Montag, 2. September 2019

31.8./1.9.2019: Kurztrip nach Bayrisch-Franken

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Wie schon auf dem Abnehmblogbeschrieben, kamen Sohn3 und ich ganz plötzlich und unverhofft zu einer Einladung für das Wochenende nach Bayrisch Franken.

Wir kamen umständehalber erst Samstagabend an, für Sonntag war dann aber ein richtiger Ausflug auf dem Programm, und zwar ins wunderbare  Fränkische Freilandmuseum Bad Windsheim.

Es beherbergt auf weiter Fläche um die 100 Gebäude, alles Originale, da an ihrem ehemaligen Standorten abgebaut, hierher versetzt und somit gerettet und erhalten wurden. Alle sind original eingerichtet und ein Besuch hier ist wie eine Zeitreise, zumal man weder Plastikmülleimer noch Drahtzäune oder Ähnliches findet, alles ist so, wie es früher auch war, z.B. auch die Umzäunungen der Viehweiden und zahlreichen Bauerngärten.
Im Bach schwimmen fette Karpfen, es wird echte Landwirtschaft betrieben und auch Viehhaltung.

Ich habe anfangs viel fotografiert, aber bei 100 Gebäuden kann man sich vorstellen, dass ich doch bald erlahmte und nur mal noch ein hübsches Fenster oder einen Türstock knipste. Ich reihe mal auf:
















Küchen waren früher duster und klein










Der Bach zieht sich durchs ganze Gelände und ist voller dicker Karpfen!







In diesem Haus war ein Raum, in dem man sich die Mühe gemacht hatte, alle Bewohner aufzulisten ab 1697, die seit da in diesem Haus gewohnt hatten, für jeden hängt eine Fahne von der Decke und diese zeigt einen Kurz-Lebenslauf der Person, erschreckend, wie die Kinder wegstarben, und wie so manches Schicksal einem heute wirklich schwer vorkommt, und die hatten keine Therapeuten...

z.B. ein junger Mann musste mit 22 Jahren, als seine beiden Eltern kurz hintereinander starben, den Hof übernehmen und dazu seine sämtlichen jüngeren Geschwister versorgen, da würde heute das Amt beispringen...








und das hier, das ist ein Stall! Mit so einer prächtigen Decke!


einem Vogel gefiel es hier auch


und so wurden diese Gewölbe gebaut und dann drüber verputzt








und hier wohnten die ganz Armen, die kein Land hatten und sich verdingen mussten



Nun kommt der Bereich "Mittelalter" - in diesem Haus (von 1367!!) mit dem Riesendach saß ich vor ca. 30 Jahren mal zu einem Mittelalter-Konzert, Mann und Kleinkind (heute Sohn1) blieben im Ferienhäuschen, und da begann ein Gewitter, spürbar allen war mulmig unter diesem Riesen-Strohdach, aber die Musikaten leierten und sangen tapfer weiter, und das Unwetter ebbte ereignislos ab, puh, das war auch mal ein Erlebnis!












ein vorher-nachher-Vergleich:













und auch hier, vorher-nachher:










schön, diese alten gewölbten Brücken, auf einer stand eine Familie und hatte Brotstücke dabei, der Kampf zwischen Enten und den dicken Karpfen war spannend! Aber auch schwer einzufangen




gegen 16 Uhr fuhren wir wieder Richtung Heimat, da alle außer mir (freu!) am Montagmorgen zur Arbeit mussten - ich hab noch eine Woche Frist, aber schon von einigem Unguten von der Arbeit gehört...Leute, die gekündigt hatten und so weiter, naja, das schieb ich mal noch von mir weg