Mittwoch, 25. Juli 2018

"Dinge, die ich mit meinen Händen gemacht habe" - und Brombeergeschichten

[Dieser Post enthält durch Links zu externen Seiten, durch Fotos und Firmen- und Produktnennungen Werbung, die ohne Auftrag, ohne Sponsoring und ohne Bezahlung erfolgt]

Über geraume Zeit hatte ich gerne den [vorsichtshalber: Werbung ohne Auftrag ]Blog von Frau Liebe gelesen, leider brachen die Beiträge im Mai 2016 ohne Erklärung ab.

Als ich gestern "in den Brombeeren" war und meine lila Hände sinnend betrachtete, fiel mir plötzlich dieser Blog wieder ein - und dass ich zwar nicht immer sieben Sachen vorweisen kann, aber ab und zu dann doch mal "handgemachtes" zeigen will.

Zurück zu den Brombeeren:

dieser kleine, ca. 40 Meter lange Weg, der zwei Straßen verbindet und zwischen Gärten und Pferdeweiden verläuft, wird anscheinend doch von der Stadt bewirtschaftet, als ich nämlich gestern dort reinmarschierte, bewaffnet mit einem Kinderspazierstock (dazu unten mehr), hatte da krass die Motorsense auf beiden Seiten gewütet!

Die Brombeerhecken waren krass zurückgeschnitten, das alleine wäre ja noch nicht so schlimm gewesen, es wuchert ja noch genug, aber:

vorher nicht sichtbar ist der Weg rechts und links von Gräben flankiert, und die traten nun zutage, und um die Beeren zu erreichen, hätte ich mich dort reinstellen müssen, die sind aber sehr schmal, und ich hätte mit dem Gesicht praktisch direkt vor den Hecken gestanden - so ging das natürlich dann nicht und entsprechend mager war meine Ausbeute.



Einige Tage davor war ich nur mal "sichten" gegangen und hab ein paar wenige mitgebracht, und diesen Kuchen daraus gemacht, die Beeren sind allerdings quasi nur drauf geschossen...bisschen wenig...immerhin sind der Biskuit und die Creme selber gemacht!



Von der Ernte gestern habe ich habe allerdings doch immerhin 750 ml Saft gewinnen können und auf Wunsch eines einzelnen Herrn, der nur Gelee, aber keine Marmelade/Konfitüre mag, eben halt 6 Gläser Gelee gekocht. Die ersten von hoffentlich noch vielen.

Ich hatte den oben erwähnten Kinderspazierstock dabei, mit dessen gebogenem Griff ich die nun zu weit entfernten Ranken zu mir ziehen konnte, man muss sich nur zu helfen wissen..

Und dann hatte ich noch Lust, Etiketten zu malen, da ich aber keine Rahmenstempel von meiner früheren Bastelei mehr habe und was gleichmäßiges wollte, druckte ich mir faul ein paar über diese Seite aus:

[Werbung ohne Auftrag] Gratis Marmeladenetiketten zum Gestalten

Ein wenig kreativ wollte ich dann aber doch noch sein und habe mit Holzstiften ausgemalt und Linien nachgezogen, die Etiketten sind auf selbstklebende Orderrückenschilder gedruckt, und so sehen die dann aus:





Bei dem großen Glas hatte ich mich verschätzt...es steht im Kühlschrank und wird als erstes verbraucht.

Montag, 23. Juli 2018

Flashback: Dinge, die man in 5 (oder 10) Minuten erledigen kann

[Dieser Post enthält durch Links zu externen Seiten, durch Fotos und Firmen- und Produktnennungen Werbung, die ohne Auftrag, ohne Sponsoring und ohne Bezahlung erfolgt]

Neulich, als ich wegen Rücken-Aua nach einer Putzaktion ein paar Sitzminuten brauchte und dabei wild im Web surfte, was springt mich da von einem blog an?

"10 Dinge, die du in 10 Minuten erledigen kannst"

Schlagartig war ich ans Ende der 90er Jahre zurückversetzt, sah mich selber im Flur meines damaligen Hauses stehen und auf mindestens einen meiner 3 Jungen warten, eigentlich waren alle schon fertig zum Abflug, als dann eine dieser Verzögerungen eintrat, mit denen bei Kindern immer gerechnet werden muss: noch schnell doch wieder auf die Toilette, ein Spiel/Kuscheltier mitnehmen, ein Schulbuch vergessen, nach oben eilen, wo gerade der Bruder die Treppe runterkommt und sich an ihm für eine erlittene Schmach rächen...usw. usw.

Damals war ich - heute kaum fassbar für mich - Vollzeit berufstätig, alleinstehend, ohne jede familiäre Unterstützung, jedes Kind in einer anderen Schule/Betreuung, dünn wie ne Zaunlatte, immer auf Turbo, und trotzdem immer den Jungs voll zugewandt, jedes kleine Kümmernis ernst nehmend und mit dem Satz meiner Mutter im Ohr "die armen Kinder, da haben sie schon sowieso Probleme (Scheidung) und dann sollen sie auch noch im Haushalt arbeiten, das habt ihr nie gemusst" - und so habe ich alles, wirklich alles alleine gemacht, nun ja, sie mussten helfen, Einkäufe aus- und wegzuräumen, das war es dann aber auch schon.

Und mein damaliger (gut bezahlter) Arbeitsplatz (Geldmangel gab es damals immerhin keinen) war auch eine verantwortungsvolle, leitende Position in einem Industriebetrieb in meinem studierten Beruf als Diplom-Betriebswirtin, voller ständiger neuer Anforderungen, schwieriges Betriebsklima….und anstrengend und belastend.

Nun ja, ich komme mal auf den Punkt: wegen dieser vielen kleinen Unterbrechungen im Tagesablauf, wobei ich mich immer bemühte (meist erfolgreich) mit den Kindern Geduld zu haben, führten zu einer eigenproduzierten Idee, mir eine Liste in den Flur zu hängen mit "Dingen, die ich in 5 Minuten erledigen kann", damit diese Zeit nicht ungenutzt blieb, das konnte ich mir organisatorisch eigentlich nicht erlauben, so einen Müßiggang.

Was da drauf stand, weiß ich heute nicht mehr so genau, wahrscheinlich sowas wie:

Müllbeutel rausziehen und verknoten und für später bereitstellen, neuen Beutel rein
Handfeger nehmen und ein paar Treppenstufen ins Obergeschoss fegen
In den Kühlschrank spähen, ob da was lange Abgelaufenes drinsteht
Von den Topfpflanzen abgefallene Blätter aufsammeln und weg
usw. usw.

Das ging über Jahre so...wundert es irgend jemanden, dass ich am Ende dieses Jahrzehnts einen massiven Nervenzusammenbruch hatte, der zu einem halbjährigen Krankenhausaufenthalt führte?

Ich blieb allerdings nur 14 Tage stationär, weil ich die Kinder nicht länger in anderer Betreuung lassen wollte, und war dann in einer Tagesklinik, von Oktober bis zum März des Folgejahres. Noch heute bin ich der Krankenkasse und der AWO dankbar für die Unterstützung, die mir damals zuteil wurde, man stellte uns eine Art Tagesfrau, für den Haushalt und die Kinder.

Ich rappelte mich nochmal auf, wechselte den Arbeitgeber, schon immer ein Stehauf-Frauchen machte ich dort sogar nochmals Karriere...mit Mitte/Ende 40 fast ein Kunststück.
Heute dagegen ist mein Leben gänzlich anders, sehr viel weniger Geld, aber auch sehr viel weniger Stress, die Jungs erwachsen und ich bin zufrieden und gelassen, so wie es ist ist es gut.

Ein Beitrag ohne Fotos? Mag ich nicht...da ich keine aus dieser Zeit habe, dann halt zwei meiner Scrapbooking-Layouts aus 2003 und 2005 (sehr blumig, war mal Mode), 2003 glaubte ich sogar an neues privates Glück, 2005 (ich glaube, man sieht es...) ging diese Hoffnung dann schon wieder zur Neige. Heute bin ich 100%iger freiwilliger Für-immer-Single.






Montag, 16. Juli 2018

12tel Blick - schwieriger als gedacht! Und ein Beitrag ist verschwunden....

[Dieser Post enthält durch Links zu externen Seiten, durch Fotos und Firmen- und Produktnennungen Werbung, die ohne Auftrag, ohne Sponsoring und ohne Bezahlung erfolgt]

Ich weiß doch ganz genau, dass ich schon darüber schrieb, dass ich gerne an der 12tel-Blick-Aktion teilnehmen möchte!
Und es gab auch Kommentare dazu! Ich bin doch nicht verrückt! Also nicht komplett...

Trotz intensiver Suche, auch innerhalb des Blogs, finde ich diesen Beitrag nicht mehr! Das gibt es doch nicht....

Naja, alles Lamentieren hilft nicht, er ist ins Nirwana verschwunden, wie auch immer das möglich gewesen sein mag...

Damals hatte ich auch mehrere Fotos eingestellt und geschrieben, dass ich mich nicht entscheiden kann...mittlerweile habe ich das aber getan und mich zum einen für den barocken Ludwigsplatz in Saarbrücken, zum anderen für die Wiese vor dem Büro entschieden, und hier sind - ganz unperfekt!!!! - meine beiden ersten 12tel-Blicke:


auf dem ersten Foto ist gerade Wochenmarkt, auf dem zweiten ist eine Zeichenklasse der Hochschule für Design, die gerade ein paar Meter hinter der Kirche liegt, eifrig zugange (alle Gesichter unkenntlich gemacht)



Ich übe noch an der Exaktheit - ein Raster zu Orientierung konnte ich in meiner Kamera bis dato nicht entdecken - die erste Collage geht ja gerade noch, bei der Wiese stimmen aber die Großenverhältnisse nicht...sorry






Donnerstag, 12. Juli 2018

Premiumwanderweg Litermont-Gipfel-Tour - am 1. August 2015

[Dieser Post enthält durch Links zu externen Seiten, durch Fotos und Firmen- und Produktnennungen Werbung, die ohne Auftrag, ohne Sponsoring und ohne Bezahlung erfolgt]

Jetzt kommt wieder die Beschreibung einer früher gegangenen Tour, als ich diesen Blog noch nicht hatte.

Die Litermont-Gipfeltour war "Deutschlands schönster Wanderweg 2007", und auch 8 Jahre später hatte er nichts von seiner Schönheit eingebüßt. Ich bin ihn zweimal gegangen im Abstand von einem Jahr, und eigentlich könnte ich ihn auch nochmal gehen...wenn ich mal wieder gesund sein sollte.


Auf 9 oder 10 km (die Angaben weichen ab) bietet er satte 94 von 100 Erlebnispunkten (!), das ist schon eine Ausnahmebewertung und er hat auch wirklich von Anfang bis Ende eine große Abwechslung und jede Menge Highlights zu bieten. Eine Kette von Naturerlebnissen, die man in der Konstellation so nicht allzu häufig antrifft.

Blickt man auf die Karte vom Saarland, so bewegt man sich diesmal nach links, also Richtung Westen auf Frankreich zu, die Tour beginnt in Nalbach (35 km von Sbr.), im Tal der Prims. Ein kleiner Ort, der vor 10 Jahren bundesweit traurige Berühmtheit erlangte, als er vom schwersten Bergbau-Erdbeben der Stärke 4 getroffen wurde, wobei Rathaus und Kirchturm beschädigt wurden und die Bevölkerung schockierte.
Aber all das darf man auf dem herrlichen Wanderweg getrost mal vergessen.

Start ist auf einem Waldparkplatz, man geht nur wenige hundert Meter und trifft schon gleich auf den ersten Erlebnispunkt, den man zweifach genießen kann: das Froschparadies!



Man steht auf einer Anhöhe und schaut hinab auf ein Biotop in einer ehemaligen Sandgrube, kann auch auf einer Sinnenbank den Ausblick genießen (Fläche ist größer als es hier optisch den Anschein hat)



Dann geht es steil hinab in dieses Tal auf einer Art Treppenweg mit vielen, vielen Holzstufen, das Tal ist zu jeder Jahreszeit wunderschön und man sollte unbedingt den Schnabel halten, sonst verpasst man was! Nämlich vor allem die Fröschlein.
(Bei meiner zweiten Tour trampelten hier 5 Wanderer laut quatschend und im Eilmarschschritt hindurch...ich kann sowas immer nicht fassen! Dann können sie ja auch auf der Autobahn wandern...)

Man darf diesen "Holzweg" nicht verlassen, um nichts zu beschädigen.


Die Vegetation in diesem ehemaligen Steinbruch ist schon besonders, u.a. gibt es auch Heidekraut, Erika:




Ich hatte so ein Glück an diesem Tag, die Sonne stand genau richtig auf die Wasserflächen, so dass es Stellen gab, an denen die neongrünen Fröschlein sich ruhig sonnten - ich stand lange Zeit gebannt da und schaute ihnen zu, schon die leiseste Bewegung und das Klicken des Fotoapparats brachte sie in Bewegung, husch, waren sie weg, aber kamen nach einiger Zeit dann doch wieder. Einen hab ich gut erwischt








Auf der anderen Seite des Froschparadieses geht es wieder steil auf die obere Kante hinauf

Langgezogener Holzsteg am wildromantischen Piesbach und danke für die Info!





Später dann erreicht man einen  Aussichtspunkt mit Bänken, hier beginnt der Wegteil "Maldix-Wilderer-Trail, Maldix war der Sage nach ein bitterböser Jagdaufseher des Grafen, und als er - Gipfel seiner Missetaten - den zur Treibjagd verpflichteten Bauern den Kirchgang verweigerte und einen Alten schlug, wurde er von einer riesigen Wildsau entführt und spukt seitdem herum - ich bin ihm nicht begegnet.
An dieser Stelle hat man eine erste fantastische Aussicht bis ins Tholeyer Land und bei guter Sicht sogar bis Saarbrücken.






Ein Teil des Weges führt nun über Streuobstwiesen und ich konnte die guten Fall-Äpfelchen nicht dort verkommen lassen, habe sie den ganzen Weg mitgeschleppt und später verarbeitet.







Wie so oft im so grenznahen und krieggeplagten Saarland kommen wir an einem gesprengten Westwall-Bunker vorbei samt Infotafel und Ruhebank (mit Bänken für Müde oder Rastfreudige ist der Weg übrigens gut bestückt).






Dann beginnt die Phase des Aufstiegs zum Litermontfelsen, zuerst einen steilen Waldhang hoch, wo man (erstmals) wählen kann zwischen leicht und schwierig. 



Von da ab geht man auf schmalem Pfad ein langes Stück entlang







dann kommt man an die Abbruchkante eines ehemaligen Steinbruchs - oder war es eine Sandgrube? Ich habe zwar versucht, das zu knipsen, ich fürchte, man kann die Tiefe nicht wirklich erkennen...



gleich zwei Warnschilder für die ganz Unvernünftigen...


wer mag, kann sich hier vor dem Aufstieg noch auf einer Bank ausruhen, dann geht es ab in die Felsen






Auch hier hat man wieder die Wahl zwischen einem leichteren und einem schwereren Weg, der schwerere ist mit Seilen gesichert
ich bin alleine unterwegs und nicht wirklich trittsicher, klar gehe ich nach links, ich will ja keine Suchmannschaften beschäftigen




Bevor ich hoch zum Gipfelkreuz gehe, besuche ich noch den Weidendom, 2015 ist der noch quasi im Aufbau, heute sicher schon weiter belaubt und fortgeschritten


man kann da heiraten, wenn einem der Sinn danach steht (ich würde ja, ehrlich gesagt, auch noch ein drittes Mal heiraten, wären nicht meine Ansprüche ins völlig Abnorme gewachsen, ein zukünftiger Partner müsste eine unmögliche Mischung sein aus: wild wie Worf von der Enterprise, sexy wie Dermot Mulroney in seinen Vierzigern, goldig und anschmiegsam wie Theodore von den Chipmunks und überlegen intelligent natürlich noch dazu, ausgestattet mit einem enormen Allgemeinwissen, am besten noch hätte er ein Diplom in Geologie oder Archäologie, und er dürfte niemals auf die Straße spucken und keine Uraltwitze erzählen, bisschen Geld könnte auch nicht schaden, aber das nur nebenbei 😎😎😎)








nachdem ich mich von der Aussicht gelöst hatte, ging ich weiter wieder Richtung Wald, zum Felsmassiv "Mondsteine", wo sich eine keltische Kultstätte befand


 schon fast gegen Ende der Tour geht es die sogenannte Himmelsleiter hinab, dies ist nur ein Teil davon im Rückblick, die anderen Bilder find ich nicht mehr, ein Teil der Leiter besteht aus dicken Baumstämmen, in die Stufen hineingesägt wurden (und ich kann noch nicht mal ausschließen, dass diese Treppe sich in einem anderen Bereich des Weges befindet..ist ja auch egal, aber die gespeicherten Fotos wollen mir partout keine Zeitangaben mehr anzeigen, ich kann sie nicht sortieren)



Zwischendrin in einer Waldpartie gibt es noch einen Platz mit Holz-Kunstwerken eines Künstlers aus Bayern, der diese mit der Kettensäge geschaffen hat





Die Bilder vom letzten Wegstück, wo es durch eine Schlucht geht, finde ich leider nicht mehr...