Samstag, 25. Oktober 2014

Premiumwanderweg Hirn-Gallenberg bei Wallerfangen-Rammelfangen - klein, aber oho

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Geradezu ideal geeignet, um arglose Erstwanderer süchtig nach Premiumwegen zu machen!

*smile*

Der Weg ist "nur" 7 km und kann auch von Untrainierten unserer Meinung nach gut bewältigt werden, einzige eventuelle Hürde sind die insgesamt 150 Holzstufen etwa in der Mitte des Weges.

Man kann sich - je nach eigener Knie- und Atemsituation - gleich zu Anfang des Weges entscheiden, ob man lieber Stufen runter oder Stufen hoch gehen will. Schon nach einigen 100 Metern zu Beginn des Weges kommt man an eine Gabelung mit einer Infotafel zu den Pflanzen und Tieren im Wald, geht man dort nach rechts, steigt man die Stufen hoch, geht man nach links, also den Weg gegen den Uhrzeigersinn, steigt man später die Treppen runter.
Es gibt ein Geländer! Der Vorteil der Variante linksherum ist wohl, dass man dann, wenn man später von der Höhe herunterwandert, die phänomenale Weitsicht geraume Zeit vor sich hat. Aber jeder nach seinem Geschmack.

Für die Mädels vielleicht interessant: dieser Weg führt nach etwa der Hälfte durch das adrette Dorf Rammelfangen, wo man einen sehr kurzen Schwenker zu einer Schutzhütte mit Tischen und Bänken mitten im Ort mit innenliegender, supersauberer und liebevoll eingerichteter Toilette machen kann. (Kleingeld mitnehmen! Wir hatten leider nur große Scheine dabei! Sorry an das fleißige Bienchen, das sich um diese Toilette kümmert, nächstes Mal bringen wir doppelt Moos mit!)
Für mitlaufende durstige Hunde und wasserbegeisterte Kinder gibt es dort sogar einen Brunnen.

Und nun die Fotoausbeute von diesem wundervollen Herbsttag am 19. Oktober 2014:




etwas eigenartig, aber wir waren nicht in Gefahr



sieht aus wie ein kleiner Vulkanberg...


hier die Auflösung:




also DAS fand ich jetzt recht enttäuschend! Okay, in den Achtzigern wurden wohl viele bauliche Fehler gemacht, aber diesen Steinbruch zuzuschütten, das ist doch nun echt ein Jammer - den hätte ich so gerne gesehen, selbst auf eigene Gefahr.
Uns dann aber auch noch ein Foto vor die Nase zu halten von genau dem, was wir leider nicht mehr besichtigen können, rmpfl.....


die kleinste Wanderbegleitung Sira, sehr flott auf ihren Beinchen unterwegs, sie erregt ständig Aufsehen und wird ebenso ständig unterschätzt


ein paar Nummern größer: Nikos (oder Nicos?)



bei dem Päuschen in Rammelfangen sahen wir die eher seltenen Mispeln (danke an M. für das Darauf-aufmerksam-machen!) - hier brennen sie Schnaps daraus


einmal Austreten, Wasserfassen und Baden für Hunde bitte



die wasserbegeisterte Paula nutzte gleich ihre Chance:




nach dem kleinen Stück durch Rammelfangen geht es links ab und durch eine wild belassene Schlucht, mit hölzernem Mini-"Skywalk"
sieht jemand die geisterhafte, ewig flitzende Paula auf diesem Bild?


so sieht das mit den Holzstufen aus, auf der Hälfte gibt es allerdings einen netten kleinen Rastplatz auf einer der ehemaligen  Weinbergterrassen, die man da durchsteigt



wenn man die Wanderung gegen den Uhrzeigersinn läuft, also später dann treppab, dann hat man geraume Zeit diese Aussicht nicht im Rücken wie wir, sondern vor sich


oben auf dem Plateau dann diese Aussichtsplattform, idealerweise auch mit Beschreibungen, welche Orte man sieht, in jeder Richtung.
Außerdem am Boden etwas, was wir als Abstreifleiste für vermatschte Wanderschuhe inkl. Festhaltestange identifizierten, kann aber auch falsch sein


annähernd eine 360 Grad Rundumsicht





gegen Ende der Wanderung kommt man noch an mehreren bildschönen, riesigen Buchen vorbei




Donnerstag, 23. Oktober 2014

Saarbrücken Silo am Osthafen - nur für besondere Menschen

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und zwar nur für diejenigen, die in der Lage sind, das Besondere dieses Ortes zu fühlen - mit kalten Augen kann, soll und darf man dieses Bistro-Café-wasauchimmer nicht aufsuchen, sondern einen weiten Bogen machen - aber:

wer mal nicht in stylischen Ambiente, wie man es überall und jederzeit haben kann, sondern in einer von Phantasie (ja, ich schreibe es extra mit Ph und nicht mit F!), Laissez-faire und Coolness, ja Mut getragenen Gestaltung eines Biergartens und des Innenraums eines alten Industriesilos die Stunden sinnlos an sich vorüberziehen lassen und einfach nur genießen, abhängen, relaxen, staunen und sich wundern will, der ist hier genau richtig!

Bleibt bloß weg, die ihr diese Bilder mit "iih, nur alter Schrott" anschaut - geht woanders hin und lasst dies hier für uns!
Und wagt es ja nicht, diese Einmaligkeit zu zerstören, indem es ihr es wie einst in Berlin durch eine Mauer geschehen durch einen Radweg in zwei Stücke teilt und es seiner Atmosphäre beraubt!

Ich habe absichtlich keine Gesamtansicht aufgenommen, denn dies wirkt vor allem durch die Details, die man nach und nach entdeckt, und hier wird Schäbigkeit zum Luxus, wir waren mit Sicherheit zwar zum ersten, aber nicht zum letzten Mal dort.
Meine Freundin und ich fühlten uns spontan an den ehemaligen "Hades" in der Paul-Marien-Straße erinnert, ein kultiges Kellerlokal, das nur durch eine Art Verschlag zu erreichen war, ist ungefähr 40 Jahre her :-))) - jaja, ihr werdet auch mal so alt, unaufhaltsam - und wir freuten uns, dass es so etwas nun auch wieder gibt. (Der Eingang zum Hades ist heute übrigens zugemauert .... wie passend)






Van Gogh war auch schon mal da:









aus der Ferne betrachtet:



direkt nebenan "parkt" dieser Veteran in all seiner morbiden Pracht:











nur wenige Meter entfernt liegt ein großes Stück Natur zum Erwandern, hier sind viele Saarbrücker gerne unterwegs


im Juli haben wir hier übrigens kiloweise Brombeeren gepflückt








Sonntag, 12. Oktober 2014

Kurzurlaub am Edersee

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Ich gebe ehrlich zu: ich habe vor diesem Urlaub noch nie etwas vom Edersee gehört und wusste auch nicht, dass er so schön (relativ) zentral mitten in Deutschland liegt - ideal für das was wir geplant hatten: ein paar Tage ausspannen in nicht zu weiter Entfernung in schöner Landschaft und mit interessanten Sehenswürdigkeiten und Freizeitmöglichkeiten im Umkreis!

UNSERE FERIENWOHNUNG

Zuerst aber zeige ich, wo wir gewohnt haben, neben dem herrlichen, warmen und trockenen Herbstwetter hatten wir es auch mit der Ferienwohnung bestens getroffen, hier der Link zur Seite der Fewo-Vermieter

http://fewo-reinhold-edersee.de/

und anschließend noch ein paar eigene Impressionen aus der Fewo, die sich über zwei Stockwerke erstreckt und für jeden, der skandinavischen Wohnstil und die Farben weiß, nougat, schokobraun und himmelblau liebt ein optisches Eldorado - sehr zum Wohlfühlen und von jemand mit Liebe zum Detail eingerichtet - alles krachneu und nicht aus der aufgelösten Wohnung eines älteren Verwandten zusammengestoppelt wie häufig in Fewos anzutreffen.







im Erdgeschoss befindet sich ein Spiel- und Freizeitraum mit u.a. einem Billardtisch und elektronischem Dart




dann geht es nach oben in die erste Etage, wo sich Wohnraum, Küche, Bad und ein Schlafzimmer befinden









 sorry, auf die Idee, "mein" Zimmer zu fotografieren kam ich erst, nachdem ich schon am Ausziehen war, daher sieht es nicht so aus, wie ich es vorgefunden habe, darüber bitte hinwegsehen ;-)




das Schlafzimmer im oberen Geschoss:







die Außenanlagen mit Blick auf das noch nicht renovierte Nachbarhaus, das aber doch ein besonderes Flair hat:







DER ORT VÖHL-BASDORF

warum fotografiere ich Einkaufswagen am Edeka? Weil ich als Städterin mich nicht erinnern kann, wann ich zuletzt Einkaufswagen OHNE Chipketten gesehen habe - es muss in den frühen Achtziger Jahren gewesen sein und ist zum Einen wie eine Zeitreise, zum Anderen ein Hinweis, dass man nun wirklich auf dem Land ist, wo die Menschen noch eine Beziehung und gegenseitige Verantwortung zueinander haben, das fand ich ein Foto wert



am frühen Abend fuhren wir auf eine kleine Anhöhe oberhalb von Basdorf und bewunderten den Sonnenuntergang


vor genauerer Betrachtung und Nachfrage bei Familie Reinhold wunderten wir uns über dieses "UFO", es handelt sich dabei um einen "Schwalbenstützpunkt", im Ort sah ich später noch weitere, an denen auch Nester klebten










ist das nicht das allersüßeste Buswartehäuschen der Welt? Klebt direkt an der Kirche in Basdorf











IMPRESSIONEN VOM EDERSEE


Der See liegt nicht da wie eine einzige riesige Wanne voll Wasser, sondern er ist gewunden wie eine Schlange, bietet immer wieder neue Ansichten, hat kleine Buchten, wo man auch schwimmen könnte, wenn es nicht gerade Oktober ist wie bei unserem Besuch.
Neben einer Menge kleiner Boote wird er auch von zwei großen Fahrgastschiffen befahren, eine Stunde kostet 7 Euro, 2 Stunden 11 Euro und das sollte man sich gönnen.
 
Bucht man 2 Stunden so fährt man zuerst die eine Schleife über den See, dann legt das Schiff zeitgleich mit seinem Schwesterschiff wieder an nach einer Stunde und alle fragen sich, ob man nun wohl das Schiff wechseln muss, um die andere Schleife zu befahren, dadurch entsteht hektisches Gerenne auf der Suche nach befragbarem Personal, aber nein, man kann einfach sitzen bleiben, das Schiff fährt nicht diesselbe Strecke nochmal, sondern die beiden Schiffe wechseln sich ab.

Es wäre nett, wenn am Fahrkartenschalter sowohl die Preise (nirgendwo zu finden, auch nicht auf der Infotafel) als auch ein Hinweis auf diesen Umstand stehen würde! Oder man sollte in der Begrüßungsdurchsage darauf hinweisen....






Blick von Schloss Waldeck (dazu später mehr)



aus dem Schiff heraus


vor der 400 Meter langen Staumauer



  Blick auf Schloss Waldeck





aus diesem Steinbruch nahm man vor 100 Jahren Steine für den Staudammbau


hier schauen die Kanzeln des Baumwipfelpfades heraus auf den See (dazu später mehr)



Blick vom Baumwipfelpfad aus



 


abends unbedingt mal zur Rückseite der Staumauer fahren, diese wird im geschätzt 3-Minuten-Rhythmus verschiedenfarbig beleuchtet:





SCHLOSS WALDECK


Auf einer Anhöhe über dem See gelegen












Der Baumwipfelpfad am Edersee

Den sollte man sich nicht entgehen lassen! Ein etwa 800 Meter langer Waldweg, gespickt mit vor allem für Kinder unterhaltsamen Stationen (z.B. eine Weitsprunganlage, wo man testen kann, ob man so weit wie eine Maus oder doch wie ein Wildschwein springen kann...) führt zu einem Drehkreuz, durch das man (sofern man eine Eintrittskarte gekauft hat), den Baumwipfelpfad erklimmen kann - von der äußersten Kanzel der tulpenförmigen Plattformen hat man einen schönen Blick auf den See hinunter

















Ganz in der Nähe: das schöne Städtchen Fritzlar