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Da ich ja momentan ohne fahrbaren Untersatz bin bis zur Reparatur, muss ich zwangsläufig hier die nähere Gegend für meinen Spaziergang nutzen, zwar haben wir den Wald in nur 100 Metern Entfernung, dieser Wald ist allerdings von Straßen durchschnitten und stößt an fast allen Ecken an Wohngebiete.
Daher bekommt dieser Spaziergang keine Nummer. Sondern nur eine kleine Beschreibung, der Vollständigkeit halber.
Ich habe auf maps nachvollzogen, wo ich hingelaufen war, und wunderte mich dann nicht mehr, wieso ich über 100 Minuten gebraucht hatte: es waren 6,5 km - ich wollte nur 3 gehen.
Zunächst ging ich aus der Haustüre Richtung Wald, in der Straße "In der Sitters" gibt es zwischen den Häusern einen Zugang zum Wald, lief dort ein paar mäandernde Wege, kam dann auf die Idee, runter zur Grenze zu laufen und neugierig zu schauen, ob an diesem kleinen Übergang wirklich auch Stäbchentests durchgeführt werden. Für die Einreise von F nach D braucht man einen frischen Negativtest.
Dabei kam ich auch an dem Riesenstück abgeholztem Wald vorbei, eine Bürgerinitiative hatte sich lange bemüht, das zu verhindern, aber die Stadt hatte das Abholzen zugunsten eines neuen Lagers (das übrigens keinen einzigen neuen Arbeitsplatz bringt, was ja sonst immer das Argument ist) genehmigt.
Nun rechts auf einem Pfad runter zur Grenze, am Ende an der Straße vorbei an der hübsch gepflegten Kleingartenanlage Candelsbrunnen, kurzer Blick auf die leere Grenze und die traurigen Bemühungen des vor Corona gut frequentierten Restaurants Valuta, Gäste anzuziehen.
Da ist Beginn von Frankreich - keine Kontrollen
Von der Stelle zeigte ein Schild links hoch zum Schäferhundeverein (wusste gar nicht, dass es einen gibt) - am Weganfang stehe ich staunend vor diesem kräftiggelben Betonmonster - spontaner Gedanke: wird auch den 3. Weltkrieg überstehen
da ging ich bis zum Wegende
und wandte mich dann nach rechts, weil vom Gefühl her müsste ich irgendwie zur "Dicken Buche" (dickster Baum von Saarbrücken) kommen und könnte schauen, ob der tapfere alte Kerl es wirklich nochmal ins Blätterkleid schafft. Tatsächlich!
Hinter dem Baum leuchtete gelb ein großes Rapsfeld, an dessen Ende sowas wie Stallungen zu sehen war, also noch dorthin, gucken.
Dann den gleichen Weg wieder zurück, diesmal bis zur Kompostieranlage, wo ich etwas Bestimmtes suchen wollte, und zwar hatte ich letztes Jahr im Pflanzenmarkt 3 Stockrosen gekauft, die auf der einen Balkonseite bitte 2 Meter hochwachsen sollten - was sie aber nicht taten, trotz Stützen und Dünger und guter Pflege. Stockrosen waren auf meinem Lieblings-Kinderbuch abgebildet und seither mit Ranunkeln meine Lieblings-Blühpflanzen.
Hier 2 Fotos vom letzten Jahr von meinem Balkon, vorne in der Ecke die nur knapp meterhohen Stockrosen, und ich habe es bis zu tiefen Temperaturen geschafft, bei Spätschicht dem Hobby "Zeitunglesen mit Tee auf dem Balkon samt Vogelstimmen" zu frönen, bis es nur noch mit Handschuhen und Wärmflasche im Rücken möglich war :-)
Dann entdeckte ich eines Tages bei einer Fahrt zu besagter Kompostieranlage, dass da einfach wild am Wegesrand gigantische, prächtige Stockrosen einfach so wuchsen - im Herbst dann holte ich mir dort ein paar Samenkapseln.
Nun wollte ich mal nachsehen, ob diese Stockrosen dort sich nochmal neu entwickeln, denn meine im Topf sollte ich einer Empfehlung nach ganz runterschneiden: und ja, die Stockrosen beginnen mit ein paar Blättern auf Bodennähe dort nochmal wild hoch zu wachsen!
Dann sauste hinter mir ein Radfahrer vorbei und ich entdeckte: der Weg ist an der Kompostieranlage gar nicht zu Ende, wie ich dachte, sondern führt von da nochmal in Wald hinein. Also los dort hin, rechts eine große langgezogene Reitanlage.
Ich wollte nach rechts abbiegen, um zur Pfählerstraße und demnach Richtung nachhause käme - aber dort war Sackgasse!
Also zurück und den Wald runter,
ich landete nochmal am Riesen-Kahlschlag der Firma Woll.
Rüber über die Krughütter Straße und in das gegenüberliegende Waldstück, dort durch getrottet bis zum Bauhof, von da entdeckte ich einen Zugang zur Sitters und dann über die Straße zurück nachhause.
Das Eichhörnchen in niedlicher Knabberpose hat mich lächeln lassen
Wegen ca. einem Drittel Beton- und Asphaltwegen hat mir das jetzt zwar frische Luft, aber auch ein wenig Bein-Aua eingebracht.












