht nur einem Ort, sondern man geht eine ganze Strecke hindurch, zuvor noch - ja - ein weiterer Brunnen



man geht nach links wieder in Waldrichtung, und zwar an einem Kreuzweg mit Stationen entlang, immer leicht ansteigend, dann kommt man zu einem etwas seltsam anmutenden Springbrunnen


und wieder wird es bergauf gehen, da oben sieht man ein Teilziel - eine Lourdes-Grotte mit Marienfigur


die weißen Porzellantäfelchen sind Danksagungen, meist mit "Maria hat geholfen" und einer Jahreszahl, aber alle aus den 1930er-Jahren



im letzten Teilstück fiel mir diese Zombie-Hand auf, die da aus einer Felswand wächst



die nächste "Wanderhütte", nee, nix für mich, zu "städtisch", das ist nicht was ich suche



kurz vor Erreichen des Zielpunktes dann noch eine Erinnerung an den Bunkerbesuch am Tag zuvor, aber dieser hier ist einfach nur voller Dreck und Gerümpel und hat gefährlich aussehende Risse