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Ich bin verwöhnt.
Glaube ich.
Verwöhnt von all den herrlichen, wunderbaren, naturnahen, spannenden und überraschenden Premiumwanderwegen in unserem schönen Saarland.
Ich kann behaupten, dass ich alle Wege, die bis zu 14 km lang sind, in den letzten Jahren gegangen bin, manche auch mehrfach.
Dabei gab es nur einen einzigen Weg, den ich wirklich enttäuschend fand, und das war der Kaltensteinpfad bei Lebach.
Nun sind es aber zwei, denn der Himmels Gääs Pfad konnte mich leider gar nicht begeistern.
Die ersten 1,5 km: eine Runde um den Noswendeler See, soweit okay, aber nix Besonderes, dann könnte ich auch um den Deutschmühlenweiher im DFG laufen, ebenfalls gepflasterter oder asphaltierter Weg, das ist für mich nicht "Premium".
Dann geht man durch den Ort, langweilig, dann durch eine ebenfalls langweilige Grünanlage, so langsam kommt bei mir schon Frust auf, dann kommt eine Gaststätte und danach "Landwirtschaftsgerümpel", nee also ehrlich jetzt
.....nun endlich geht es etwas "wilder" und natürlicher zu, der Weg führt durch ein Feuchtgebiet, dankenswerterweise ist dort ein Plankenweg angelegt, der aber schon ziemlich gelitten hat, teilweise sogar gefährlich ist, wo z.B. die Hälfte des Unterbaus über etwa eineinhalb Meter weggebrochen ist und man auf ein schrägen, wackelnden Ebene geht. Mir machte es nichts, aber in Ordnung ist das auch nicht.
Und nachdem man sich schon freute, jetzt endlich "richtig im Wald" zu sein, läuft der Weg eine echt nicht kurze Strecke an einer ziemlich befahrenen Straße vorbei!
Und so kamen noch oft breite, uninteressante Wege, teils sogar betoniert/asphaltiert - aber wie gesagt, vielleicht bin ich einfach verwöhnt von den viel schöneren anderen Wegen.
Einige schöne Fotos habe ich dennoch machen können, aber ich habe auch die Schwächen des Weges geknipst (bis auf die ersten 1,5 km, da hatte ich ja noch Hoffnung...)
Positiv zu vermerken:
wirklich viele Bänke am so kurzen Weg, knapp 7 km, aber bestimmt auf jedem km mindestens eine Bank
außerdem mehrere Spielplätze, für Wanderer mit Kindern sicher eine feine Sache
Wirklich richtig gut fand ich eigentlich nur die letzten 1,5 km, sorry! Ansonsten hätte ich mir die weite Fahrt sparen können.
Highlight für mich: am See auf den Steg setzen und die nackten, heißen Füße ins kühle Nass hängen
Ahso noch was: "Himmels Gääs" meint "Himmels Geiß" also Himmelsziege, und das soll, wie ich gelesen habe, ein dortiger Ausdruck für den Vogel Bekassine sein, der dort wieder angesiedelt werden soll.
Und zum Starten muss man den See in Noswendel finden, dort am Bootshaus ist der Wegbeginn.
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Sonntag, 21. August 2016
Da ich erst am Nachmittag los konnte, aber unbedingt einen für mich neuen Weg wählen wollte, entschied ich mich für den kurzen Nahequelle-Weg, aber entweder war ich heute nicht besonders fit, oder weiß der Geier, jedenfalls machte mir das ständige Auf und Ab dieses Weges echt zu schaffen - dabei ist er nur 6 km laut der Wandertafel am Wegbeginn!
Aber richtig schön ist er! Hoher Pfadanteil, im Mittelstück tolle wechselnde Aussichten, für Kinder ist viel geboten zu Beginn und zum Ende des Weges, auch zwischendrin gibt es immer wieder kleine Holzhütten in verschiedenen Formen, und auf dem Aussichtspunkt steht auch eine Schaukel.
Und noch nie habe ich einen Weg gesehen mit so vielen Sitzbänken auf so kurzer Strecke! Ich wünschte, mancher Weg von über 10 km würde auch nur ein Drittel davon bieten....
Schon gleich zu Beginn wo man in die Straße zum Wanderparkplatz einbiegt sieht es irgendwie schön-romantisch aus
Und gleich am Beginn des Weges stößt man dann auch schon auf die Quelle!
Kaum zu glauben, dass da mal ein richtiger Fluss daraus wird
Demnächst werde ich der Nahe folgen und dort einen Wanderurlaub machen
Und so mag ich es: eintauchen in schmale Pfade!
Der ganze Wald hier ist irgendwie sehr feucht, auf der ersten Anhöhe, die ich erklimme, wächst sogar mitten im Wald am Wegrand echte Binse! Eine Feuchtpflanze!
So etwa jeden Kilometer steht an diesem Weg ein "Kinderhäuschen", mal tonnenförmig, mal in Zeltform, als richtiges Häuschen oder so wie hier:
Ich war an diesem schon vorbei, knipste es nach hinten schauend und wollte weiter, da geht vielleicht ein plötzlicher Platzregen nieder! Mein lieber Scholli!
Ich mit rasselndem Rucksack zurück gespurtet und durch die kleine Öffnung auf der anderen Seite dort hinein, ich konnte in der Mitte gerade so stehen, das war ja vielleicht ein Glück!!! Ansicht von innen:
Aaaaber: das Ding war nicht wirklich als Regenschutz gedacht, bald platschten dicke Tropfen auf den Boden im Inneren
Doch nach wenigen Minuten war der Regen wieder verschwunden und ich zog weiter!
Endlich mal wieder schön große Zunderschwämme, also Baumpilze, so frisch nassgeregnet noch attraktiver
Dann kam ich aus dem Wald heraus und es boten sich schöne Aussichten
hier ging es auf dem Plateau noch ein Stückchen höher
oben dann richtig herrlich - wenn auch teilweise sehr frisch-zugig!
Ist der schillernd-grüne Käfer zu sehen? Sah aus wie aus Metall, ein Roboterkäfer
ein abgeerntetes, richtig blondes Getreidefeld
Wegzehrung, steht dort auch überall
dann wieder in einen dusteren Pfad, am Ende aber auch wieder lichte Stellen
dieses gigantische, mannsgroße Baumgeschwür entlockte mir ein "wow", es hat den Baum aber nicht gehindert, prächtig in die Höhe zu wachsen:
Die Pferde waren neugierig und kamen auch dicht an den Zaun, ich dachte erst, sie wären quasi blind gemacht mit den Dingern über den Augen, aber dann merkte ich, die sehen doch da durch, es ist wohl ein Fliegenschut - sehr sinnvoll - und vor lauter schauen hab ich mich an der Stelle auch glatt vom richtigen Weg ablenken lassen und lief ein paar hundert Meter falsch
Am Ende des Weges kommt man an den Tierpark, linkerhand ist ein kleines Feuchtgebiet mit tollen wilden Pflanzen
Einen Spielplatz gibt es dort auch, für Familien ist wirklich viel getan dort, ein schöner Weg!