Montag, 26. Juni 2017

Tag der offenen Gartentür - Lebach Nähe Saarbahnhaltestelle Süd

[Dieser Post enthält durch Links zu externen Seiten, durch Fotos und Firmen- und Produktnennungen Werbung, die ohne Auftrag, ohne Sponsoring und ohne Bezahlung erfolgt]

Hier gab es keine Straßenangabe mit Hausnummer, sondern einen Hinweis, dass der Garten hinter den Saarbahngeleisen liegt und es keine Parkmöglichkeit direkt am Garten gibt - nach einmal hin- und herfahren fand ich dann auch die richtige Stelle, wäre aber fast wieder weggefahren, weil ich linkerhand zwar einen Garten sah, der aber nach einem reinen Nutzgarten (nett, aber nicht besonders bemerkenswert) aussah und wo sich auch niemand befand

(als ich später von der Gartenbesichtigung zurück an mein Auto ging, traf ich auf andere Suchende, die ebenfalls ratlos eben diesen Garten anschauten und schon wieder wegfahren wollten - ich sprach sie an und wies ihnen den Weg - ihre Frage, ob es "sich lohnt", konnte ich voll und ganz mit "ja" beantworten!)

Hm, da hinten scheint ein Schild zu liegen - ich überquere die Geleise und ja:




Sekunden, nachdem ich auf der anderen Seite stehe, bimmelt es und die stummeligen Schranken senken sich, und eine Saarbahn fährt gerade in den unscheinbaren Bahnhof ein (da möchte ich als Frau alleine an einem dunklen Wintermorgen so "fern der Zivilisation" aber auch nicht herumstehen.... aber das ist ein anderes Thema)



ein ansteigender Weg führt zu dem Garten



der auch eine Offenbarung an Fülle, Grün, tausend Details und vor allem seiner Lage unter hohen alten Bäumen ist, was ihm wiederum eine ganz besondere, geheimnisvolle Aura verleiht, außerdem bietet er stellenweise auch eine schöne Aussicht und hat ein Highlight, dessen Erwähnung im Prospekt mich überhaupt hierher geführt hat: ein Baumhaus!























noch habe ich das Gartenhaus (und die Bienenstöcke, die erwähnt werden) nicht entdeckt! Und hoffe, das wird doch tatsächlich exisitieren und nicht bloß eine einfache Plattform zwischen zwei-drei Bäumen sein? Aber nein, da ist es, und es ist toll!!!!
So Robinson-Crusoe- oder Tarzanmäßig wie ich es erhofft hatte!
Aber das ist noch nicht alles: als ich mich nähere, spricht gerade einer der Gartenbesitzer mit drei Besucherinnen, die ungläubig nachfragen, ob man denn wirklich hochsteigen dürfe? Ja, darf man! Eine traut sich nicht, aber ich bin natürlich sofort dabei!

Das Baumhaus ist der Hammer und die würdige Krönung dieses schönen Tages!







der Weg in das Haus führt über diese Dachschräge, seit unserem Hausbau vor gut 35 Jahren bin ich auf keinem Dach mehr gelaufen, aber was soll's, no risk no fun :-)










Abstieg zurück über das Dach zur Treppe:



am Aus- bzw. Eingang frage ich die Gartenbesitzer, die dort Tische aufgebaut haben mit Marmeladen (wovon ich auch was kaufe) etc. und mir auch etwas zu trinken anbieten, ob man denn das Baumhaus mal für eine Übernachtung mieten könne? Leider nein, höchstens mal für ein Brautpaar...

Ich frage noch, ob das ein Verein ist, der diesen Garten unterhält, denn bei der Größe liegt der Gedanke nahe, aber nein, es sind zwei Männer, die das leisten - Hut ab!

Übrigens: Blogger freuen sich über Kommentare :-)

Sonntag, 11. Juni 2017

Zeitreise ins 3-Länder-Eck

[Dieser Post enthält durch Links zu externen Seiten, durch Fotos und Firmen- und Produktnennungen Werbung, die ohne Auftrag, ohne Sponsoring und ohne Bezahlung erfolgt]

Am Feiertag Christi Himmelfahrt am 29.5.2017 nahm ich an einer schönen Tagesfahrt teil, organisiert von der Gemeinde Quierschied.

Gegen 9 Uhr ging es los mit einem bequemen Reisebus, erstes Etappeziel war das Bildhauersymposium "Steine an der Grenze"

Blick aus dem Busfenster: prima Wetter und es geht schon nach wenigen Kilometern "raus aufs Land"


Wer mehr über die "Steine an der Grenze" erfahren möchte, klickt hier

Wir fuhren über den kleinen französischen  Ort Launstroff auf eine Anhöhe mit weitem Blick ins Land


Hier stellvertretend nur einer der Steine



Ein altes Flurkreuz



Nach einigen interessanten Erläuterungen unserer wissensreichen Reiseführerin ging es zurück in den Bus und weiter durch Frankreich zum nächsten Ziel, unterwegs sahen wir die typischen Herden von Charolais-Rindern






Nicht lange, und da tauchte schon aus einiger Entfernung die

Burg Malbrouk auf, die aus einer zerfallenen Ruine (siehe Foto weiter unten) aufwändig wieder restauriert und aufgebaut wurde






















ein Tipp, da ich einige Besucher daran scheitern sah und zuvor selbst verblüfft wieder wegging: diese Ringe öffnen die Türen nicht, wenn man daran zieht - man geht weg und denkt, aha, kein Zugang - dem ist aber nicht so! Man muss den Ring gleichzeitig ziehen und DREHEN, das ist der Trick! Sonst bleiben einem einige schöne Aussichten versperrt





Eine Aussicht habe ich allerdings nicht fotografiert: von einer Seite der Burg schaut man auf Kühltürme eines Kraftwerks, ich frage naiv, was das sei und erhalte als Antwort "das Kernkraftwerk Cattenom" - ich war leicht geschockt, wähnte ich das doch bisher "irgendwie weiter weg" vom Saarland und von meinem Wohnort....erschrreckend nah ist es aber in Realität

Aber weiter zu erfreulicheren Dingen: nächster Haltepunkt auch noch in Frankreich war das


Mittelalterdorf Rodemack












es bezeichnet sich selbst als "Petit Carcasonne", aber ganz ehrlich: ich war in Carcasonne...dagegen ist Rodemack aber bloß trés trés petit....aber des Anschauens nichtsdestotrotz absolut wert!












sorry, diese grün-pinke Dekolandschaft hier ist nun nicht mittelalterlich, aber gefiel mir so ausnehmend gut, dass es mit in den Bericht muss :-)







genau auf dieser bunten Deko-Ecke entdeckte ich auch den Hinweis auf einen "Jardin medieval", also einen Mittelaltergarten, da muss ich hin!


auf dem Weg dorthin ist es auch schön



man kann den Garten von dieser zu ersteigenden Mauer von oben besichtigen


oder durch dieses in der Mauer etwas verborgene Tor hineingehen





von dieser Mauer aus hat man auch wieder einen schönen Blick, erklimmen lohnt sich




zurück Richtung Ortsein- bzw. -ausgang, wo diese sehr schmale Gasse zu sehen ist sowie das große Tor




dann noch einen Blick auf den teils sehr dekorativen, alten Friedhof



und dann Abschied aus Frankreich, wir fahren rüber nach Luxemburg, und zwar fahren wir in das an das Saarland angrenzende


Remich


auf der Wegstrecke öffnet sich der fantastische Blick auf das Moseltal - und was haben wir für ein Glück mit dem Wetter! Bilderbuchmäßig:



die Reiseführerin weist uns hin auf dieses Haus, das völlig solitär hier oben steht und von dem aus man diese Moseltalansicht wunderbar genießen kann, und es gehört niemand anderem als der 

Spitzenköchin Lea Linster!






In Remich angekommen bietet sich ein völlig anderes Bild als an den beschaulichen Orten zuvor: Touristenrummel hoch drei, sowie der übliche Tank-, Kaffee- und Zigarettenkaufverkehr, denn hier in Luxemburg sind diese 3 Warengruppen billiger als im angrenzenden Deutschland



wir stehen gut eine halbe Stunde im Stau in dieser bergab führenden Straße, an der sich eine große Tankstelle an die andere reiht



wie nah hier doch alles beisammen liegt: Saarbrücken, meine Heimatstadt und das berühmte Schengen in Luxemburg







wir steigen aus und haben etwas mehr als eine Stunde, um uns in Remich umzutun, ich wähle den Weg zurück bergauf durch steile, schmale Gassen in Richtung eines McDonalds, das mir unterwegs im Stau auffiel, denn ich habe keine Lust auf das Gedränge in den Cafés an der Ufermeile und will auch etwas mehr von der kleinen Stadt sehen




bisschen teurer als in D:


dann geht es wieder bergab zurück zum Busparkplatz


und dann wird es leicht abenteuerlich: in einer Seitenstraße entdecke ich ein Schild mit dem Hinweis (hier lässt mich allerdings mein Gedächtnis im Stich und ich habe auch nichts ergoogeln können!) auf ein (in etwa so heißendes) "Wuppmannsgässje" oder ähnlich, das muss ich natürlich erkunden ....

und lande in einem superschmalen Durchgang, der sich zickzackförmig zwischen Gärten und Höfen ins Tal windet, immer meint man, da hinten gehts nicht weiter, ich muss sicher umkehren und es hat etwas leicht klaustrophobisches! Wenn mir da jetzt einer entgegenkommt und mich fragt, was ich hier zu suchen hab?




nach gefühlt 6-7 Neunziggrad-Windungen stoße ich dann etwas erleichtert wieder auf die normale Straße :-)


an der Uferpromenade steppt weiter der Bär...


 


das Musel-Schäff.... sprich Moselschiff


Brücke über die Mosel rüber nach Perl/D


ufffff - etwas weniger Temperatur im Bus täte es auch - aber zum Glück hat er eine Klimanlage - für Mai ist es aber wirklich krass heiß...




und dann die letzte Station, das überraschend winzige

Schengen

weltberühmt und doch nur um die 350 Einwohner, wer hätte das gedacht?


An der Schengen-Abkommen-Gedenkstätte stehen diese Sterne-Säulen, bei näherer Betrachtung entdeckt man, dass diese schwarzen Sterne jeweils die Schengen-Länder mit landestypischen Charakteristika darstellen, allerdings etwas schwierig zu fotografieren, da teils hoch oben angebracht und dann auch noch die tiefstehende Frühabend-Sonne



die Schweiz mit Alphörnern, Almabtrieb mit geschmückten Kühen und Edelweiß


Belgien mit Atomium in Brüssel und dem Männeken Piss


und Deutschland mit Brandenburger Tor, Mercedes-Stern und ???Kölner Dom??? Ja, ich denk schon, das ist er



Dänemark mit Lego und Designerstuhl




Paprikaschoten??? Ungarn!!!



Was bitte ist das für ein Land? Ich identifiziere es lediglich am Länderumriss, der etwa in der Mitte abgebildet ist: Island!


Schlusspunkt der wunderbaren Fahrt im Bistro des Restaurants Maimühle in Perl, wieder auf der deutschen Seite, wo wir den schönen Tag ausklingen ließen