Dienstag, 23. März 2021

Spaziergang Nr. 3 in Saarbrücken: Überraschung im Almet

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Zunächst mal mein genereller Plan: ich habe bis jetzt 8 mögliche Wege herausgesucht, die werde ich in den nächsten Tagen/Wochen mal ablaufen. Natürlich werde ich, wenn sich die Spaziergänge wiederholen, nichts mehr dazu schreiben, das wäre ja langweilig. Höchstens vielleicht wenn was Besonderes ist oder mal als Vergleich zu März und späteren Monaten, wie sich die Aussichten und Ansichten verändert haben.

Am Montag den 22. war ich nicht unterwegs, weil das nach der Arbeit mein Einkaufstag ist. Das wäre mir zu viel geworden, zumal es eine Frühschichtwoche ist, dann bin ich immer etwas platt.

Im Almet war ich ja schon einige Male, es ist ein Naherholungs- und Naturschutzgebiet quasi fast mitten in Saarbrücken und liegt praktischerweise genau gegenüber von meinem Arbeitsplatz. Paar Meter über die Straße und schon bin ich da - mein Chef von bis vor 3 Jahren ist hier jeden Tag joggen gegangen.


Gleich links vom Eingang gegenüber von ZF Getriebe verlockt mich abseits des Betonweges dieser Naturweg, da war ich noch nie


hier haben sich einige auf ihren Grundstücken Hütten und Freizeitgelände eingerichtet


der Pfad wird immer schmaler und führt "bergauf" - hoffentlich endet er nicht plötzlich vor einem letzten Grundstück


"oben" angelangt, geht es auf einem breiteren sandigen Weg weiter, Wildschweine haben es sich hier wie überall an der Strecke wohl nächtlich wohlgehen lassen, jede Menge zerwühlte Flächen überall




der Pfad wird wieder schmal und schmäler, und dicht bewachsen von allen Seiten
ich fress doch einen Besen, wenn diese mich mehrere hundert Meter links begleitende Mauer nicht aus dem zweiten Weltkrieg stammt - die Verschalung, das Massive, und gegenüber sind ja die heiß umkämpften Spicherer Höhen und Frankreich, außerdem ist ganz hier in der Nähe doch auch diese aus der Zeit stammende "Panzerabsturzmauer", die ich beim Stadtrundgang im August 2017 entdeckte,
ich verlinke mal zu meinem eigenen Foto



und ja, tatsächlich! Sogenannte Drachenzähne, die auch dazu dienten, Panzer von französischer Seite aufzuhalten - und ich werde ab da noch mehrere hundert in verschiedenen Größen zu sehen bekommen!
Das wusste ich gar nicht, dass die auch hier in den Hecken verborgen sind sozusagen, ich kannte bisher nur die in Saarbrücken-St.Arnual und in Tettingen-Butzdorf.





schließlich führt der Weg auch mittendurch

zum Größenvergleich habe ich mal meinen Stock dazugestellt (den ich nicht zum Stützen benötige :-) ich trage ihn normal klein zusammengeschoben und fühle mich damit etwas sicherer, da ich mir vorstelle, dass er mir auch mal als Abwehrwaffe dienen könnte, ja lacht ruhig...)


kleiner Schreck: da kommt nun doch noch ein Tor und der Weg scheint hier zu Ende, aber nein, es ist nur angelehnt und ich kann weitergehen, treffe hier auch auf ein Paar, das irgendwas am Boden ausgräbt - ich rufe noch leise, nicht erschrecken, aber sie erschrecken trotzdem und wir lachen zusammen


von weitem denke ich schon: ob das wohl schon Bärlauch ist! Im März! Und ja, tatsächlich, ist es! Leider leider ist das Gebiet von einem doppelten Zaun komplett umgeben, doppelt insofern, als es einen rautenförmigen Maschendrahtzaun gibt und zusätzlich noch einen stabilen Metallzaun mit rechteckigen Öffnungen, ich kann noch nicht mal eine Hand durchstecken. Dabei ist da weit und breit nichts...hat das wirklich jemand als Feld angelegt???
Vom Rand her zupfe ich ein Blättchen ab und zerreibe es: ja es stinkt höllisch nach Knoblauch, lecker!!!

Für morgen habe ich mir nun ein "Gerät" im Haushalt gesucht, mit dem ich vielleicht ein paar Blättchen für mein morgiges Abendessen hier herauszupfen könnte, nicht viel, und nur für Spaß, ich wette aber, dass sich hier niemand drum kümmert! Und ich keinem was wegnehme, sondern Nachhaltigkeit übe.


Ob es wegen der Trockenheit der letzten Jahre hier so viele umgestürzte Bäume gibt?


Ich treffe auf eine Frau mit Hund und frage sie, wo ich herauskomme, wenn ich hier weitergehe, sie bestätigt mir, dass ich unten im Almet landen werde, man muss halt den Hügel wieder runter und dann noch über einen querliegenden Stamm steigen



für den Rückweg wähle ich den langweiligen Betonweg unten im Tal, Abwechslung hier nur durch diesen würdigen, laut herumkotternden alten Herrn



1 Kommentar:

  1. Wow, richtig toll. Abenteuer, Geschichte, Natur, Grün, Tiere, Bärlauch und ein "Tunnel" aus Ästen. Da hätte ich mich wohl stundenlang aufhalten können :-D

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