Montag, 22. Januar 2018

Ein Wochenende in Bayrisch Franken....

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....ist für uns mehr gewesen als nur ein kleiner Mini-Urlaub, sondern es war ein Eintauchen in die Vergangenheit.

Ab Ende der 80er Jahre haben wir nämlich hier fast jedes Jahr einen Urlaub verbracht, und selbst als eins meiner Kinder schon groß war, zog es ihn auch alleine immer wieder hierher, meinen letzten runden Geburtstag haben wir hier gefeiert usw. usw.

Nur im Schnee, da haben wir das Örtchen, in dem wir immer wohnten, noch nicht gesehen.

Es ging schon frühzeitig los mit Schneelandschaften, wie wir sie hier im Saarland nahe Saarbrücken kaum jemals zu sehen bekommen. Einfach mal aus dem Auto heraus fotografiert, ich musste ja nicht selbst fahren.



Am Samstagabend, nachdem wir in der Alten Post im schönen Nachbarörtchen Leutershausen prima gegessen hatten, sah es dann so aus, irgendwie wie Weihnachten:







Und beim Heimkommen an der Ferienwohnung auch so:

In diesem schönen alten Bauernhaus im winzigen Ort Binzwangen hatten wir gewohnt, hier gibt es keine Straßennamen, sondern die Häuser sind einfach durchnumeriert, eben weil es so wenige sind:





 Am Sonntagmorgen (nachdem ich unglaubliche 9 Stunden geschlafen hatte! Was sagt mir das? Zuhause schaffe ich 6) dann wollten wir uns einen Spaziergang durch das vertraute Örtchen gönnen, das artete allerdings zu einer ziemlichen Strapaze aus und war nur mit Willenskraft zu bewältigen. 

Es wäre noch nicht mal so schlimm kalt gewesen, aber es wehte ein fürchterlicher Eis-Wind, mir liefen die Tränen nur so übers Gesicht (mit ein Grund, warum ich im Winter nicht wandern kann, ich verflüssige mich dann förmlich) und es wurden Witze über mich gemacht 😎. 
Aber den anderen ging es auch nicht besser, wir haben alle gelitten. Hier ist halt viel freies ebenes Land, der Wind wird durch nichts aufgehalten, es blies wie Hölle. Hier ein paar Impressionen:





Noch einen Abstecher zu ein paar Tieren des Ferienbauernhofs:



Dann fuhren wir Richtung Heimat, nicht ohne einen Abstecher nach Rothenburg ob der Tauber, wo aber fast alles geschlossen war, sogar das Weihnachtsgeschäft von Käthe Wohlfahrt (ganzjährig Weihnachtsartikel auf mehreren verwinkelten Etagen in einem oder mehreren - da blickt man nicht ganz durch vor lauter Übergängen und Treppchen - alten Häusern und ein Anziehungspunkt für die zahlreichen japanischen Touristen) war zu.

Der Januar ist aber wohl der denkbar schlechteste Reisezeitpunkt im Jahr, ich habe es noch nie so leer erlebt - es gibt hier unfassbar viel zu sehen, eine komplette Wehrmauer rund um die historische Innenstadt, über die man rundum laufen kann, 40 Türme und 700 denkmalgeschützte Gebäude, ein unfassbar schönes Stadtbild.
Unglaublich aber wahr: es ist zwar Unesco-Welterbe, aber nur für den Jakobsweg, der hier durchführt, nicht für die Stadt, da fällt man doch vom Glauben ab...






Das hier sind die "Schneebälle", sie sehen so lecker aus, waren für mich aber wie schon vor Jahren eine Enttäuschung: außen ja noch ganz lecker (ich nahm "Zimtzucker"), aber innen einfach eine geschmacklose Mehlpampe...das war das definitiv letzte Mal


 



Die Heimfahrt traten wir dann durch schneebedeckte Weiten unter blauem Himmel an und eines ist klar: wir bleiben Bayrisch Franken für immer treu!
(Auch wenn es hier zu meiner Verwunderung keinerlei Premiumwanderwege gibt...)







1 Kommentar:

  1. Was für ein schöner Kurzurlaub! Toll, diese verschneiten Landschaften. Sowas kenne ich auch nur aus dem Sauerland und dem Schwarzwald. Hier unten in Freiburg ist Schnee extrem selten und wenn dann bleibt er nie lange liegen. Diese Schneebälle habe ich hier schon auf dem Weihnachtsmarkt gesehen. Aber ich glaube, ich habe noch nie einen gegessen. Rothenburg würde mich auch als Stadt mal interessieren. Vielleicht schaffe ich es auch mal dort hin :-)

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