Sonntag, 4. April 2021

Spaziergang Nr. 10 in Saarbrücken: Der Winterberg und das gesprengte Denkmal - das war etwas knifflig

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Der Winterberg thront über der Stadt und dem Almet, dem Naherholungsgebiet, und oben drauf steht die Klinik. Rundum aber Wald, da wollte ich mich bewegen.

Sicher ist es dilettantisch, sich einen "Wanderplan" auf diese Art und Weise zu erstellen, aber damit kam ich bei den vorherigen Spaziergängen gut zurecht: bei maps über den Routenplan "zu Fuß" einen Weg erstellen, abfotografieren am PC und dann danach laufen. Hier am Winterberg, zu dem ich keine einzige konkrete Wander-/Spazierbeschreibung finden konnte, wären zu den 2,1 km ja noch ein paar Hin- und Her-Wege oben dazu gekommen (man sieht die dünnen Linien der Waldwege) sowie der Rückweg, sodass ich da auf gewünschte Circa-4-km hätte kommen können.


Diese Robert-Koch-Straße, die ich als idealen Ausgangspunkt nahm, weil sie eine Sackgasse ist, die einfach in einen Waldweg mündet, fand ich sehr interessant, die Anwohner haben freien Blick runter auf die Stadt, links ist nur Wald, ich war hier noch nie, da kann man sicher - außer bei Glatteis - richtig gut wohnen.





Erste Ausblicke


Nach links ging es nun allerdings nur zu einer anderen Straße, oben sah ich schon die Klinikgebäude durchschimmern, so wollte ich das ja nicht....


aber eine Alternative zu dieser Treppe hoch zum Klinikgelände gab es nicht




Mir blieb nichts anderes übrig, als hier quer drüber und dann auf der anderen Seite entlang zu laufen, immer auf der Suche nach einem Weg wieder in den Wald zurück





da fand ich ihn dann, ging zwar abwärts, aber egal jetzt





Zu diesem Bild: ich sah erschreckend viele auch riesige Bäume, die hier entwurzelt lagen, manche offensichtlich noch nicht lange, da noch belaubt, ich führe das auf die Trockenheit der letzten Jahre zurück und es ist zum Fürchten... hier entschied ich mich für den Weg nach oben






und was für ein Dusel: da scheine ich doch zufällig die richtige Richtung zum zerstörten Winterbergdenkmal gefunden zu haben


der Baum erinnerte mich an einen Kraken








mehr haben sie nicht übrig gelassen - 1870 erbaut wurde es 1939 von der deutschen Wehrmacht selbst gesprengt, damit es nicht als Orientierungspunkt für die Feinde dienen könnte, es war halt weithin sichtbar und ca. 30 Meter hoch auf einem freien Plateau





Vom Sockel aus schaue ich, in welche Richtung ich wohl sinnvollerweise weitergehen sollte und wähle diesen Weg, gefühlt in die entgegengesetzte Richtung, die Orientierung habe ich längst verloren :-)


Auch hier oben überall Wildschweingewühle - ich glaub, in Saarbrücken müssen riesige Horden davon unterwegs sein, denn praktisch an jedem der bisherigen Wege sah ich mehr oder weniger von ihren "Grabarbeiten"




Vom Weg aus sehe ich eine Art kleine Schlucht, da wollte ich eigentlich hin, aber ist versperrt


hm viel war da wohl eh nicht zu sehen außer einem Hochsitz, also weiter











und dann wurde es witzig:

um nun doch mal zu finden, wohin ich mich wenden soll, um wieder zum Ausgangspunkt zu kommen, stehe ich am Wegrand mit Bllick auf die Stadt und suche am Handy über maps und Standort, wie ich da wohl gehen müsste, es wird mir auch eine Zickzacklinie angezeigt und der Hinweis, ich solle "nach Osten gehen" - da nähert sich ein Nordic-Walker mittleren Alters und fragt, ob er mir behilflich sein kann.

Ich sage ihm, dass ich zurück zur Robert-Koch-Straße möchte, aber unentschlossen bin, was diese Linie bei maps nun von der Richtung her meint.
Soll ich nun nach links oder nach rechts???
Er ist sich sehr sicher, ich müsse unbedingt nach links gehen, allerdings steht da die Sonne sehr tief, wir zitieren fast zeitgleich "Im Osten geht die Sonne auf, im Westen geht sie unter" - also kann links doch nicht Osten sein, wenn da am Spätnachmittag die Sonne steht...
Da er sich aber weiterhin sehr sicher ist, empfiehlt er mir doch, mich nach links zu wenden.

Er selbst stapft nach rechts.
Gut okay, ich also nach links bergab. Immer den Blick aufs Handy. Aus anfänglich 950 Metern und 18 Minuten werden 1000 und 19 Minuten und so weiter...nee, das kann nicht richtig sein.

Ich kehre um und gehe nun doch nach rechts, und siehe da, die Angaben zählen nun auch runter - was lernen wir daraus? Auch mancher Mann hat kein besseres Orientierungsvermögen als ich :-)))





hier heißt es öfter Bücken, denn auch hier liegen viele gestürzte große Bäume


und von hier, schon ziemlich unten, habe ich dann den besten freien Blick bisher auf die Stadt






diese "schöne Trockenmauer" fand ich in einem recherchierten anderen Blogbeitrag, die liefen allerdings die Straßen ab wegen der schönen Häuser, die hier überall stehen, im Sommer ist das sicher Wohnstätte für Reptilien und anderes Getier


nun muss ich noch etwas mehr als einen Kilometer zurück zum Auto, exemplarisch für die vielen herrlichen und alle unterschiedlichen, individuellen Villen diese beiden Fotos - insgesamt war ich 80 Minuten unterwegs





2 Kommentare:

  1. Wieder ein toller Weg, den du da aufgetan hast. Mit Maps plane ich keine Wege mehr zum spazieren gehen. Denn bei uns im Stadtwald z. B. sind nichtmal annähernd alle Wege bei Maps auffindbar. Nur die wenigen Hauptwege, die zum Teil auch als Radwege dienen. Von daher: Hut ab, dass du dich im Wald auf Maps verlässt :-)

    Die Aussicht auf die Stadt ist ja klasse und das zerstörte Denkmal sehr interessant, da Geschichte zum Anfassen.

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  2. uiui
    da hast du dich aber getraut ;)
    aber richtig verlaufen kann man sich da sicher nicht
    schade dass das Denkmal gesprengt wurde
    es war sicher sehr schön
    aber die Wege sehen ja teilweise wüst aus
    da müsste die Stadt sich aber drum kümmern..
    auch Wgmarkierungen wären wohl sinnvoll
    immerhin ist das ja wohl Naherholungsgebiet
    trotzdem hattes du einen schönen Spaziergang

    liebe Grüße
    Rosi

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