Dienstag, 10. März 2015

Noch nicht Frühling - aber auch kein richtiger Winter mehr, da muss man schon genauer hinschauen: die Hirn-Gallenbergtour an einem frühen Märztag

[Dieser Post enthält durch Links zu externen Seiten, durch Fotos und Firmen- und Produktnennungen Werbung, die ohne Auftrag, ohne Sponsoring und ohne Bezahlung erfolgt]

Der 9. März 2015 ist Weltfrauentag und der erste warme Tag in diesem Jahr - Temperaturspitzen um die Mittagszeit um die 15 Grad. Es gibt aber noch kein frisches Grün draußen, noch keine Knospen sind aufgesprungen, es ist sehr herb, kahl und ohne Schnee auch nicht schön-winterlich. Da muss man sich schon ein wenig anstrengen, um die doch vorhandenen Schönheiten und interessanten Sachen am Wegesrand zu entdecken.

Start in Wallerfangen-Rammelfangen am Wanderparkplatz Waldstraße - ein Blick zurück zum Parkplatz, der heute bis auf das letzte Eckchen besetzt ist. Daraus ergibt sich später auch, dass ich mehrfach am Wegesrand stehenbleibe und lärmende Gruppen vorbeiziehen lasse, ich kann die Natur nicht genießen bei so viel Ablenkung und suche eher die Stille.



Das einzige Grün stammt von Moosen, Efeu und Misteln.

Hier wächst ein "neugeborener" Mistel, er ist noch klein gegenüber den zum Teil riesigen, die an vielen Bäume hier schmarotzen



dieser Baum hier hat besonders viel zu tragen



was im Herbst bei noch vorhandenem Laub nicht auffiel: wie auch bei Oppig-Grät-Weg gibt es hier einheimische Lianen! Diese sind keine Schmarotzer, sondern haben ihre eigenen Wurzeln, interessanterweise hängt die Drehrichtung von Lianen davon ab, auf welcher Welthalbkugel sie wachsen. Sie nutzen andere Pflanzen lediglich als "Träger", um ans Licht zu kommen



genug Fantasie, um sich vorzustellen, wie dieser Bachlauf mit Wasser gefüllt und von Grün umgeben ist?







das ist nett an diesem Weg: immer wieder Anzeigetäfelchen, welchen Wegkilometer man gerade bewältigt hat



ist das da eine Felswand? Muss ich irgendwann mal erkunden...


Wer gab wohl Anlass, dass sein Grabstein hier in Stücken entsorgt wurde???




Geht man den Weg im Uhrzeigersinn, was ich diesmal tat, erreicht man schon bei etwa Kilometer 2 den "Gipfel" mit der Aussichtsplattform, Rundumfotos habe ich mir diesmal erspart, weil die Sicht nicht richtig klar war



Manche mögen Wurstbrote für unterwegs, ich lieber Obstsalat





es geht bergab in Richtung alter Weinberg und der Schlucht, Blick zurück zur kleiner werdenden Plattform



was ihn wohl in seiner Jugend so eingezwängt hat???



Wenn es keine Blüten gibt, kann man auch die Schönheit von Flechten, diesen überlebenskünstlern, mal wahrnehmen






Eigentlich wollte ich ja diesen winzigen Schößling da im Astloch knipsen, erst da entdeckte ich die Rossameisen-Kolonie, die fleißig mit ihrem holzschädigenden Handwerk beschäftigt waren



hier geht es los mit den 150 Stufen durch den aufgelassenen Weinberg, hinunter zur Schlucht


Was ist das hier, was wie haarige, riesige Raupen sich um die Bäume herumwindet? Ich weiß es nicht





der Rastplatz ist diesmal überschwemmt, das Wasser rinnt von überall her, ein schönes Plätscherkonzert


Alien oder Alge? Das wächst hier an der nassen Wand, von der es rinnt und tropft



Zeit sich zu sputen, denn schon geht langsam die Sonne unter..... Blick zurück auf Rammelfangen, das man etwa in der Hälfte des Weges durchquert


denn ich hab noch:


Tatsächlich, da hinten in weiter Ferne, das ist die Aussichtsplattform von vorhin!



Samstag, 21. Februar 2015

Steine in Saarbrücken - so oft unbemerkt daran vorbeigelaufen....

[Dieser Post enthält durch Links zu externen Seiten, durch Fotos und Firmen- und Produktnennungen Werbung, die ohne Auftrag, ohne Sponsoring und ohne Bezahlung erfolgt]

Vor einigen Tagen las ich in der Saarbrücker Zeitung einen Hinweis auf den heutigen "Weltstadtführertag" und dass es anlässlich dessen eine Sonderführung vom Rathaus aus Richtung St. Johanner Markt zum Thema "Steine" geben würde.

Das interessierte mich und ich lernte dabei, dass man gut und gerne 35 Jahre an interessanten Dingen vorbeilaufen kann, ohne sie je bewusst zu wahrzunehmen.

Ich stelle darum hier einige Beispiele vor, was mir im Verlauf dieser Führung "neu" begegnete, obwohl es schon z.B. seit 1978 rund um den St. Johanner Markt zu finden war.

Es ist allerdings nur ein kleiner Abriss, da ich keine Lust auf einen großen Beitrag habe *g* - es gab ungefähr das 10fache von dem zu Sehen, was ich hier einstelle.

Am meisten überraschte mich ein Stein vor der schönen Basilika. Steht man vor dem Portal dieser Kirche (übrigens: unbedingt die beiden wundervollen Handläufe anschauen!), so befindet sich rechts davon eine recht große Bildhauerarbeit in Form eines geschlossenen Buchs, diese kannte ich schon lange, da alle meine Kinder auch gerne auf ihr herumturnten.

Das ist das dicke Buch (eine Bibel?)





aber noch nie aufgefallen ist mir dieser links davon positionierte, eher bescheidene daherkommende Stein, der aber ein mathematisches "Geheimnis" in sich birgt, und zwar ist er die Nachbildung eines sogenannten "Polya Stöpsels", das ist ein Körper, der sowohl die Form Kreis als auch Dreieck oder Quadrat vollkommen abdichten könnte, wenn man ihn in eine entsprechende Öffnung hineinstöpseln würde. Ersonnen wurde dieses geniale Teil von einem ungarischen Mathematiker namens Polya, und der Stein hier wurde von einem japanischen Künstler namens Hiroshi Mikami geschaffen anlässlich eines Bldhauersymposiums 1978:



unmittelbar neben diesem Stein - auch nie bemerkt - ist die Pflasterung kreisförmig angelegt mit einem Metallsymbol in der Mitte, Hinweis auf eine Kapelle, die hier vor der Errichtung der Basilika stand



Ebenso eine Pflasterung mit Bedeutung ist eine Schlangenform in der Kaltenbachstraße, die ich leider vergaß zu fotografieren, werde ich aber noch nachholen. Hier wurde der ehemalige Bachlauf des nicht mehr existenten Kaltenbaches nachgeformt.

Auf der Rückseite der Stadtgalerie stehen diese interessanten Exemplare, die Stadtführerin interpretierte das Runde als die Linien, die ein ins Wasser geworfener Stein bildet und das Netzförmige als Wege von und nach Saarbrücken, mich allerdings erinnert es mehr an das außerirdische Ding, das bei "Alien" dem Astronauten auf dem Helm klebt... :-)




Rechts vom Restaurant Tante Maja am St. Johanner Markt steht der sogenannte "Wunschstein",  eine der Teilnehmerinnen an der Führung sprach mit aus der Seele als sie sagte, dass sie schon hundertemale über den Markt ging, aber nie diesen Stein gesehen hat.


Mittwoch, 4. Februar 2015

Deutsch-Französischer Garten in Saarbrücken - an einem Wintertag

[Dieser Post enthält durch Links zu externen Seiten, durch Fotos und Firmen- und Produktnennungen Werbung, die ohne Auftrag, ohne Sponsoring und ohne Bezahlung erfolgt]




gefrorener Bachlauf


 Das deutsch-französische Café - verströmt noch den Charme der Gründerjahre des Parks ;-)
aber sehr nettes Personal!


Das sogenannte Ehrental, hier liegen Gräber von Kriegsteilnehmern des deutsch-französischen Krieges von 1870/71


ein besonderer Platz gebührt "Schultze Kathrin", vollständiger Name Katharine Weißgerber (unsere Schule im Ort ist nach dieser wahren Heldin der Herzen benannt). Mitten im Kampfgetümmel und Kugelhagel kümmerte sie sich mutig und selbstlos um Verwundete und Sterbende, und zwar ohne (!) Ansehen der Nationalität!
Das "heldenmütige Mädchen" - sie war allerdings 52 bei den Geschehnissen, aber da sie unverheiratet geblieben war, galt sie halt als Jungfrau, starb jedoch leider in Armut - erst nach ihrem Tod wurde ihr wieder Ehre zuteil. Schade...



und hier ruht ein Förster mit einem superbuschigen Bart, bewacht von einem sinnenden Engel



Der Deutschmühlenweiher im Park war komplett zugefroren bis auf einen kleine Stelle vor der Wasserorgel, und dort tummelten sich unter großem Geschrei und dauernden Revierkämpfen alle Arten von Federvieh, kleine und größere Enten, Gänse und Schwäne, dazwischen ein paar mutige Tauben

(im Hintergrund übrigens links das Hotel "Victor's", wo schon Michael Jackson anlässlich eines Konzerts in Saarbrücken übernachtet hatte), rechts die Spielbank



der Vorteil: man konnte so nah wie sonst nie ans Geflügel:








Burbacher Waldweiher an einem Februartag