Wanderung am 4. August 2019
Hätte ich vorher besser recherchiert, hätte ich gewusst, was da auf mich zukommt:
- 90% Beton-/Asphaltwege
- kaum Schatten (was dann zu Sonnenbrand im Dekollete führte, das ich beim Eincremen vergaß)
Aber nun ja, für mich war es am Ende trotzdem toll, weil ich nach so langer Pause für mich sagenhafte 12 km geschafft hatte. Ausgewählt hatte ich den Weg wegen des Hinweises, dass praktisch jederzeit ein Abbruch möglich ist, und man runter in den Ort zurückkehren könne.
Also los geht's:
auf dieses Höhenprofil habe ich auch überhaupt nicht geachtet, was mich am Ende fluchen ließ, warum legt man eine Strecke so, dass am Ende noch so eine Mörder-Steigung kommt? Grrr...
Das Schild an diesem Baum ist nur eines von vielen, das mir am Weg begegnet: Warnung vor Eichenprozessionsspinner!
Es gibt am Weg für Kinder mehrere Stationen, wo man "landwirtschaftlich" tätig werden kann, exemplarisch nur diese Melk-Kuh geknipst:
So sahen die 12 km fast überall aus - Sonne und Beton-/Asphaltwege, eine ziemliche Quälerei für mich, aber ich wollte es mir unbedingt beweisen
die taten mir leid, aber da ich gerne Milchprodukte konsumiere, muss ich eingestehen, dass ich als Verbraucherin an solcher Haltung mit schuld bin
Hier wollte ich eine ruhige Trink-Rast halten, ich saß noch keine 30 Sekunden, da kam die erste Bremse angeflogen und setzte sich auf meinen nackten Arm - Wegschlagen und Aufschrei und sofort weiterziehen
es gab viele Rastplätze am Weg, leider fast überall Probleme mit Insektenbelästigung, und nett fand ich diese riesigen Tierfiguren, die den Weg begleiten
eine davon hab ich genascht, mehr nicht!
auch hier war kein Rasten möglich, Bremsen..
diese Wohnlage hat mich begeistert: total einsam nur an so einem Fahrweg gelegen, rundum Wald und Wiese, großartig!
man kann es schlecht lesen: da steht: Unkraut zu verkaufen - wegen hoher Nachfrage nur an Selbstpflücker :-)
ob das wohl ein besteigbarer Turm ist, der große da? Nein, leider nicht, wie ich später feststellte, der Weg führt auch gar nicht dorthin
dieser Grenzstein hier in einem der wenigen bewaldeten Wegstücke, leider an einer Schräge gelegen, war dann meine Rettung für mein Picknick, keine Brummseln um mich rum
Die Illinger haben offenbar ein Faible für witzige Schilder!
hurra, ein paar hundert Meter Waldstück, aufatmen
hier sah ich schon von weitem: egal wie alt ich bin, diese Schwingschaukel da, die werde ich nutzen! Niemand da, der mich sieht, ich kann mal so richtig das Kind in mir rauslassen
ähm nee, leider doch nicht, die Prozessionsspinner waren vor mir da! Mist..
Eine von vielen schrecklich durstenden Bäumen, hoffentlich überlebt er das, seine Blätter sind bloß noch welkende Bündel, die traurig herabhängen
da muss ich nun auch noch hoch, zu diesem Gehöft da oben, uff
ist das nicht mal eine geniale Swimmingpool-Kreation? Der Landwirt hat aus großen Heuballen, einer riesigen Plane und zusammengeklammerten Spanngurten ein Schwimmbecken geschaffen! Super Idee!
dann ging es ein Stück durch den Ort
von der Kiesgrube war leider nicht viel zu sehen, rundum baumbestanden
diesen Baum kenn ich doch??? Es ist der, der mich als erster am Weg mit seinem Eichenprozessions-Warnschild begrüßte, ich hab es geschafft!
auf den etwa 300 Metern zum Auto sehe ich dies:
und es entwickelt sich schnell, schneller als man denkt, und angesichts des dicken grauen Qualm greife ich zum Handy und rufe die 112 und schildere was ich sehe und was da passiert, sie bedanken sich, wissen es aber schon, und da hört man auch schon aus verschiedenen Richtungen das Tatütata
später finde ich bei der Feuerwehrseite, dass es durchaus nicht bloß ein Container war, dieses grüne Ding da, sondern ein LKW und ein Mähdrescher standen mit in Flammen
Brand

wow
AntwortenLöschentoll dass du es gemeistert hast
ja Asphalt ist auch nicht so meins und in der Sonne laufen auch nicht ;)
aber schöne Bilder hast du mitgebracht
liebe Grüße
Rosi
Von der Wegbeschaffenheit her ist er unserem Kleinbahnwanderweg (leider) sehr ähnlich. Der führte nämlich auch hauptsächlich über Asphalt (Wirtschafts- und Radwege). Zum Glück hatten wir wenigstens im zweiten Teil mehr Schatten, sonst hätten wir ihn wohl nicht geschafft.
AntwortenLöschenDein Rundweg scheint ja allerhand zu bieten, gerade für die kleinen Wanderer :-D Und ja, Bremsen trifft man leider häufig in der Nähe von Vieh an. Ich bin im Urlaub auch gestochen worden, als wir an einer Weide mit Rindern vorbei wanderten.
Das "Fern-Seh"-Programm ist ja echt hübsch anzusehen :-) Die gelben Früchte, sind das Marillen? Und das Schild ist ja mal genial. Sowas sollte es öfters mal geben. Das Leben ist schon ernst genug :-D
Und sogar ein Damwild-Gehege! Wir haben im Urlaub ja auch mit Damwild zu tun gehabt - allerdings in Form von Leberwurst ;-D Und dieser Pool ist ja mal ein Meisterwerk! Ideen muss man haben. Auf sowas wäre ich wohl nicht gekommen.
Und am Ende noch einen Brand gemeldet! Was für eine Wanderung. Als wir im Urlaub waren, war in einer Nacht auch ein Brand - ein Stück bei Papa die Straße runter, gegenüber meiner Großeltern. Da hat es in einem Holzschuppen gebrannt und das Feuer drohte auf's Wohnhaus über zu gehen. 5 Menschen und 2 Katzen mussten evakuiert werden. Die Löscharbeiten dauerten 4 Stunden. Mitbekommen haben wir das nur, weil die zusätzlich angeforderten Einheiten bei uns vorm Schlafzimmer standen und man ständig das Blaulicht sah und die Funksprüche hörte.
Vom Höhenprofil erinntert mich die Tour an den historischen Rundweg durch Gundelfingen. Da haben wir die Steigungen auch mega unterschätzt und mussten am Ende sogar abbrechen.