Mittwoch, 21. November 2018

Herbsthimmel und Weihnachtspäckchen packen

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Wenn man immer einfach so an den Straßenrand fahren, aus dem Auto hüpfen und fix ein Himmelsfoto machen könnte, dann hätte ich hier bestimmt ein Dutzend schöne Bilder zu zeigen - leider sehe ich Super-Abend-oder-Morgen-Himmel immer an Stellen, wo das unmöglich ist, und nach 1-2 Minuten ist der farbige Zauber ja meist schon vorüber.

So kam ich z.B. gestern abend spät aus einem Baumarkt auf den Parkplatz, eine kleine Straße gegenüber ist nicht beleuchtet, dahinter eine Industriebrache, und darüber ein beinahe voller Mond (übermorgen ist es so weit) vor einem tiefblauen dunklen Himmel, umrahmt von ziehenden Wolken.

Ich schnell ans Auto, Kamera rausgekramt, nochmal an den Parkplatzrand geeilt - und zack - alles düster und weg und bloß noch ein cremiger Schatten hinter einer Wolkendecke - grrr!.

Aber immerhin hab ich zwei Tage zuvor, aus meinem bevorzugten (da um die Ecke vom Arbeitsplatz liegenden) Einkaufsmarkt herauskommend, einen noch hellen hellblauen Himmel mit "rosa-gold-Deko" erwischen können (ein wenig musste ich bearbeiten - in echt sah es einfach leuchtender aus, aber es musste ja auch schnell gehen)


Bowlen war ich nicht mehr, weil ich freie Abende derzeit bei der Aktion "Weihnachten im Schuhkarton" verbringe und Weihnachtspäckchen für Kinder in armen Ländern packe (dieses Jahr für Osteuropa).

Das habe ich schon letztes Jahr gemacht (eine meiner Arbeitskolleginnen ist da sehr aktiv) und es macht richtig Freude, sich vorzustellen, wie ein Kind gerade meinen zusammengestellten Karton auspackt und ich geb mir auch für jeden einzelnen Mühe, als wäre es mein eigenes Kind.

Es gibt Kisten voll Spenden, sowohl von Privatleuten als auch von Firmen, und wenn man einen Karton packt, gibt es bestimmte Richtlinien, was hinein soll, zum einen, damit kein Kind benachteiligt wird, zum anderen, damit das Geschenk einen Sinn macht.

Dazu gibt es einen Spruch, um sich das zu merken,  wir legen uns das immer zuerst auf einem der Packtische aus, überprüfen es, und dann kommt es in den Karton, es gibt 6 Kategorien, die in jedem Karton vertreten sein müssen, der Gerechtigkeit halber, sozusagen:

Waschen-Naschen-Pulli-Kuli-Spielen-Fühlen - im Klartext bedeutet das:

Waschen: etwas für die Hygiene, was vor Ort meist nicht zu bekommen ist - meistens ist es Zahnpasta und Zahnbürste, aber auch andere kindergeeignete Hygieneartikel

Naschen: klar, meist Schokolade (nie mit Nüssen oder so wegen Allergien, und immer schön das Mindesthaltbarkeitsdatum überprüfen), aber auch Lutscher, Bonbons & Co.

Pulli: meist Handschuhe, Mütze oder auch mal Unterwäsche (alles neu, klar!) 

und Kuli: etwas zum Schreiben oder Malen, Buntstifte, Malhefte, Schulsachen etc.

Spielen: etwas zum Spielen, logisch

Fühlen: bedeutet ein Kuscheltier für jedes Kind

(Anfangs stand ich immer da und murmelte den Spruch vor mich hin, damit ich ja keine Kategorie vergesse).

Dabei muss man immer ein Auge darauf haben, ob es den Richtlinien entspricht und vor allem: Junge oder Mädchen und die Altersgruppen - 2-4 Jahre, 5-9 Jahre und 10-14 Jahre. Und niemals Kleinteile etc. für Kleinkinder, aufpassen, aufpassen!

Da die Aktion auch in der Kritik steht von wegen Missionierung vor Ort (was laut unserer Informationen nicht stattfindet, jedes Kind egal welche Konfession erhält einen Karton von Ehrenamtlichen oder Gemeindemitgliedern vor Ort), fährt unsere Gruppenleiterin dieses Jahr bei einem Konvoi nach Rumänien mit und schaut sich das genau an. Ich bin jetzt schon gespannt auf ihren Bericht im Januar.

Der SR hat in seinem Aktuellen Bericht auch darüber berichtet, und ich habe mal einen Screenshot gemacht, wie es in unserer Sammelstelle aussieht, wo sich rund um die Fensterflächen die Kartons in anderthalb Meterhöhe stapeln:


Heute nach der Arbeit gehe ich voraussichtlich auch wieder hin - wir arbeiten darauf hin, so wie letztes Jahr 1000 Pakete zusammen zu bekommen - 1000 Mal Freude.



So, und muss ich aber zur Arbeit :-)

Dienstag, 13. November 2018

War das nicht früher einfacher, das Bowlingspielen?

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So, heute hat es dann geklappt und ich traf den Verein auf der Bowlingbahn an, eine Frau nahm sich meiner an, ich bin ja seit sagenhaften 4 Jahrzehnten raus...

Mein erster Wurf - völlig daneben - keinen einzigen Pin getroffen - mh - aber der zweite, der räumte dann komplett ab!
Na also, geht doch noch! Ist wohl wie Radfahren oder Schwimmen, man verlernt es nicht … dachte ich hochmütig und kassierte danach eine Blamage nach der anderen...



Gerade mal 40 Punkte bei insgesamt 20 Würfen... und ich frage mich, warum ich nicht zuhause auf der Couch bin und "Wer weiß denn sowas?" schaue? Sondern hier wie ein Vollhorst rumhample?

Meine "Coach" gibt sich redlich Mühe mit mir, übt die Anlaufschritte, die Startposition, die Haltung des linken Arms, die Haltung des rechten Arms, die Schulterhaltung, am Ende kriege ich das alles nicht zusammen unter einen Hut, es ist für mich wie das Erlernen komplizierter Tanzschritte, an irgendeinen Fakt denke ich im letzten Moment dann wieder nicht und auch der zweite Durchgang zeigt keine wesentliche Verbesserung, aber immerhin doch wenigstens keine Verschlechterung (15 mehr als beim ersten Mal - die 95 ist die Summe aus beiden Spielen)


Meine Anleiterin sieht ein, dass ich überfordert bin mit all dem, an was ich denken soll (nicht so tief bücken, den Ball in einem 90-Grad-Winkel halten, rechtzeitig weit nach hinten schwingen, den linken Arm weit abstrecken, usw. usw.) - ich bin schon halb auf dem Sprung, mich demütig vom Acker zu machen...

Dann bietet sie mir an, ohne Anlauf zu werfen, mich einfach vorne an die Punkte zu stellen und gibt mir noch einen sehr guten Tipp, welchen Punkt ich mit den Augen beim Werfen ansteuern soll, und wupps - gleich geht das doch dann ein Stück besser und beginnt auch wieder, das von früher bekannte Vergnügen zu machen!

Hinzu kommt noch, dass mittlerweile auf der Bahn neben mir ein junges Mädchen, ebenfalls Anfängerin, aber schon zum zweiten oder drittenmal da, es mindestens genauso schlecht macht wie ich, da komm ich mir doch gleich nicht mehr so blöd vor...aller (Neu-)anfang ist schwer!


Man beachte auch meine Ballgeschwindigkeit: von 11,5 auf 15,1 km gesteigert 😎 - während allerdings der Ball der Meisterin neben mir doppelt so schnell abdüst..

Nächsten Dienstag gehe ich wieder hin!

Montag, 12. November 2018

Herbstwald und Turmaussichten statt Bowling..

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Die ganze Woche hatte ich schon Vorfreude auf den Sonntag, und zwar - nee, jetzt muss ich erst etwas ausholen:

Oktober 2017 - "mein" Grüppchen Kolleginnen plant, gemeinsam zum Bowling zu gehen.

Ich freu mich wie verrückt, vor allem auch weil Bowling für mich eine besondere Bedeutung hat (z.B. meinen ersten Mann und Vater meiner älteren Jungs habe ich beim Bowling kennengelernt und auch später war Bowlen eine Lieblingsbeschäftigung meiner Kids und mir an regnerischen Wochenenden).

Wir planen und schieben Termine, es zieht sich über Wochen hin, die einen können hier nicht, die anderen da nicht, dann kommt die Weihnachtszeit, dann schon gar nicht (warum nicht?) - am Ende verläuft die Sache im Sande...wir geben auf.

Oktober 2018 - eine Kollegin fragt mich, ob wir es nicht doch nochmal mit einem Bowlingtermin versuchen wollen - ich springe sofort darauf an! Wir tauschen Mails und Termine hin und her (zusätzliche Schwierigkeit ist, dass wir unterschiedliche Arbeitszeiten und Gleitzeittage haben), die Azubi hat zudem noch ihre Schultermine, der eine Kollege kommt von weit weg und kann nur freitags - und was soll ich sagen wie es endet? Es kommt wieder nicht zustande...die eine hat Urlaub, die andere ist krank, dann ist die wieder da dann hat die nächste Urlaub usw. usw....Ich sag nix mehr.

Dann kommt mir die Idee, ich könnte ja mal schauen, ob es nicht einen Club oder Verein gibt, dem ich mich anschließen könnte? Ich hätte Bowling wirklich gerne als Dauerhobby, wenn das Wandern schon so gut wie flachfällt.

Ich nehme Mailkontakt auf und bekomme die Info, sonntags zwischen 11 und 15 Uhr zur Bowlingbahn kommen. Am Sonntagmorgen bekomme ich dann Bedenken: ich hab ja schon Ewigkeiten (wirklich!) nicht mehr gespielt, und die nehmen an Meisterschaften teil...wie soll das werden? Ich kann doch nicht einfach mit den Könnern da in einer Gruppe spielen? Also beschließe ich, erst so in der letzten Stunde hinzugehen und erst mal nachzuhören, wie das ablaufen wird.
Ich komme um 14.20 dort an und? An der Info erfahre ich, alle schon weg...

Nun hab ich wieder gemailt, am morgigen Dienstagabend wäre eine weitere Möglichkeit. Ich bin gespannt, ob Bowling und ich wieder zusammenkommen...ich kann ja schließlich nicht alleine auf einer Bahn spielen...

Was mach ich nun mit dem angebrochenen Sonntagnachmittag?

Mir fällt spontan der Schwarzenbergturm ein - es ist ja schön sonnig und mild, und der Waldweg dorthin nur einen knappen Kilometer - die Entscheidung ist gefallen und ich genieße das Gold und Ocker und Rot und Himmelblau:






Schon beim ersten Blick von der Plattform ist mir wieder bewusst, was ich so an meiner Heimatstadt liebe: dieses Eingebettetsein in große Waldflächen....geh 5 Meter vom Stadtrand weg und du stehst schon im Wald - immerhin steht die Stadt im Ranking der 50 grünsten Großstädte Deutschlands auf Rang zehn.




Ein Foto in Richtung der Stadt ist schwierig, denn die Sonne steht schon tief und genau darüber:


Hier sollte man im rechten Bildteil die Vogesen sehen können...es ist aber nur ein Schatten erkennbar:


Dieses Käferchen krabbelte am Geländer am Fuß des Turms und ich überlegte kurz, ob es wohl bei mir überwintern wolle? Nee, lieber den Dingen ihren natürlichen Lauf lassen


Und heute früh beim Rolladenhochziehen dieser Morgenhimmel:



Donnerstag, 1. November 2018

Bloß ein Lebenszeichen ;-)

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Boah seit 10 Tagen nix gepostet...jeden Tag vorgenommen, ich geh auch schöne Herbstfotos machen wie andere Bloggerinnen und Blogger ..und dann kam immer was dazwischen.

Oder ich hatte keine Lust. Soll ja auch vorkommen.

Dabei hatte ich immerhin eine Fahrt ins barocke Blieskastel gemacht, der allerdings einen etwas schrägen Hintergrund hatte, und zwar ging es um

die Story der in einem schwarzen Loch verschwundenen Sonnenbrille

Auf irgendeiner der Fahrten im Juli oder August dieses Jahres, entweder war es bei der  Heidschnuckentour oder dem Teil 2 von "Reise rund ums Saarland" passierte mir folgendes:

es war heiß wie Schwein und ich hatte Durst wie Schwein, wollte aber nicht einfach nur während des Autofahrens einen Schluck trinken, sondern mir was in einen Becher geben und "ordentlich trinken".

Also fuhr ich irgendwo an einer der Landstraßen im Nirgendwo an den Straßenrand, legte meine Sonnenbrille auf meinen Schoß und schenkte mir ein und trank.

Als ich weiterfahren wollte und nach der Brille griff....war sie weg!

Ich war definitiv nicht ausgestiegen, ergo musste sie im Auto sein. Ich machte alles links, auch meinen Hosentaschen, die Picknicktasche, die Handtasche, doch vorsichtshalber mal im Handschuhfach schauen...ausssteigen, Sitz vor, Sitz zurück, Fußmatten, Seitenfächer beider Autotüren, rund um die Handbremse, nix, sie blieb verschwunden.

Doch mal unter das Auto schauen und drumherum...es kann ja einfach nicht möglich sein! Sogar das Auto ein paar Meter vorgefahren, unfassbar, es muss doch schwarze Löcher geben!

Blöd blöd blöd, denn es ist eine optische Sonnenbrille extra nach meinen beiden unterschiedlichen Sehstärken angefertigt!
Okay, muss ich halt mit der normalen Brille weiterfahren, die ich zum Glück dabei habe.

Zuhause natürlich nochmal alles links gemacht. Unauffindbar. Unglaublich. Mitten in einem geschlossenen Auto verschwindet ein Gegenstand.

Nur wenige Tage später meldet sich mein "Autobeauftragter" (sprich mein ältester Sohn, der mich immer lieb mit Fahrzeugen versorgt und sie instand hält) - er hat ein anderes Auto für mich aufgetan, den BMW (den mit dem schwarzen Loch) verkaufen wir.

Gesagt getan - ich schärfe ihm ein, dass er dem Käufer - der ein Bekannter von ihm ist - unbedingt sagen muss, falls der meine Brille findet, bitte melden! Mittlerweile musste ich mir natürlich eine andere besorgen, aber ich will trotzdem die alte wiederhaben.
Vorher suchen er und seine Freundin auch nochmal intensiv in meinem Beisein, sie sind natürlich überzeugt, dass sie sie finden...aber auch sie haben kein Glück (und bezweifeln natürlich meine Geschichte..)

3. Oktoberwoche, sms vom Sohn: "Der Thomas hat deine Sonnenbrille gefunden!"

Ich: "Was, wo???" - weiß er aber nicht - Männer reden ja nicht über solche Details, nicht wahr.

Ich bekomme die Kontaktdaten und telefoniere mit dem Mann, der sich leider als äußerst wortkarg herausstellt. Auf meine Frage, wo die Brille denn nun aufgetaucht ist kann er mir nur sagen, dass seine Schwester sie gefunden habe, wo weiß er nicht und er scheint auch nicht gewillt, die Schwester extra meinetwegen danach zu fragen.

Wir machen einen Abholtermin aus, er wohnt rund 35 km entferrnt in einem kleinen Dorf in der Nähe von Blieskastel, als ich mich seinem Haus nähere, steht er schon mit der Brille an einem offenen Fenster, ich bekomme sie überreicht, guten Tag und Danke und Auf Wiedersehen und Fenster zu und ich habe keine Möglichkeit, nochmal nachzufragen, wo das vermaledeite Ding denn nun war...ich werde es nie erfahren...

Immerhin mache ich mich dann - obwohl lustlos - auf, um in Blieskastel ein paar Ecken anzuschauen, wo ich beim letzten Besuch noch nicht war.

Eigentlich will ich auch ein paar schöne Herbstfotos machen - aber irgendwie ist das Licht nicht gut...ich sehe von der Hauptstraße unten eine Kapelle an einer Sandsteinklippe thronen und denke, von da müsste ich doch eine schöne Aussicht haben, wenn ich den Zugang dazu finde.

Meine Fotos sind allerdings nicht weiter der Rede wert, ohne schönes Licht sind sie irgendwie - mh - trüb?

Ich parke hier und schätze, von da müsste es irgendwie nach links eine Straße oder einen Weg zu der Kapelle geben, rein geographisch gesehen.


Rechts ist die Schlosskirche, die schau ich doch wenigstens mal kurz an


Von hinter der Kirche, wo ein junger Mann ganz traditionell ohne jeglichen Laubbläserlärm Berge von Laub in mehrere große Säcke zusammenfegt und freundlich grüßt, habe ich einen Blick auf die nun zufällig doch gefundene Orangerie - das muss sie ja wohl sein - im nächsten Frühling oder Sommer könnte ich die nochmal anschauen kommen



Gegenüber der Kirche, an diesem Torbogen, finde ich dann einen Hinweis:



Ich hatte damit gerechnet, die Kapelle nach etwa 100 Metern hier dahinter zu finden, aber es geht erst mal durch ein Neubaugebiet, die Straße ist mini und irgendwie provisorisch, aber die Leutchen, die hier gebaut haben, wohnen dadurch sehr schön ruhig! Überall finde ich die Jakobsmuschel, Hinweis darauf, dass ich wohl in die richtige Richtung laufe (später sehe ich bei Maps, dass es doch 800 Meter von hier aus sind).

Ich komme dann zu einem Park, dahinter das Kloster, an dem aber Bauarbeiten stattfinden. Aber wo ist die Kapelle? Nirgends ein Hinweis, ich spreche andere "Touristen" an, und weiß nun, ich muss ganz um das Kloster herum, und ja, da ist sie endlich und ich warte gespannt auf den Ausblick von da


Harr harrrrr - das ist der Ausblick! Hähä, das hat sich ja voll gelohnt, räusper...


Ich guck mir noch kurz das Kloster an und marschiere wieder zurück, immerhin war ich an der frischen Luft...




Immerhin eine einzige Pflanze hab ich geknipst, schöne und schön giftige Eibenfrüchte