Donnerstag, 26. Dezember 2019

12. Oktober 2019: Bad Wimpfen sowie Burg Neuleiningen

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Das habe ich mir für die beiden Weihnachtsfeiertage vorgenommen: 2 Ausflugs- und einen Wanderbericht aus den letzten beiden Monaten endlich mal schreiben und einstellen...ist ja Katastrophe, wie sehr ich das vernachlässigt habe!

Als erstes der Bericht über eine Fahrt, die ich für meinen einen Sohn in die Gegend von Heilbronn gemacht hatte.

Zuvor schaute ich mir an, was ich da an Interessantem am "Wegesrand" sozusagen mitnehmen könnte, damit ich auch irgendwie touristisch von der Fahrt profitiere, und ich fand zwei Ziele:

- Bad Wimpfen wurde als schönes Mittelalterstädchen aufgeführt

- "Die Burg, auf die wir nie kommen"
die Autobahn, die ich dafür benutze, führt wie schon seit Jahrzehnten an Grünstadt vorbei, und direkt neben dieser Autobahn sieht man im Vorbeihuschen immer auf einer Anhöhe eine Burg, schon in meinen Zwanzigern sagte ich zu meinem damaligen Mann "wir kommen nie auf diese Burg, wir fahren immer nur vorbei" - und dieses Mal sollte das anders sein! Ich hatte Zeit und würde sie diesmal erorbern!

Bad Wimpfen:

Früher Samstagnachmittag, und ich fand trotzdem ganz easy einen Parkplatz etwas links von den Wehranlagen, schräg gegenüber dieser Hinweis, dem ich gerne folgte




 Erst dachte ich, na da hat sich aber jemand ein hübsches Gärtchen angelegt
 Es ist aber so ein Urban-Gardening-Projekt, wo man sich bedienen dürfte, hab ich nicht getan, weil ich noch Stunden zu laufen und zu fahren hatte, außerdem sollte das den Einheimischen vorbehalten bleiben, fand ich

Und nun hinein in die Stadt


Dieses Haus - und andere - ist auf den Resten von mittelalterlichen Wehrmauern aufgebaut


Es gibt zwei Märkte, einen unteren und einen oberen





 General Tilly, 30jähriger Krieg, hat hier übernachtet



 Dies ist kein Foto, sondern ein Bauzaun-Transparent, das zeigt, was man eigentlich hier sehen würde, wäre der Turm nicht leider komplett eingerüstet, aber Instandhaltung muss ja halt auch sein:

 das riesige Zehnthaus, direkt auf der anderen Seite der Stadtbefestigung

Hier wurden die damaligen "Steuern" (der Zehnte) in Form von Naturalien eingelagert


 Das gäbe es alles zu sehen, ich vermute mal, dass ich 70% besichtigt habe
 Neben dem Zehnthaus ist ein Aussichtspunkt an der Stadtmauer, umwerfend weit kann man da schauen
 Richtung rechts (leider) halt auch Industrieanlagen, muss ja aber auch sein, und da unten fließt der Neckar!







Auf dem entgegengesetzten "Ende" dann eine Burganlage




 das ist übrigens ein mittelalterliches Klohäuschen mit einer einfachen Entsorgungslösung: es fällt einfach unten alles raus ;-)))
 Blick von der Burgmauer in die Unterstadt





 Die mittelalterliche Bebauung ist so gut wie durchgängig, keine störenden Neubauten dazwischen, man könnte hier Tage fotografieren und immer wieder neue Motive entdecken

 die paar Stufen da links ging ich runter, weil ich das braune Schild auf dem Haus lesen wollte
 und das steht drauf
 Dem Eis habe ich widerstanden

 ein letzter Blick in eine der Gassen und zurück zum Auto, es sind 100 km zu fahren bis zur gesuchten Burg

Nun zurück und in Richtung Bad Dürkheim an der Weinstraße, die Zufahrt zur nie besuchten Burg ausfindig machen, was gar nicht so einfach war, ohne das Smartphone wäre ich da wohl noch mehr herumgekreist...
Ausgeschildert war erst unmittelbar davor.

Burg Neuleiningen

War der ganze Tag noch von Sonnenschein und Wärme geprägt, begann es sich hier langsam zuzuziehen. Der Burg vorgelagert eines der zahlreichen Weingüter dieser Gegend, Wein ist hier überall präsent, in Form von Weinbergen oder vielmehr Weinfeldern, da eher flach



Das fand ich witzig: sogar das Bushaltestellen-Wartehäuschen wird für die Weinwerbung genutzt!


Weinfässer und Reben auch am Haus, überall


Neuleiningen nennt sich zu Recht "Weindorf"


Rund um die Burganlage schöne alte Bebauung mit stimmungsvollem Flair vergangener Jahrhunderte




Es wurde immer dusterer...zum Glück blieb ich von Regen verschont, bis ich wieder im Auto saß










stimmt, was auf der Tafel steht, die Führungsschiene ist deutlich erkennbar





Von diesem Turmrest aus kann man sehen, wie dicht die Autobahn hier vorbeiläuft, hab es mal beschriftet






Biblis...dieser Ortsname hat in den Nachrichten meine späte Teenagerzeit wegen des Baus des Kernkraftwerks oft beherrscht..






Nachdem die Burg die Bauernkriege überstanden hatte, wer hat's am Ende kaputt gemacht? Muss ich es noch sagen?? Wie fast alles hier im Südwesten...



 Tschüss so lange unbekannte Burg!