Dienstag, 11. Juni 2019

Schwarzrinderseen und "Wohnen ab Rente"

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Ewig werde ich hier wohl nicht wohnen bleiben, obwohl die Lage super ist, zumindest zwar so lange wie mein Jüngster noch studiert, er hat es von hier genial nah zu seiner Hochschule, und ich auch zur Arbeit, wenn ich über Frankreich fahre, aber meine Zukunft sehe ich hier nicht. Ich hatte hier mal nette Nachbarschaft im Haus, eine ist leider gestorben, die andere zu ihrem Partner gezogen. Der Rest ist Schweigen...

Da ist im Hinterkopf der Traum von einem kleinen Häuschen (mir würden für mich alleine ja 50-60 qm oder sogar etwas weniger durchaus reichen), und wenn möglich, in der Nähe von Wasser.
Auf der Arbeit höre ich immer wieder von Kunden, die an den "Schwarzrinderseen" wohnen, sogar ein jüngerer Kollege, der aber in einer anderen Abteilung und in einem anderen Gebäude ist, wohnt da, zuvor hatte ich nie davon gehört, und so hatte ich schon lange vor, da mal hin zu fahren und mir das anzuschauen.

Das tat ich denn auch neulich und fuhr direkt nach der Arbeit dort hin, wie man an den langen Schatten unschwer erkennen kann.

Echt ewig weit weg von Saarbrücken - gut 65 km - also wenn ich weiterarbeiten will, was ich ja vor habe, kommt das nicht in Frage, nur wenn ich wirklich bloß noch Rente genieße.





Hier gibt es weit und breit nichts als hügeliges Grün, nur ab und zu mal winzige Dörfer, Nordsaarland sieht halt durchweg so aus. Keine Läden, keine Tankstellen, keine Ärzte, nur Landschaft. Und darin aber auch viele tolle Wanderwege.



Die 3 kleinen Seen liegen direkt nebeneinander und an einen Hang geschmiegt, lauter kleine Häuschen, jedes individuell, von der kleinen Blechbude (naja, das ist etwas übertrieben) bis zum schicken kleinen Einfamilienhaus alles bunt gemischt. Jeder scheint hier gestalten zu können wie er will, keine Einheitsbauten. Das ist gut. Gibt aber auch ein unruhiges Bild.

Ich lief alle "Straßen", die allerdings nur aus Schotterwegen bestehen, ab und schaute mich um: leider leider hat nur die allererste Häuserreihe einen Blick auf den See!
Alle anderen sehen bloß die Dächer der Häuser unter ihnen, das ist ja enttäuschend!






Dasselbe Problem hatte ich schon 2017 im Eifelurlaub bei einer anderen Traumlage festgestellt, nämlich am Waldsee Rieden, wo die Siedlung auch an einem zu flachen Hang liegt, um ab Häuserreihe 2 einen Blick auf den See zu haben. Das bringt ja nix, wenn, dann will ich Aussicht, und die erste Reihe ist sicher nicht zu haben.

Ähm, nö, das ist dann doch kaum das Richtige für mich.

Wenn man doch wenigstens schwimmen dürfte in dem mittleren See (die beiden anderen sind Biotop bzw. Angelsee), aber da stand beim Rundumlaufen dieses Schild:


Ah, offenbar bezog sich das dann nicht auf den Mittelsee, sondern auf den Biotopsee, etwas verwirrend, die Ausschilderung, denn hier ist ein paar Schritte weiter extra eine eingezäunte Badewiese (wegen Hunden) angelegt und offenbar Schwimmen erlaubt, und ja, da ist auch eine einsame Schwimmerin im Wasser!



Hm, immerhin - das wäre ja was! Jeden Morgen bei akzeptablem Wetter rein ins Naturwasser - viel angenehmer als Schwimmbadwasser! - und ein paar Runden ziehen, wie herrlich wäre das!

Aber so "am A... der Welt"? Ich als Stadtmensch? Ich fürchte, trotz Badesee und viel Grün würde ich hier eingehen...nee, das ist denn doch nichts für mich. Und wahrscheinlich überwiegend ältere Leute, da altert man selber sicher auch schneller, denk ich mal. Und wehe bei wochenlangem Regenwetter...Tristesse hoch drei.




Im Büro erzähle ich dann von meiner Expedition und eine Kollegin berichtet mir, dass da nachts die Wildschweinhorden durchziehen, (klar, Natur ist Natur) und man besser abends nicht mehr vor die Tür geht, aber ich hatte mich ja eh schon dagegen entschieden, das wäre jetzt kein Ausschlusskriterium gewesen. Aber wer weiß, ob ich mir das überhaupt auch nur ansatzweise hätte leisten können...

Montag, 10. Juni 2019

Christopher Street Day und eine kleine Runde durch die Stadt

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Mein Plan war eigentlich: in Altsaarbrücken parken (klappte)
über die Westspange laufen und von da die Saar knipsen (klappte)
dann runtersteigen und durch den Bürgerpark (klappte nicht)
und danach neben dem Umzug zum CSD herlaufen (klappte nicht)

Zuhause (die Pferdeweide neben uns, diesmal fast ohne Pferd, nur ganz hinten rechts ein Schimmel) war das Wetter noch sehr schön und sonnig


von der Westspange auf die Saar geblickt schon nicht mehr sooo schön


schon von der Brücke aus sah ich, mein Plan wegen Bürgerpark, das wird nichts, da war eine Veranstaltung, wo Grillen und Bierbrauen das Thema war (das wusste ich und wollte auch mal drüberlaufen), aber das war alles eingezäunt und hätte Eintritt gekostet,


also einfach weiter auf grünen Wegen zur Innenstadt

schon von weitem kündigte sich durch rhytmische Musik das Geschehen an, auf dem Platz vor der Congresshalle war Aufstellung des Umzugs zum CSD













und dieses Gedränge bei seltsam drückender Hitze war dann der Grund, dass ich abbog und zurücklief - später las ich: 50.000 Besucher!
auf dem Weg zum Auto kam ich an diesem Vorgarten vorbei - schönes Beispiel für Urban Gardening, während unser Nachbar gegenüber aktuell seinen Vorgarten gerade vernichten ließ und zum Parkplatz machte - hätte ich noch ein eigenes Haus, würde ich auch pflanzen!
Zucchini, vermute ich mal
in der Nähe kam ich an dieser ewig langen Mauer vorbei - die mich schon früher oft ärgerte, denn direkt nach dem Studium arbeitete ich bei einer Bank, von der aus man nix anderes sah als immer nur diese Sch...mauer - man konnte nicht drüberschauen, es war das Gelände eines Ministeriums, das mittlerweile umgezogen ist - aber heute hörte ich ein vielstimmiges Gemurmel und Musik von da
und aha, es war offen! Das französische Theaterevent Perspectives hatte hier gerade eine Aufführung
schöner kleiner Park mit altem Baumbestand, die Beamten hatten es gut!


In der Hoffnung auf einen Sitzplatz (Rücken!) steuerte ich die Tribüne an, auf der Plattform vorne machten zwei Frauen Artistik mit kleinen Bällen, leider keine Möglichkeit und so trollte ich mich zurück zu meinem Auto

Sonntag, 9. Juni 2019

Muttertagsausflug Teil 2: Schienenbusfahrt und Besichtigung

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Nach der Wanderung (siehe Teil 1) fand dann die Besichtigung des historischen Lokschuppens Gerolstein statt, innen wie außen.

Ich bin nun niemand, der sich die ganzen technischen Sachen und Jahreszahlen während eines Vortrags (der übrigens sehr witzig war, der Mann konnte mehrere Dialekte nachahmen!) merken kann, daher hauptsächlich nur Foddos. Interessenten an mehr Details finden hier weitere Informationen.

Erst mal von außen angucken, den "roten Brummer" - er fährt mit Diesel und macht brummende Geräusche, düst aber immerhin mit über 80 Sachen über die Gleise, daher hab ich auch keine "Rausguckfotos" machen können





Dann Besichtigung mit Führung der großen Drehscheibe und der außen stehenden historischen Loks
Die Loks fahren also auf die Drehscheibe drauf, diese dreht die Lok dann bis zu dem Gleis, wo sie hin soll - ein Riesenteil und kann eine Last von unheimlich vielen Tonnen tragen


z.B. konnten die Loks so in den zugehörigen Schuppen im Halbrund geparkt werden



dann ging es in die große Lokhalle, wo eine unglaublich riesige Dampflok stand und einige kleinere Modelle - wegen starken Gegenlichts hab ich hier kaum Fotos machen können



Und nun endlich rein in den Schienenbus, wir fahren damit von Gerolstein nach Trier, eine knappe Stunde Fahrgenuss


Diese "Klapp"sitze brachten mich zum Staunen, warum gibt es denn sowas heute nicht mehr? Ich wusste gar nicht, dass das früher so möglich war, wenn man nicht gegen die Fahrtrichtung sitzen wollte, einfach den Sitz umklappen und zack, sitzt man in der richtigen Richtung!

Mein Sohn hat es für meine Fotos vorgemacht - ich wollte es erst nicht glauben, dass das geht

gegen die Fahrtrichtung:


hebeln und zack:


in die Fahrtrichtung! Sowas hätte ich mir während der Berufsjahre, wo ich zwischen Saarbrücken und Düsseldorf pendelte, in den ICEs auch gewünscht...