22. März 2015:
Die anspruchsvolle 11-km-Tour (warum fiel mir vorher nicht auf, dass es in stetigem Auf und Ab über immer wieder 500 Meter Höhenunterschied geht? Das übt...) startet in Oberwürzbach an einem barocken Waschhaus
dieses Hüttensymbol leitet durch die Tour, es ist wirklich häufig angebracht und nicht zu verfehlen, ein sehr gut gekennzeichneter Weg
Die Tour steht ganz im Zeichen von vielen Brunnen und mehreren Hütten, der erste gleich schon wenige hundert Meter nach dem Startpunkt
erinnerte mich an die Peitschende Weide bei Harry Potter, im Hintergrund einer von mehreren während der Barockzeit angelegten ehemaligen Fischteichen
auch rasch erreicht: die erste Hütte ist die Anglerhütte neben 2 Weihern, auch dort gleich wieder ein Brunnen
man geht zwischen den beiden Fischweihern hindurch und nun kommt die erste Herausforderung, ein recht ordentlicher Aufstieg zum Eichertfelsen
diese Höhlen sind mehr als mannshoch, man kann hindurchgehen
blickt man von der Höhle aus ins Tal, erkennt man, wie rasch man doch in die Höhe gestiegen ist
das Wetter ist unerwartet gut, wenn auch windig-kalt, den Schirm hätte ich aber sparen können
nächste Station ist die Schopphübelhütte, es geht oft bergab und bergauf, der Weg ist nichts für ungeübte Weicheier, ehrlich gesagt...
nach einem weiteren Abstieg erreicht man die Schopphübelhütte, hier könnte man auch einkehren, man kann sie vom Tal aus auch über eine Straße erreichen, auf dem Parkplatz davor stehen einige Auto
die anschließende Strecke fand ich für einen Premiumweg etwas enttäuschend, denn man geht an einem Wohngebiet vorbei und dann an Pferdeweiden entlang, immer mit Blick auf Häuser, das mag ich nicht so wirklich gerne
etwa auf der Hälfte dieser Strecke muss die Entscheidung getroffen werden, ob man sich noch den Weg über den Kahlenberg und die dortige Hütte zutraut, ich zögere einige Sekunden, angesichts der bereits überwundenen und wohl noch zu erwartenden Steigungen und Abstiege verzichte ich für dieses Mal sicherheitshalber
also hier kommt man direkt an der Autobahnzufahrt vorbei, ob man da nicht eine andere Wegeführung einrichten könnte? Lieber über enge Pfade als sowas...
nun beginnt der Anstieg zur Hochscheid, einem Plateau, auf dem ein Demeterhof angesiedelt ist
nach etwa einem Drittel des Weges erneut eine Entscheidung: hinabsteigen zu den beiden Quellen? In der Beschreibung steht, dass es nur 200 Meter sind, mh, das kann ja keine großartige Herausforderung sein, also wähle ich diesen Weg, nicht wissend, wie steil, wirklich steil, es da bergab und anschließend wieder bergauf geht - wenn man alleine unterwegs ist wie ich, und rutscht dort ab, wie lange es wohl dauernd würde, bis man gefunden würde? Aber andererseits mag ich gerade diese eher abenteuerlichen Umwege
das ist der Blick zurück zum Abstieg, teilweise mit gut gepflegten (danke!) Stufen und Geländern, sonst wäre es gar nicht begehbar
und immer noch weiter hinab, hinab
es war lange trocken, nicht viel Wasser da und es tropft nur ein bisschen
und es geht immer noch weiter nach unten zur nächsten Quelle..wow
ah, da ist der sogenannte Horstenbrunnen
auch hier nur wenig Wasser
aber: ein Gästebuch wie an einem Berggipfel!
an dem Geländer habe ich mich schnaufend hochgezogen :-)
das ist ja schon alpin...
wie immer konnte ich einem attraktiven Baumpilz nicht wiederstehen
kurz unterhalb des Hochscheidplateaus, bevor man aus dem Wald tritt, ein weiterer Brunnen
an dieser Stelle ist die Wegbeschreibung leicht irreführend, heißt es doch, man ging durch den Hof hindurch, was aber nicht der Fall ist, man verlässt den Weg nicht und lässt den Hof rechts liegen
vorher noch ein Blick auf tatsächlich freilaufende Hühner mit ihrem polygamen, stolzen Ehemann
nach einiger Zeit erreicht man dann die Weidenberghütte, wo gut Pause machen ist mit schönem Blick ins Tal auf Reichenbrunn
von dort aus - oha - geht es unzählige Holzstufen wieder hinab ins Tal - schöne Grüße an die Knie!
Blick zurück zur Hütte, die aufgrund des steilen Abstiegs jedoch bald aus dem Blickfeld verschwindet
denn:
an dem Steilstück ein alter Grenzstein, irgendwo hatte ich von der Bedeutung gelesen, finde es aber nicht mehr
auf der einen Seite jedenfalls ist ein Abtsstab zu sehen - rechts unten - das Gebiet gehörte zu einer Abtei
auf dem nachfolgenden ebenen Stück der nächste Brunnen
und noch ein schön poröses Baumpilzdingens
man geht nach links wieder in Waldrichtung, und zwar an einem Kreuzweg mit Stationen entlang, immer leicht ansteigend, dann kommt man zu einem etwas seltsam anmutenden Springbrunnen
und wieder wird es bergauf gehen, da oben sieht man ein Teilziel - eine Lourdes-Grotte mit Marienfigur
die weißen Porzellantäfelchen sind Danksagungen, meist mit "Maria hat geholfen" und einer Jahreszahl, aber alle aus den 1930er-Jahren
im letzten Teilstück fiel mir diese Zombie-Hand auf, die da aus einer Felswand wächst
die nächste "Wanderhütte", nee, nix für mich, zu "städtisch", das ist nicht was ich suche
kurz vor Erreichen des Zielpunktes dann noch eine Erinnerung an den Bunkerbesuch am Tag zuvor, aber dieser hier ist einfach nur voller Dreck und Gerümpel und hat gefährlich aussehende Risse































































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