Nun ist der ersehnte Frühling da, und das Grün explodiert förmlich vor sich hin, darauf habe ich mich seit Monaten gefreut - und warum kommen da jetzt keine Wanderberichte?
Denn eigentlich wollte ich mir Fitness für den Herbsturlaub anlaufen, und außerdem zieht es mich mächtig in die Natur.
Aber: seit Anfang April habe ich Schmerzen im linken Fuß, sie kommen und gehen, mal kann ich kaum auftreten und weiß nicht, wie ich mich vorwärts bewegen soll, mal sind sie fast weg und lassen hoffen...Eigenbehandlung mit Salben half nichts, dann war der Orthopäde im Osterurlaub, nun diese Woche endlich die Diagnose - an der ich allerdings Zweifel habe, da meine Symptome (vor allem die Taubheit der Haut) viel eher zum Tarsaltunnelsyndrom passen): Achillodynie.
Was das für die Zukunft bedeutet und ob das wieder weg geht, ist offen. Ich glaube, ich werde noch eine zweite Meinung einholen.
Sonntag, 23. April 2017
Donnerstag, 6. April 2017
Einzigartig: Trier! Die Römer haben echt nicht gekleckert...
[Dieser Post enthält durch Links zu externen Seiten, durch Fotos und Firmen- und Produktnennungen Werbung, die ohne Auftrag, ohne Sponsoring und ohne Bezahlung erfolgt]
Heute habe ich meinen Urlaub genutzt für einen Tagesausflug nach Trier - dort war ich seit Kindertagen zwar immer wieder mal, aber man kann es sich auch immer wieder anschauen und staunen!
An der A1 gibt es einen Parkplatz "Mehring", von dort hat man einen ersten Blick über das Moseltal
Da ich noch nicht Aussicht genug hatte, fuhr ich zuerst auf den Petrisberg, von dort hat man eine mehr als 180 Grad-Sicht auf Trier, und auch auf das Amphittheater, das am Fuß dieses Berges liegt
Dann zum Amphittheater, erbaut im 2. Jahrhundert n. Chr., schon der Eingang, auch ohne dass der frühere Bogenüberbau noch steht, ist imposant und viele Meter hoch
18.000 Zuschauer fanden hier Platz, rund um die Arena sieht man in der circa 2,50 - 3 Meter hohen Mauer die Öffnungen von Verliesen, in denen wilde Tiere und auch Menschen eingesperrt waren, bis sie in den Kampf geschickt wurden
aber die Arena ist auch unterkellert, auch dort Räume und Verliese, hier gab es Aufzüge, um die Gladiatoren und Tiere schnell nach oben zu befördern
Dann fuhr ich zu den Barbarathermen, auf die hatte ich mich besonders gefreut, als Studentin war ich hier mit meinem damaligen Verlobten durch die Gänge gewandert und tief beeindruckt, aber leider: sie können nicht mehr besichtigt werden!
Nicht sicher genug für Publikum, sehr schade, man sieht nur noch von oben auf die "Trümmer" aber ich habe einige Fotos von den Infotafeln gemacht die zeigen, welche Pracht hier einst geherrscht hatte - was für ein Wahnsinnsbau! Ich glaube, nirgendwo gibt es heute noch so etwas, und das sind jetzt nur die einen Thermen, es gibt ja auch noch die Kaiserthermen! Die habe ich mir gespart, da sie von einem Gerüst eingeschalt waren
Die Porta Nigra
das einzige von mehreren Stadttoren aus der Römerzeit, dass es noch existiert ist der Tatsache zu verdanken, dass nach der Römerzeit ein Eremit namens Simeon (daher auch der Straßenname Simeonstraße) hier lebte und als heilig galt, das Tor wurde zeitweise sogar zur Kirche umgebaut, einige nicht passende Verzierungen künden noch davon. Man kann es auch besteigen.
Mit dem Tor im Rücken gehe ich nun die Fußgängerzone entlang Richtung Hauptmarkt, ich könnte in Trier - wenn es denn nicht sonst schon so viel zu bewundern gäbe - viele Hundert wunderschöne Häuser aus dem 19. Jahrhundert und früher bewundern und fotografieren, aber hier nur das Besonderste stellvertretend für alle anderen:
das Dreikönigenhaus, ein wehrhafter Wohnturm, 1230 (!) erbaut - schaut mal die Eingangstüre im Obergeschoss, die nur über eine Zugtreppe betreten werden konnte und die bei Gefahr einfach eingeholt wurde, über die Türen unten konnte man nicht ins Gebäude gelangen
der Hauptmarkt
Auch mehr als einen Blick wert: die seitlich vom Hauptmarkt abführende Judengasse
Ebenfalls nur ein Seitensträßchen weit entfernt sind der Dom
und die Liebfrauenkirche
man findet in Trier auch noch nette kleine Geschäfte, die es nur hier gibt und keiner Kette angehören, hier nur 2:
Es gäbe noch sehr, sehr viel zu sehen, aber ich bin jetzt doch müde...
Auf der Rückfahrt ließ ich mich aber von der Autobahn locken wegen des Hinweises auf die Römische Villa in Longuich
als ich dort ankam, musste ich erst lachen - haha - so ein winziger Bau, das muss wohl eher ein kleiner Bauer gewesen sein, dem das gehört hat, vergleicht man mit den sonstigen Bauten römischer Landgüter
Aaaaber: dann sah ich die Infotafel und musste beschämt feststellen: was da steht, ist ja nur die linke Ecke (das ockerfarbige) eines weitläufigen Gebäudes inkl. eigenem Schwimmbad etc. pp. - und die Lage ist einfach 1 a mit dem Blick auf die Mosel und die gegenüberliegenden Weinberge
Heute habe ich meinen Urlaub genutzt für einen Tagesausflug nach Trier - dort war ich seit Kindertagen zwar immer wieder mal, aber man kann es sich auch immer wieder anschauen und staunen!
An der A1 gibt es einen Parkplatz "Mehring", von dort hat man einen ersten Blick über das Moseltal
Da ich noch nicht Aussicht genug hatte, fuhr ich zuerst auf den Petrisberg, von dort hat man eine mehr als 180 Grad-Sicht auf Trier, und auch auf das Amphittheater, das am Fuß dieses Berges liegt
Dann zum Amphittheater, erbaut im 2. Jahrhundert n. Chr., schon der Eingang, auch ohne dass der frühere Bogenüberbau noch steht, ist imposant und viele Meter hoch
18.000 Zuschauer fanden hier Platz, rund um die Arena sieht man in der circa 2,50 - 3 Meter hohen Mauer die Öffnungen von Verliesen, in denen wilde Tiere und auch Menschen eingesperrt waren, bis sie in den Kampf geschickt wurden
aber die Arena ist auch unterkellert, auch dort Räume und Verliese, hier gab es Aufzüge, um die Gladiatoren und Tiere schnell nach oben zu befördern
Dann fuhr ich zu den Barbarathermen, auf die hatte ich mich besonders gefreut, als Studentin war ich hier mit meinem damaligen Verlobten durch die Gänge gewandert und tief beeindruckt, aber leider: sie können nicht mehr besichtigt werden!
Nicht sicher genug für Publikum, sehr schade, man sieht nur noch von oben auf die "Trümmer" aber ich habe einige Fotos von den Infotafeln gemacht die zeigen, welche Pracht hier einst geherrscht hatte - was für ein Wahnsinnsbau! Ich glaube, nirgendwo gibt es heute noch so etwas, und das sind jetzt nur die einen Thermen, es gibt ja auch noch die Kaiserthermen! Die habe ich mir gespart, da sie von einem Gerüst eingeschalt waren
Die Porta Nigra
das einzige von mehreren Stadttoren aus der Römerzeit, dass es noch existiert ist der Tatsache zu verdanken, dass nach der Römerzeit ein Eremit namens Simeon (daher auch der Straßenname Simeonstraße) hier lebte und als heilig galt, das Tor wurde zeitweise sogar zur Kirche umgebaut, einige nicht passende Verzierungen künden noch davon. Man kann es auch besteigen.
Mit dem Tor im Rücken gehe ich nun die Fußgängerzone entlang Richtung Hauptmarkt, ich könnte in Trier - wenn es denn nicht sonst schon so viel zu bewundern gäbe - viele Hundert wunderschöne Häuser aus dem 19. Jahrhundert und früher bewundern und fotografieren, aber hier nur das Besonderste stellvertretend für alle anderen:
das Dreikönigenhaus, ein wehrhafter Wohnturm, 1230 (!) erbaut - schaut mal die Eingangstüre im Obergeschoss, die nur über eine Zugtreppe betreten werden konnte und die bei Gefahr einfach eingeholt wurde, über die Türen unten konnte man nicht ins Gebäude gelangen
der Hauptmarkt
Auch mehr als einen Blick wert: die seitlich vom Hauptmarkt abführende Judengasse
Ebenfalls nur ein Seitensträßchen weit entfernt sind der Dom
und die Liebfrauenkirche
man findet in Trier auch noch nette kleine Geschäfte, die es nur hier gibt und keiner Kette angehören, hier nur 2:
Es gäbe noch sehr, sehr viel zu sehen, aber ich bin jetzt doch müde...
Auf der Rückfahrt ließ ich mich aber von der Autobahn locken wegen des Hinweises auf die Römische Villa in Longuich
als ich dort ankam, musste ich erst lachen - haha - so ein winziger Bau, das muss wohl eher ein kleiner Bauer gewesen sein, dem das gehört hat, vergleicht man mit den sonstigen Bauten römischer Landgüter
Aaaaber: dann sah ich die Infotafel und musste beschämt feststellen: was da steht, ist ja nur die linke Ecke (das ockerfarbige) eines weitläufigen Gebäudes inkl. eigenem Schwimmbad etc. pp. - und die Lage ist einfach 1 a mit dem Blick auf die Mosel und die gegenüberliegenden Weinberge
Montag, 3. April 2017
Premiumwanderweg Teilrunde Warndt-Wald-Weg mit WOW-Ausblick (6,5 km)
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3. Wanderung 2017:
Wegen meiner kleinen "Gebrechen" und weil ich ja zudem auch alleine unterwegs bin (einzigster Moment, wo ich mir doch zwischendrin kurz mal wünsche, ein Mann zu sein...) traute ich mir nicht die gesamte Strecke zu, sondern ging einen improvisierten Rundweg von ca. 6,5 km vom Parkplatz an der Wildgehege-Jausenstation über die Aussichtsplattform über die französische stillgelegte Sandgrube zum Jagdschlösschen Karlsbrunn.
Und gleich vorweg: die Aussicht über diese riesige Sandgrube ist einfach fantastisch!
Aber ich will beim Anfang beginnen:
Auto parken auf dem Parkplatz direkt neben der L277, von hier sind es bis zu der angestrebten Aussicht 2,4 km, allerdings wird auf einer Extratafel (für Radfahrer) auf eine ordentliche Steigung hingewiesen
sehr hilfreich: unter jedem der Wegezeichen ist so eine kleine Tafel mit Informationen angebracht, das würde ich mir für andere Wege auch wünschen!!!
das Wildgehege streift man nur, zwei gelangweilte afrikanische Bergziegen schauen herüber
der Weg ist eher unspektakulär
diese Einschätzung endet abrupt, als ich an diesen Aufstieg komme, von weitem dachte ich noch "na, da möchte ich aber nicht gerne hochkraxeln müssen" - aber genau das ist der Weg :-)
ein kombinierter Weihnachts-/Ostereier-Baum (falls man es nicht erkennen kann, da hängen sowohl Christbaumkugeln als auch Ostereier dran)
nachdem das geschafft ist (ohne solche Herausforderungen wäre ein Weg ja auch langweilig...aber nun weiß ich auch, warum als Schwierigkeitsgrad "mittel bis schwer" angegeben ist) geht man durch eine hübsche Birkenallee, schon frisch begrünt
oh, so attraktiv hatte ich mir die Plattform gar nicht vorgestellt
und dann dieser Ausblick! Meine Fotos können das gar nicht voll zum Ausdruck bringen, man hat eine 180 Grad-Aussicht, einzig das Kraftwerk ganz im Hintergrund ist ein winziges Manko
Um die Größenverhältnisse deutlicher zu machen, hatte ich hier versucht, den Spaziergänger mit Hund, der da auf dem grauen Weg unterhalb der Halde geht, zu knipsen, aber er ist so klein, dass man ihn gar nicht erkennen kann - das ganze Sandgrubental ist riesig und sehenswert
nachdem ich mich sattgesehen habe, geht es, die Grube linkerhand, Richtung Karlsbrunn zurück
Bankdichte: nach dem Aufstieg gibt es zwei, und auf der Wegstrecke dann nochmals, und auch direkt an der Plattform - auf dem weiteren Weg Richtung Karlsbrunn (4 km) dann keine mehr
3. Wanderung 2017:
Wegen meiner kleinen "Gebrechen" und weil ich ja zudem auch alleine unterwegs bin (einzigster Moment, wo ich mir doch zwischendrin kurz mal wünsche, ein Mann zu sein...) traute ich mir nicht die gesamte Strecke zu, sondern ging einen improvisierten Rundweg von ca. 6,5 km vom Parkplatz an der Wildgehege-Jausenstation über die Aussichtsplattform über die französische stillgelegte Sandgrube zum Jagdschlösschen Karlsbrunn.
Und gleich vorweg: die Aussicht über diese riesige Sandgrube ist einfach fantastisch!
Aber ich will beim Anfang beginnen:
Auto parken auf dem Parkplatz direkt neben der L277, von hier sind es bis zu der angestrebten Aussicht 2,4 km, allerdings wird auf einer Extratafel (für Radfahrer) auf eine ordentliche Steigung hingewiesen
sehr hilfreich: unter jedem der Wegezeichen ist so eine kleine Tafel mit Informationen angebracht, das würde ich mir für andere Wege auch wünschen!!!
das Wildgehege streift man nur, zwei gelangweilte afrikanische Bergziegen schauen herüber
der Weg ist eher unspektakulär
diese Einschätzung endet abrupt, als ich an diesen Aufstieg komme, von weitem dachte ich noch "na, da möchte ich aber nicht gerne hochkraxeln müssen" - aber genau das ist der Weg :-)
ein kombinierter Weihnachts-/Ostereier-Baum (falls man es nicht erkennen kann, da hängen sowohl Christbaumkugeln als auch Ostereier dran)
nachdem das geschafft ist (ohne solche Herausforderungen wäre ein Weg ja auch langweilig...aber nun weiß ich auch, warum als Schwierigkeitsgrad "mittel bis schwer" angegeben ist) geht man durch eine hübsche Birkenallee, schon frisch begrünt
oh, so attraktiv hatte ich mir die Plattform gar nicht vorgestellt
und dann dieser Ausblick! Meine Fotos können das gar nicht voll zum Ausdruck bringen, man hat eine 180 Grad-Aussicht, einzig das Kraftwerk ganz im Hintergrund ist ein winziges Manko
Um die Größenverhältnisse deutlicher zu machen, hatte ich hier versucht, den Spaziergänger mit Hund, der da auf dem grauen Weg unterhalb der Halde geht, zu knipsen, aber er ist so klein, dass man ihn gar nicht erkennen kann - das ganze Sandgrubental ist riesig und sehenswert
nachdem ich mich sattgesehen habe, geht es, die Grube linkerhand, Richtung Karlsbrunn zurück
Bankdichte: nach dem Aufstieg gibt es zwei, und auf der Wegstrecke dann nochmals, und auch direkt an der Plattform - auf dem weiteren Weg Richtung Karlsbrunn (4 km) dann keine mehr
Sonntag, 2. April 2017
Ausgegrabene Drachenzähne besichtigt - der Westwall in Saarbrücken
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Ein Zeitungsartikel in der Saarbrücker Zeitung machte mich darauf aufmerksam:
im Ortsteil St. Arnual wurde im Rahmen des Projektes "Kulturerbe der Landeshauptstadt Saarbrücken" eine unter meterdickem Erdreich und Pflanzenbewuchs verschwundener Teil des ehemaligen sogenannten Westwalls in Form einer Panzersperre (Höckerlinie) ausgegraben, das wollte ich mir dann doch mal anschauen
leicht zu finden, direkt hinter der Haltestelle "Forsthaus St. Arnual" führt eine breite Schneise etwas abwärts ins Gelände, und dann steht man ziemlich fassungslos vor diesem Relikt aus der Zeit, als meine Eltern noch Teenager waren:
Ich habe mal durchgezählt, es sind jetzt ungefähr 170 Stück sichtbar, in Fünferreihen angeordnet
sie sollten das Vordringen feindlicher Panzer verhindern, für solche Zacken unüberwindbar gewesen wären
die größten, hier rechts im Bild, sind (bei mir gemessen) fast schulterhoch - da ich bei wikipedia nachgeschaut habe, müsste es sich hier um "Modell 1938" handeln, da dieses 5-reihig war so wie hier
selbst ausgewachsene Bäume konnten die "Zähne" nicht aushebeln
was für ein Glück meine Generation und die nachfolgende doch hat, (bisher) von Kriegen oder auch nur Kriegsgefahr im eigenen Land verschont geblieben zu sein, man kann das gar nicht hoch genug schätzen
ich habe selbst als Kind in den Straßen meiner Heimatstadt immer nach den Löchern in den Häuserfronten gefragt, und konnte mir nicht vorstellen, dass die Einschusslöcher da gerade mal ca. 15 Jahre alt waren...
und ich denke an die Erzählung meiner Mutter, wie ihre Mutter als noch junge Frau mit kleinen Kindern in dem kleinen Vorort von Saarbrücken, wo sie wohnte, Flugzeuge Richtung Saarbrücken fliegen hörte und aus dem Haus trat, da wurde aus einem Flieger mit einem MG auf sie geschossen, die Einschläge waren noch Jahrzehnte auf den Gehwegplatten zu sehen
und meine Mutter, als 15- oder 16jähriges Schneider-Lehrmädchen in Saarbrücken, musste viele Male um ihr Leben laufen, um den nächsten Bunker zu erreichen - ja, sooo lange ist es noch gar nicht her!
Sind wir also dankbar für den Frieden, den wir haben.
Ein Zeitungsartikel in der Saarbrücker Zeitung machte mich darauf aufmerksam:
im Ortsteil St. Arnual wurde im Rahmen des Projektes "Kulturerbe der Landeshauptstadt Saarbrücken" eine unter meterdickem Erdreich und Pflanzenbewuchs verschwundener Teil des ehemaligen sogenannten Westwalls in Form einer Panzersperre (Höckerlinie) ausgegraben, das wollte ich mir dann doch mal anschauen
leicht zu finden, direkt hinter der Haltestelle "Forsthaus St. Arnual" führt eine breite Schneise etwas abwärts ins Gelände, und dann steht man ziemlich fassungslos vor diesem Relikt aus der Zeit, als meine Eltern noch Teenager waren:
Ich habe mal durchgezählt, es sind jetzt ungefähr 170 Stück sichtbar, in Fünferreihen angeordnet
sie sollten das Vordringen feindlicher Panzer verhindern, für solche Zacken unüberwindbar gewesen wären
die größten, hier rechts im Bild, sind (bei mir gemessen) fast schulterhoch - da ich bei wikipedia nachgeschaut habe, müsste es sich hier um "Modell 1938" handeln, da dieses 5-reihig war so wie hier
selbst ausgewachsene Bäume konnten die "Zähne" nicht aushebeln
wie tief die Panzersperre zum Teil noch im Boden steckt, kann man hier sehen, inklusive starkem Bewuchs
was für ein Glück meine Generation und die nachfolgende doch hat, (bisher) von Kriegen oder auch nur Kriegsgefahr im eigenen Land verschont geblieben zu sein, man kann das gar nicht hoch genug schätzen
ich habe selbst als Kind in den Straßen meiner Heimatstadt immer nach den Löchern in den Häuserfronten gefragt, und konnte mir nicht vorstellen, dass die Einschusslöcher da gerade mal ca. 15 Jahre alt waren...
und ich denke an die Erzählung meiner Mutter, wie ihre Mutter als noch junge Frau mit kleinen Kindern in dem kleinen Vorort von Saarbrücken, wo sie wohnte, Flugzeuge Richtung Saarbrücken fliegen hörte und aus dem Haus trat, da wurde aus einem Flieger mit einem MG auf sie geschossen, die Einschläge waren noch Jahrzehnte auf den Gehwegplatten zu sehen
und meine Mutter, als 15- oder 16jähriges Schneider-Lehrmädchen in Saarbrücken, musste viele Male um ihr Leben laufen, um den nächsten Bunker zu erreichen - ja, sooo lange ist es noch gar nicht her!
Sind wir also dankbar für den Frieden, den wir haben.
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