Donnerstag, 22. September 2016

Premiumwanderweg Wilder Netzbachpfad - Teilstrecke Netzbachweiher bis Forsthaus Neuhaus

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Dieser Weg ist noch ganz "frisch", erst am 14.9.2016 eröffnet worden und ich ging dieses Teilstück gestern nach der Arbeit - es ist wunderschön und hat mir viel besser gefallen als die nahegelegene Urwaldtour (aber vielleicht war es an dem Tag auch einfach zu heiß...).

Ich fand den Einstieg nach etwas Suchen an einer Stelle hinter dem Netzbachweiher, geparkt habe ich auf dem großen Parkplatz an dieser Kreuzung:



man überquert die Straße und findet dann diesen Hinweis mit dem Zuweg, 500 Meter bis zum Wegbeginn, ist aber schön, da er um die Hälfte des Weihers herumführt - man kommt zwischendrin an dem Restaurant Seeblick vorbei






dann kommt man an diese Stelle und muss sich entscheiden, ob mit mit oder gegen den Uhrzeigersinn läuft, ich entschied mich für die Richtung gegen den Uhrzeigersinn



Man geht dann eine ganze Strecke rechts von einem Feuchtgebiet, der Weg liegt etwas oberhalb und das Urwaldmäßige zeigt sich alleine schon darin, dass Bäume nicht vom Weg geräumt werden, es heißt Krabbeln, Bücken, Drübersteigen - schön abenteuerlich und außerdem ist man umgeben von wilder Natur

es gibt allerdings auch Stellen, wo die Bäume zu dick sind, da sind Passagen gesägt worden (hab ich nicht fotografiert)





Ich habe versucht, die Umgebung dieses ersten Teilstücks würdig zu fotografieren, doch es ist mir nicht gelungen, weil da einfach "so viel" ist, es sah dann auf den Fotos wie ein wildes Durcheinander aus und wurde der Wirklichkeit nicht gerecht, bloß dieses Foto ließ ich halbwegs durchgehen




Dann kommt man an diese Brücke und wechselt auf einen breiten Weg, der zu meiner anfänglichen Verwunderung nochmal in die Gegenrichtung führt, bald aber nach rechts abzweigt, bis man zu diesem kleinen Waldweiher kommt - nach dem Regen der Vortage sieht er leider etwas schlammig aus



Ich lief dann von hier aus noch etwa 3 (?) km bis zum Forsthaus Neuhaus, zum Teil durch einen wilden Tannenwald, wo der Weg kaum erkennbar war, ich kurzzeitig die Markierung aus den Augen verlor und mich auch ein wenig gruselte ;-) und den Entschluss fasste, mir doch wieder Wanderkameraden zu suchen...

Da ich es dann eilig hatte, nachhause zu kommen, gibt es davon keine Fotos mehr, außer diesen Pilzen:




Dieser entstehende Urwald ist wirklich sehr schön - mit etwas mehr Wasser im Bach sicher noch schöner - und kaum zu fassen, dass so unmittelbar bei Saarbrücken - man fährt ja nur Richtung Fischbach vielleicht 4 km nach der Innenstadtgrenze und steht dann echt "im Wald"


Montag, 19. September 2016

Das Saarpolygon - ein Muss! (leider bei trübem Wetter - Wiederholung fest geplant)

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Ich finde, wer im Saarland lebt oder hier zu Besuch ist, sollte sich auf den Weg machen und sich zum einen dieses großartige Symbol für den beendeten Bergbau und den Strukturwandel anschauen, zum anderen um die grandiose 360-Grad-Rundumsicht genießen.

Brandneu - vorgestern eingeweiht, gestern eröffnet!

Mit der Rundumsicht war es heute nicht gut bestellt, trübes Wetter, keine weite Sicht - ich werde auf jeden Fall in der nächsten Zeit bei schönerem Wetter wieder herkommen.

Aber keine lange Vorrede, erst mal das Polygon zeigen - das Wunderbare daran ist nicht nur seine Größe und Struktur, sondern dass man beim Drumherumwandern alle paar Schritte eine andere Sicht von ihm hat - man hätte ja auch einfach einen Turm oder etwas in der Art hinstellen können, aber das hier ist wirklich eine Show!

Ein Gigant von 30 Meter Höhe auf einem Haldenplateau - weithin sichtbar

In dieser Ansicht erinnert es mich an einen energisch voranschreitenden Roboter



Ein verschobenes X - übrigens ist man an mancher Position fast sicher, dass die Plattform oben einen schrägen Boden haben müsse - hat sie aber nicht




Eine Weltraumrakete wird in Startposition gebracht





In dieser Ansicht: Man meint, es könne nach links kippen.... dabei ist es in Wirklichkeit ganz gerade


Eingang zu dem einen "Bein"


Ein monströses X



Aber nun zum Anfang zurück: am besten erreicht man den Zugang zum Polygon über die Prälat-Anheier-Straße in Ensdorf.
(Langsam) durchfahren bis zum Ende, dort steht dann auch eine Informationstafel zur Halde und dem Stahlgiganten:



Zu Beginn geht man noch wie durch einen Wald, hier wachsen viele Laubbäume, vor allem Ahorn scheint sich hier wohlzufühlen - man geht aber stets auf dieser grauschwarzen Kohlenschlacke


Zwischendrin erhält man immer wieder mal Entfernungsinformationen - ich nahm (natürlich) den normalen Weg


Nach ein paar hundert Metern etwas Erstaunliches: ein kleiner "Weinberg" mit genau 99 Rebstöcken, soviel ist vom Gesetz her für privat erlaubt - kaufen kann man den Wein allerdings nicht, er geht komplett an die RAG für deren Veranstaltungen und für Gastgeschenke, jährliche Ausbeute ca. 300 Flaschen



Erste Aussichtspunkte



Da kann ich schon nach unten auf mein geparktes Auto schauen, erstaunlich, wie klein alles nach diesem kurzen Anstieg schon erscheint


Im letzten Drittel - wo es nur noch bergauf geht - könnte man manchmal meinen, man geht direkt in den Himmel hinein - bis dann die erste Spitze des Polygons erscheint




Nun ein paar leider etwas "trübe Aussichten" - aber ich konnte ja nicht gar nichts zeigen von dem 360-Grad-Weitblick auf Ortschaften, Wald, Fluss und Industrielandschaften








Oben auf der Plattform:


 Und wenn man nach unten schaut:




 Positiv:

jedes Stockwerk zeigt - auch in Blindenschrift - an, auf welcher Höhe man gerade ist - und für Menschen mit ein bisschen einem mulmigen Gefühl ob der Höhe ist es sehr angenehm, dass die Treppenstufen eine geschlossene und keine gitterartige Oberfläche haben!
Danke dafür :-)
Auf den Stufen sind übrigens Spendernamen angebracht








Ein paar Anweisungen - vor allem für Gewitter - sind natürlich auch notwendig:



 Einziger kleiner Kritikpunkt von meiner Seite:

es wäre schön, wenn oben auf der Plattform ein paar Infos zu finden wären, auf welche Orte bzw. welche Landmarken man da jeweils blickt - so wie es z.B. auf dem Schanzenbergturm sehr schön gezeigt wird, das wäre hilfreich.

Und werte Montainbiker:

zum Einen ist es sowieso verboten, zum Anderen: kein gutes Gefühl für die Fußgänger, wenn einer von euch oder gleich eine ganze Gruppe auf einen zugerast kommt an den steilen Stellen....und eigentlich auch an den nichtsteilen Stellen...sucht euch was anderes! :-)))


NACHTRAG 21.09.2016

fast vergessen: man findet dort in den Schlacken auch Versteinerungen! Ein Verbotsschild steht - noch - nicht da, auf anderen Halden habe ich aber schon Sammelverbote gesehen
ich selbst hatte nicht das Glück, sprach aber eine nette Frau an die mich ihre Ausbeute fotografieren ließ - auch Kinder mit kleinen Hämmerchen habe ich "schürfen" gesehen