Sonntag, 3. April 2016

3. April 2016: Besichtigung des weltweit höchsten Bergbauförderturms in Göttelborn

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Für das Jahr 2016 habe ich mir fest vorgenommen, sämtliche Ausflüge und Wanderungen hier im Blog festzuhalten, für 2015 weiß ich nur noch von einem Teil, wo ich überhaupt war, das soll dieses Jahr nicht wieder passieren.

Einer Notiz in der Saarbrücker Zeitung folgend fuhr ich heute früh zur Adresse Am Campus 2 oder (für ältere Navis) Am Schacht 7 zum Parkplatz vor dem Café Flöz in Göttelborn, dieses Café ist die ehemalige "Kaffeeküche" der Bergleute gewesen. Die Entfernung von Saarbrücken beträgt circa 17 km und die Anfahrt lohnt sich!

 

Eine Gruppe von vielleicht 70 Personen scharrte schon mit den Hufen, als die Führung dann kurz nach 10 losging. Ich hatte das Glück, zu der Gruppe der ersten 30 Personen dazu zu kommen, die über das ehemalige Grubengelände zu dem "weißen Riesen" laufen durften. Die Beschränkung auf einen kleineren Kreis war notwendig, weil zum Einen im Turm selbst in Zehnergruppen mit einem Aufzug auf die Plattform hochgefahren werden muss (die Treppen gelten nach heutigem Sicherheitsstandard als nicht ausreichend gesichert) und zum Anderen sich oben auf der Plattform vernünftigerweise auch nicht mehr als die genannte Personenzahl aufhalten sollten.

 


 


 

Ein Großteil der vielen Gebäude auf dem ehemaligen Grubengelände ist saniert und modernisiert und wird auch genutzt, unter anderem vom Bundesamt für Steuern, von der Hochschule für Technik und Wirtschaft und von IT-Firmen, zum Glück allerdings gibt es auch noch einige schön-morbide Ansichten wie hier die ehemalige "Kohlenwäsch":

 

Faszinierend fand ich auch diesen endlos langen Gang, durch den die Bergleute, nachdem sie sich umgezogen und in der Lampenstube ihre Grubenlampen geholt hatten, zum Förderkorb gingen, um in die Grube einzufahren - wieviele werden dabei daran gedacht haben, ob sie das Tageslicht wiedersehen werden, oder waren sie so sehr daran gewöhnt, dass solche Gedanken gar nicht mehr aufkamen?

 

 

links sieht man diesen Laufgang von außen:

 

und hier von unten drunter:



weiter ging es auf dem Weg zum Turm:

 









Entsprechend der Größe der Gruppe gab es einige Wartezeit und bei mir auch einen winzigen Moment des Zögerns, sich in den bis zur Maximalauslastung "befüllten" eher kleinen Aufzug dazuzustellen, aber egal, ich will ja da hoch!



Blick nach oben im Turm



Hier geht es dann endlich raus auf die Plattform, und obwohl das Wetter nicht gerade den besten Blick bietet, hat man doch eine fantastische Aussicht

 


Dieses große schwarze Feld beherbergt Hunderte von Solarkollektoren, die 350 Haushalte mit Strom versorgen - auf dem Gelände konnte man nicht bauen, da dort der Untergrund durch jahrzehntelange Aufhäufung von Schlamm zu weich ist für Belastungen



Blick auf die beiden anderen Fördertürme, wesenlich kleiner allerdings







Hier sieht man die zugänglich gemachte, bewanderbare Bergehalde mit dem kleinen Teich obendrauf, im letzten Herbst war ich mal hier und werde auch wieder hingehen, allerdings bei schönerem Wetter



Eine historische, denkmalgeschützte Bergbausiedlung, mit Häusern für die Beamten, im Volksmund - so wurde uns erklärt - auch "Klavierviertel" genannt, da man früher hier die sogenannten höheren Töchter  Klavier spielen hören konnte





Wie winzig die Personen da unten erscheinen, immerhin sind wir auf 74 Metern Höhe, Gesamthöhe des Turms ist 90 Meter.



Wenn es erlaubt wäre - was es nicht ist *g* - könnte man durch diese Klappe in den oberen Teil des Turms klettern, ob man sich da oben dann allerdings noch wohlfühlen würde, ist eine andere Frage 







Nach etwa einer halben Stunde ging es dann portionsweise - wegen des kleinen Aufzugs - wieder nach unten, nun ist auch Muße, mal zu stehen und das Teil von unten her genauer zu betrachten, oben auf der Plattform sieht man winzig kleine Menschen am Geländer stehen und die Eingangstür unten zeigt auch die Proportionen

 


 

 

Hätte es jetzt nicht sachte zu tröpfeln angefangen, wäre ich vielleicht doch noch auf die Halde gewandert, aber so, nein, da mache ich mich auf den Rückweg und erfreue mich unterwegs zum Parkplatz noch an dem Charme zerfallender Industriearchitektur - könnte man sich dies nicht wunderbar als Kulisse für einen Zombiefilm oder sonstige Monster vorstellen?









Ich meine, während des Vortrags bei der Führung gehört zu haben, dass es immer wieder mal hier eine Führung gibt, da wäre ich sofort wieder dabei und hoffe, dann auch blauen Himmel und noch bessere Aussicht zu erwischen.

Freitag, 9. Oktober 2015

Schwarzenbergturm Saarbrücken

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30.09.2015

Gar nicht so leicht zu finden, da es erst kurz bevor man den kleinen Parkplatz erreicht überhaupt einen Hinweis gibt, zumindest von der Seite, von der ich kam.

Man fährt Richtung Kobenhüttenweg und orientiert sich an den Hinweisen auf das Schwimmbad, dann kommt auch ein kleiner Holz-Wegweiser, der auf den Turm hinweist.

Man geht etwa 1-2 km durch den Wald - auf dem Weg findet man übrigens im Herbst Esskastanien! - und erreicht dann den Turm sowie einen Picknickplatz zu dessen Füßen.

















Dienstag, 6. Oktober 2015

Premiumwanderweg Saarhölzbachpfad

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Ein Premiumwanderweg mit 64 Punkten von Wanderinstitut bewertet, die Längenangaben schwanken zwischen 12,6 km und 13,1 km Länge, gegangen bin ich ihn Anfang September.

Er ist sehr schön und urwüchsig, erstes Etappenziel ist der Hundsweiher, danach geht man quer an einem baumbestandenen Berghang entlang, links gehen moosbewachsene Geröllhalden ins Tal, rechts hat man Felsformationen, zweites Ziel ist dann die schöne, von einem Ortsverein erbaute überdachte Aussichtskanzel mit Tischen und Bänken und schöner Aussicht auf die Saar, danach wandert man durch ein herrliches Naturschutzgebiet.


Der Weg beginnt so:



Der idyllische Hundsweiher


Die Aussichtskanzel





den Weg werde ich gerne nochmals gehen, dann werde ich aber auch in diesem hübschen Café am Ortsausgang einkehren!


Sonntag, 4. Oktober 2015

Straßburg ist eine Reise wert

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Ich fuhr mit meinfernbus.de an einem normalen Wochentag nach Straßburg. Vier Stunden Zeit hatte ich, um mir die Plätze anzuschauen, auf die ich mich vorher im Internet schon vorbereitet hatte - aber ich habe nur einen Teil sehen können, die Zeit reichte dann doch nicht, zumal man praktisch alle Meter stehenbleiben könnte um Fotos zu machen, denn Motive gibt es hier in der Überzahl.

Tipp für die Ladies: vor allem im sehenswerten Stadtviertel "Petite France" gibt es extremes Kopfsteinpflaster, Schuhe mit guten Sohlen sind hier empfohlen, ich selber hatte lediglich Stoffschuhe an und habe dies nach Stunden arg bereut, man könnte das Pflaster eher als Katzenkopfpflaster bezeichnen, denn an vielen Stellen ragen quasi halbrunde Steine aus dem Boden - sehr passend zu den schönen alten Fassaden, aber mörderisch für die Füße.

Zum Essen sei der heimische Flammkuchen oder Flammenkuchen empfohlen, ich hatte einen mit Lachs darauf, hauchdünner Boden, nicht zu viele Zwiebeln, sehr lecker!

Meine Fotos habe ich dieses Mal wegen der Menge in Themen-Collagen gepackt, beginnend mit einzelnen, besonderen Häusern:




Häufig öffnet sich beim Bummeln der Blick in schmale, enge Gassen und Durchgänge:




Obwohl manchmal - natürlich, auch hier blieb die Zeit nicht stehen - eine Häuserzeile auch von einem moderneren Gebäude unterbrochen wird, gibt es eine Vielzahl an spektakulär schönen Fachwerk- und anderen herrlichen Fassaden:



bitte mal auf die Reihen von Dachfenstern im unteren rechten Bild schauen:




Dieses heitere Kaffeekränzchen sah ich in der Nähe der Bootsanlegestelle an der Ill, auch um das Münster herum stehen einzelne "Personen", von wem sie stammen, habe ich nicht herausgefunden


Mitten durch die Stadt fließt die Ill, eine Stadt mit einem Fluss hat doch immer etwas Besonderes, finde ich.
Sucht man das Viertel "petite france", braucht man nur der Ill zu folgen, als ehemaliges Gerberviertel ist dieses natürlich am Fluss angesiedelt






Kommt man durch eine der schmalen Seitenstraßen, eröffnet sich plötzlich der Blick auf das gigantische Münster, der rechte Turm wurde nie fertiggestellt.
Eigentlich wollte ich noch auf den linken Turm steigen, aber die Zeit reichte nicht aus, nächstes Mal!


Hier einige Stadtansichten:





Die Schaufenster und Auslagen bieten auch vielfältigen Augenschmaus - von den überall herumhängenden Plüsch-Störchen mal abgesehen, der Storch ist hier halt ein Wahrzeichen und wird großzügig vermarktet, das sieht allerdings eher nach Kirmes aus und war kein Foto wert, dafür aber dies hier:





Die elsässische Sprache wird sehr hochgehalten, ähnlich wie das Luxemburgische. Die Straßenschilder sind zumindest in der Innenstadt, wo ich war, alle zweisprachig.



Türen und Tore könnte man auch reihenweise fotografieren, hier 3 exemplarische Beispiele




Mein Mittagessen :-)



Als ich im Altstadtviertel auf dieser Brücke stand, wurde ich  weggescheucht - auf Französisch, meines ist sehr eingerostet, ich verstand nicht auf Anhieb, was los war -, es wurden Ketten auf beiden Seiten der Brücke aufgehängt um sie abzusperren,  und dann begann sie sich zu drehen - um einem ankommenden Touristenschiff die Durchfahrt zu ermöglichen!



Vorsichtshalber traf ich sehr früh wieder am Busbahnhof an der Place de l'etoile ein, und so schaute ich mal noch kurz in das Einkaufszentrum Rivetoile hinein, etwas merkwürdig war, dass man zuerst mal durch eine breite Passage läuft, wo rechts und links bloß mit Sperrholzwänden verkleidete Ladenfenster sind, man kommt durch ein Glasportal, es geht weiter so, keine Läden...noch ein Glasportal .... und dann sieht man eine eeeendlos lange Passage hinunter, also dafür hatte ich dann doch weder Zeit noch Lust, aber wenn ich nochmal hierher komme, bummele ich vielleicht auch mal durch, ich habe mir mal den Lageplan fotografiert, das Ding ist riesig und offenbar über 3 Etagen!!!
Vermutlich ist dies hier eher die Rückseite, oder? Denn auch auf dem Plan sieht man: im vorderen Teil gähnende Leere! Seltsam...


Und tschüss!