Montag, 26. April 2021

Spaziergang Nr. 14 in Saarbrücken: Runde über den "Krämersweiher" - mit Steilstück - nichts für Kinderwagen

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Vorweg: Nr. 13 hab ich nicht übersehen, sondern ist noch in der Mache (da alleine mein mich an dem Tag begleitender Sohn 110 Fotos dazu geschossen hat…)

Am Sonntag den 25.4. war wieder herrliches Frühlingswetter, und ich hatte mir einen „neuen“ Weg zusammengestellt. Aber Achtung, der ist nichts für z.B. mit dem Kinderwagen oder Kindern mit Rollern oder Rädern, es gibt nämlich ein ziemlich krasses Steilstück.

Am Tag zuvor war ich im Rahmen von Erledigungen durch den Saarbrücker Ortsteil Jägersfreude gekommen, und die allererste Straße aus Richtung Saarbrücken führt einen Hang hinauf und verschwindet nach einer Kurve, was mein Interesse weckte.

Also auf maps eine Route zusammengestellt für eine knappe Stunde, dabei den hübschen kleinen Teich mit den Trauerweiden, den ich schon beim Saarbrücker Stadtrundgang in 2017 (??) entdeckt hatte mit einbezogen.


Man parkt am Knick zwischen Ende der Eilertstraße und Sellostraße, da geht es dann direkt in den Wald hinein.

Nach wenigen Metern rechts halten und dann geht ein Pfad nach rechts ab.


Der Pfad führt schön durch einen offenen Buchenwald, kleines Manko: die Straße sowie die Auffahrt auf die Johannisbrücke sind nur ca. 50 Meter entfernt und auch zu hören.

Dieser Weg ist gespickt mit alten Bombentrichtern, die wie an einer Perlenkette in Richtung der Bahngleise (klar! Strategisch wichtig im Krieg) führen und auch nach über 70 Jahren an ihrem kreisrunden Erscheinungsbild eindeutig zu identifizieren sind.

Zwei Trichter liegen direkt nebeneinander und ich trete ein wenig vom Weg ab um sie zu fotografieren.


Ich gehe weiter und merke nach ca. 20 Metern: irgendwas fehlt mir! Die Sonnenbrille! Die habe ich wohl abgenommen für das Foto – nein bitte nicht schon wieder eine Brille weg! Darin bin ich absolute Spezialistin … ich gehe suchend zurück und finde sie zum Glück – braun zwischen braunen Blättern, uff!











Am Ende dieses Pfades, man sieht schon den Trauerweidenteich durch die Bäume schimmern, geht es krass abwärts, ehrlich gesagt würde ich mich ohne meinen Stock nicht da runter wagen…wäre mein Sohn dabei, der würde wahrscheinlich mit Riesenschritten da runter rasen (ich vielleicht vor 40 Jahren auch…), ich trippele und taste mich vorwärts, gefühlt ist das Stück ca. 70 Meter lang. Unten angekommen sind die Knie etwas wackelig.


Am Teich sitzt ein Angler, ich gehe ein Stück am Ufer entlang, der Pfad ist schräg und kippt zum Wasser hin, auch hier ist Vorsicht geboten, auf einem Aststück sitzt gemütlich eine große dicke Schildkröte und wärmt sich in der Sonne!





Man geht nun am Teich vorbei Richtung Wald, und ab nun gilt: an jeder Weggabelung (fast!) immer links gehen! Näheres folgt.
Man geht nun rechts von einem tiefen Graben vorbei, in dem ein kleiner Bach vor sich hin rinnt. Ich bin gespannt auf diesen „Krämersweiher“, der auf der Karte zu sehen ist, ob es ihn überhaupt gibt?

Denn ich bin hier schon mal gegangen, kann mich aber an keinen erinnern…was mich dann auch nicht wundert, als er dann auftaucht: er ist klein und grün, voll bewachsen mit der bei näherer Betrachtung eigentlich hübschen Wasserlinse = Entengrütze, und wie um den Namen zu bestätigen, schwimmt auch eine einzelne Ente darauf und schnäbelt ihr Linsenfutter.





Ein Stückchen oberhalb ist dann Teil 2, aber der ist wirklich nur ein Schlammloch.


In der engen Kurve eine Bank, wer rasten mag.


Es geht auf breitem Weg weiter, und dann nicht verleiten lassen, die eine Abbiegung links zu nehmen, die wieder auf diesen Pfad wie am Anfang führen würde, 

sondern wir bleiben auf dem breiten Weg, bis zu dieser riesigen Buche, der schräg gegenüber diese Tafel steht: nun sind wir fast wieder am Ausgangspunkt und gehen links runter zum Auto zurück.




Donnerstag, 15. April 2021

Einfach nur so zum Bewegen - 6,5 km in Gersweiler - gelbes Betonmonster, Eichhörnchen und nur 60% Wald

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Da ich ja momentan ohne fahrbaren Untersatz bin bis zur Reparatur, muss ich zwangsläufig hier die nähere Gegend für meinen Spaziergang nutzen, zwar haben wir den Wald in nur 100 Metern Entfernung, dieser Wald ist allerdings von Straßen durchschnitten und stößt an fast allen Ecken an Wohngebiete.

Daher bekommt dieser Spaziergang keine Nummer. Sondern nur eine kleine Beschreibung, der Vollständigkeit halber.

Ich habe auf maps nachvollzogen, wo ich hingelaufen war, und wunderte mich dann nicht mehr, wieso ich über 100 Minuten gebraucht hatte: es waren 6,5 km - ich wollte nur 3 gehen.


Zunächst ging ich aus der Haustüre Richtung Wald, in der Straße "In der Sitters" gibt es zwischen den Häusern einen Zugang zum Wald, lief dort ein paar mäandernde Wege, kam dann auf die Idee, runter zur Grenze zu laufen und neugierig zu schauen, ob an diesem kleinen Übergang wirklich auch Stäbchentests durchgeführt werden. Für die Einreise von F nach D braucht man einen frischen Negativtest.

Dabei kam ich auch an dem Riesenstück abgeholztem Wald vorbei, eine Bürgerinitiative hatte sich lange bemüht, das zu verhindern, aber die Stadt hatte das Abholzen zugunsten eines neuen Lagers (das übrigens keinen einzigen neuen Arbeitsplatz bringt, was ja sonst immer das Argument ist) genehmigt.

Nun rechts auf einem Pfad runter zur Grenze, am Ende an der Straße vorbei an der hübsch gepflegten Kleingartenanlage Candelsbrunnen, kurzer Blick auf die leere Grenze und die traurigen Bemühungen des vor Corona gut frequentierten Restaurants Valuta, Gäste anzuziehen.



Da ist Beginn von Frankreich - keine Kontrollen

Von der Stelle zeigte ein Schild links hoch zum Schäferhundeverein (wusste gar nicht, dass es einen gibt) - am Weganfang stehe ich staunend vor diesem kräftiggelben Betonmonster - spontaner Gedanke: wird auch den 3. Weltkrieg überstehen

da ging ich bis zum Wegende 

und wandte mich dann nach rechts, weil vom Gefühl her müsste ich irgendwie zur "Dicken Buche" (dickster Baum von Saarbrücken) kommen und könnte schauen, ob der tapfere alte Kerl es wirklich nochmal ins Blätterkleid schafft. Tatsächlich!

Hinter dem Baum leuchtete gelb ein großes Rapsfeld, an dessen Ende sowas wie Stallungen zu sehen war, also noch dorthin, gucken.

Dann den gleichen Weg wieder zurück, diesmal bis zur Kompostieranlage, wo ich etwas Bestimmtes suchen wollte, und zwar hatte ich letztes Jahr im Pflanzenmarkt 3 Stockrosen gekauft, die auf der einen Balkonseite bitte 2 Meter hochwachsen sollten - was sie aber nicht taten, trotz Stützen und Dünger und guter Pflege. Stockrosen waren auf meinem Lieblings-Kinderbuch abgebildet und seither mit Ranunkeln meine Lieblings-Blühpflanzen.

Hier 2 Fotos vom letzten Jahr von meinem Balkon, vorne in der Ecke die nur knapp meterhohen Stockrosen, und ich habe es bis zu tiefen Temperaturen geschafft, bei Spätschicht dem Hobby "Zeitunglesen mit Tee auf dem Balkon samt Vogelstimmen" zu frönen, bis es nur noch mit Handschuhen und Wärmflasche im Rücken möglich war :-)

Dann entdeckte ich eines Tages bei einer Fahrt zu besagter Kompostieranlage, dass da einfach wild am Wegesrand gigantische, prächtige Stockrosen einfach so wuchsen - im Herbst dann holte ich mir dort ein paar Samenkapseln.

Nun wollte ich mal nachsehen, ob diese Stockrosen dort sich nochmal neu entwickeln, denn meine im Topf sollte ich einer Empfehlung nach ganz runterschneiden: und ja, die Stockrosen beginnen mit ein paar Blättern auf Bodennähe dort nochmal wild hoch zu wachsen!

Dann sauste hinter mir ein Radfahrer vorbei und ich entdeckte: der Weg ist an der Kompostieranlage gar nicht zu Ende, wie ich dachte, sondern führt von da nochmal in Wald hinein. Also los dort hin, rechts eine große langgezogene Reitanlage.

Ich wollte nach rechts abbiegen, um zur Pfählerstraße und demnach Richtung nachhause käme - aber dort war Sackgasse!

Also zurück und den Wald runter, 

ich landete nochmal am Riesen-Kahlschlag der Firma Woll.

Rüber über die Krughütter Straße und in das gegenüberliegende Waldstück, dort durch getrottet bis zum Bauhof, von da entdeckte ich einen Zugang zur Sitters und dann über die Straße zurück nachhause.

Das Eichhörnchen in niedlicher Knabberpose hat mich lächeln lassen

Wegen ca. einem Drittel Beton- und Asphaltwegen hat mir das jetzt zwar frische Luft, aber auch ein wenig Bein-Aua eingebracht.

Dienstag, 13. April 2021

Spaziergang Nr. 12 in Saarbrücken: Auf dem Sonnenberg - am Ende Autopanne

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Edit 21.4.21: gestern war in der Saarbrücker Zeitung ein Artikel über die Klinik auf dem Sonnenberg mit diesem schönen Luftbild, ich habe es aus der Zeitung fotografiert, Quelle steht ja dabei:



Es war ein irgendwie seltsamer Tag, eigentlich mein erster Urlaubstag, morgens musste ich aber dem Heizungsableser abwarten - alles zu Coronabedingungen - als der junge Mann dann weg war, hockte ich völlig lustlos und nichtstuend wie leer auf der Couch und dachte sehnsüchtig (ja, echt, das ist krank...) an meinen Arbeitsplatz....

Ich sagte mir dann, so kann es nicht bleiben, du kriegst jetzt den Hintern hoch und unternimmst was.

Zum richtig Planen hatte ich aber auch keine Lust, und so fuhr ich unvorbereitet zum nächsten "Berg" von Saarbrücken, dem Sonnenberg, auf dem sich ebenso wie auf dem Winterberg eine Klinik befindet, und zwar für psychisch Kranke und für Demente.

Ich hatte mir das Wegenetz zwar schon mal flüchtig auf maps angeschaut, aber was soll's, wird sich schon irgendwie finden.

Zum Sonnenberg hoch geht es echt in Serpentinen wie im Schwarzwald, etwas kleiner und weniger zwar, aber immer 6 oder 7 Spitzkehren. Hat was.

Bis zur Klinik ganz hoch geht nicht, aber es gibt vorher an der letzten Kurve einen Parkplatz. Der einzige freie Platz trickst mich aus....diese Rinne ist tiefer als gedacht, und das Auto setzt kurz auf....hoffentlich ist nichts kaputt gegangen - ich schreib dem jüngsten Sohn, er meint, wenn es langsam war, kann es nicht schlimm sein....


Vorsicht, es gibt keinen Bürgersteig, noch nicht mal einen Randstreifen, also quasi auf der Straße die letzten Meter zur Klinik hoch, die an einen steilen Hang gebaut wurde - quasi wie auf mehreren Terrassen, die Straße ist wieder so ein, die ich nicht hochfahren könnte, ohne eine mit "Nachhintenkippen mit dem Auto" zu befürchten, also gut, dass ich nur zu Fuß hier hin darf
ein Schild für Maskenpflicht auf dem Gelände kann ich nicht entdecken und gehe "nackig" - also gesichtsnackig natürlich nur 


Die Klinik ist ringsum von Wald umgeben, meine Suche nach einem Zugang findet neben einem Parkhaus gleich am Anfang ihr Ziel


schätzungweise 150 m geht es dann aufwärts, vor mir eine Raucherin, selbst mit Abstand von bestimmt 70 Metern umgibt mich immer wieder mal eine Geruchswolke, ih bäh, ich bleib am Ende stehen und warte, bis alles weggeweht ist


dabei entdecke ich wieder mal ein Eichhörnchen


nun am oberen Ende des Klinikgeländes angelangt


da vorne ist immer noch die Raucherin ... ich will deswegen und auch weil der Weg langweilig erscheint sofort links einen schmalen Pfad rein, da entdecke ich aber quasi über ihrem Kopf in der Ferne ein Hüttendach - das nehme ich mir dann doch als Ziel


Hier hätte man Aussicht auf die Stadt - hätte - aber Bäume sind ja auch wichtig, übrigens sah ich ungewöhnlich viele mit dem Schild "Wertbaum" auf dem Weg dahin, bestimmt 30 oder mehr




Ich wende mich nach links, ich will ja eine Art Rundweg versuchen, 3 x links müsste zur Klinik zurückführen
auch der Weg breit und langweilig, aber immerhin kein Beton, auch wenn es so aussieht


ich komme an eine weitere Weggabelung, an der dieser Baum thront, er erinnert mich spontan an eine gruselige Bühnenaufführung von "Krabat", die ich vor Jahren mal sah


rechterhand sehe ich sehr grüne große Spitzen zwischen den kahlen Bäumen und gehe der Sache auf den Grund, etwa 50 Meter vom Weg entfernt hat sich hier ein natürliches Biotop gebildet


wie schön wird es hier erst sein, wenn alles grün ist, das muss ich mir in ein paar Wochen nochmal anschauen und hoffe, es ist dann nicht ausgetrocknet


nach einiger Wegstrecke dann die Gelegenheit zu einer weiteren Linksabbiegung, erfreulicherweise ein richtiger Waldweg


nicht fotografierbar der tiefe Taleinschnitt rechterhand sowie Teile der Stadt, die immer wieder mal durch die Bäume aufscheint - ich bin hier ganz alleine, nur Vogelgezwitscher begleitet mich


was das wohl zu bedeuten hat???


dann kommt die nächste Linksabbiegemöglichkeit, ich sehe zu meiner Beruhigung auch schon ein Gebäude


und witzig: ich komme genau an dem weißen Turm heraus, an dem ich zu Wegbeginn eigentlich abbiegen wollte



diesmal gehe ich einfach die Klinikstraße runter, Mann ist die stellenweise steil, es ziept in den Knieen


zurück am Auto rangiere ich x-mal hin und her, um möglichst schräg aus der Lücke zu kommen und nicht nochmal aufzusetzen - was auch klappt, allerdings macht der Motor ein seltsames Geräusch...ob ich mir das wohl nur einbilde??? Ich fahre ein paar wenige Kilometer, dann wird mir doch mulmig, im 4. Gang rüttelt das Auto regelrecht - ich fahre am Landtag lieber ab und rufe erstmal den Ältesten an, meinen Autofachmann, er ist aber in der Eifel unterwegs, schlechter Empfang, und er meint, ich könne mir doch was abgerissen haben - ich krieg etwas Schimpfe ab - schnüff - und rufe dann den ADAC.

Fazit: Diagnose Einspritzleitung undicht - noch ist unklar, ob diese Leitung auch unter dem Auto verläuft und ich es selbst abgerissen habe...der Sohn kann vor Freitag nicht danach schauen. Meine Schwester holt mich ab und bringt mich zu meinem Havaristen nachhause. Da steht er jetzt und ich kann höchstens noch mit dem "Studentenauto" fahren, das ich aber nicht zu viel nutzen will, nicht, dass ich da auch noch was kaputt mache...ich bin etwas geknickt...
Da geht er hin, mein armer Oldtimer mit H-Kennzeichen - übrigens erfreutes Zitat des ADAC-Mannes: "Das ist ja mal noch ein richtiges Auto!"


Wie ich jetzt die kommenden Tage für die Spaziergänge organisiere, weiß ich noch nicht.

Übrigens scheint der Spazierweg nur gerade mal 2,5 km gewesen zu sein....wenn ich ihn auf maps nachstelle


PS: das Auto läuft wieder, es hatte nichts mit dem Aufsetzen zu tun, es gab einen Haarriss in der Einspritzleitung