Montag, 22. April 2019

Traumschleifchen "Fischerberg" plus Rund um den Ökosee Dillingen

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Ja, ich hab heute 8,3 km geschafft! Allerdings hinke ich jetzt auch ein wenig...egal!

Heute ist sozusagen der Folgetest zu gestern, ich hatte ja meinen Blogtitel geändert in "derzeit nicht", weil körperliche Beschwerden mir das Wandern seit einem Jahr unmöglich gemacht hatten.
Gestern ging es mit ca. 4,5 km ziemlich problemlos.

Also, ich war schon um 8 Uhr am Eingang zum Traumschleifchen Fischerberg, das im Juni 2018 zwar schon großartig mit einem Tor und zwei Anfangswegzeichen ausgeschildert war, aber dann kam nix mehr und ich lief in die Irre...

Da die kleine Strecke von 4,7 km nun aber auch in verschiedenen Wanderberichten auftaucht, wagte ich heute, Ostermontag, einen zweiten Versuch. Und hatte schon gleich einen "Anschlussplan".

Das Wetter absolut prächtig, für April ein Wahnsinn, schon in der Frühe konnte man problemlos nur mit T-Shirt losziehen.

Der Vorort von Beckingen namens Saarfels trägt seinen Namen zu Recht: hingeschmiegt an einen Hang mit weitem Blick über das Saartal


an diesem Steilhang mit kilometerweiter Aussicht zu wohnen ist sicher cool, allerdings im Winter könnte das schwierig sein

direkt nach Parken und Rucksackschultern oben am "Berg" gleich mal neben die Terrasse des superschön gelegenen Fischerberghauses und die Landschaft geknipst


Der Torbogen zum Wanderweg sieht noch aus wie letztes Jahr


aber zum Glück: dieses Jahr gibt es korrekte Wegezeichen und sie begleiten mich auch treu den ganzen Weg entlang


der einen schönen Pfad-Anteil hat


Morgensonne scheint durch die frischbelaubten Bäume, Vogelzwitschern rundum, was für eine Herrlichkeit!


direkt daneben mahnt aber einer der zahlreichen, gesprengten Weltkriegsbunker des Westwalls an düstere Zeiten, die hoffentlich nie wieder kommen, einer von fast 15000 entlang der damaligen Grenzen bis hinunter nach Basel





nach 2 km die erste Rastmöglichkeit - ich habe zwar noch nichts gegessen, bin nur mit einer Tasse Tee im Magen unterwegs, aber nein, ich verweile hier nicht, schaue nur





nach den Waldpfaden geht es an Wiesen und Weiden entlang, immer wieder mit Talblick



eigentlich sollte ja bei km 2,5 ein Rastplatz sein - nun hängt mir aber doch der Magen in den Knien und ich vermute zwar, dass das hier nicht der genannte Platz ist, da er keine Aussicht hat wie angegeben, aber ich muss jetzt was essen!


allerdings nicht dieses Osterei, das überraschend auf einem der Tische lag, ich ließ es liegen, vielleicht freut sich ein vorüber kommendes Kind


aha, ich war zu ungeduldig, nur 100 Meter weiter wäre der Rastplatz gewesen


Nun komme ich in das Naturschutzgebiet Wolferskopf


ja, der Rastplatz hat wirklich Aussicht, aber da wäre es mir auch zu heiß gewesen zum Sitzen




Während ich herumlaufe und einige Bilder mache, parkt mein Rucksack auf der Bank







In der Vorbereitung las ich von "Widdern zur Wasserversorgung" der Weiden hier, und was da wie so ein Chemieklo aussieht, ist einer dieser "Widder", wieder was gelernt, ich hatte davon zuvor nie was gehört


Am Ende dann wieder nach vorne treten am Fischerberghaus und einen letzten Blick ins Tal und auf die Flusskurve


Nun setze ich an zu Teil 2 vom heutigen Plan, denn eine Handvoll Kilometer (eigentlich sieht man von hier aus quasi dorthin) liegt der sogenannte Ökosee von Dillingen-Pachten, ein 80 Hektar großer See, der sich im Laufe der Zeit zu einem Vogel- und Amphibienparadies entwickelt hatte und der mit seinem 3,6 km langen Rundweg eine gute Aufpolsterung der für heute vorgenommenen Strecke sorgen kann - und dort wird es schön eben sein, denke ich mir

ich finde einen Parkplatz neben einem Spielplatz, den ich auch schon auf Maps gesehen hatte


und dann laufe ich rundum und mache immer wieder Fotos, da sind einige Leute, die haben mördermäßiggroße Teleobjektive und warten da auf das perfekte Foto, da kann ich natürlich nicht mithalten und ich will ja auch testen, ob ich 8 km packe



das hier habe ich herangezoomt, ein Gebäude, das verdammt nach römisch aussieht, und richtig, direkt neben einem Bunker (links das dunkle schwarze - Bunkermuseum!) ist eine römische Ausgrabungsstätte mit Museum, das hebe ich mir aber für Regentage auf


selbst nach fast 2000 Jahren berührt mich der Tod eines Kleinkindes, ich kann halt nicht aus meiner Haut: das absolute Muttertier...


weiter geht es am See entlang über teils rote Sandwege, teils Waldwege, viele Radfahrer sind auch unterwegs, trotzdem viel Vogelgezwitscher und am Seeanfang hört man noch entfernt die Autobahn rauschen

an diesen weißen Spuren halte ich mir eine regelrechte Schnüffelorgie ab, die duften so himmlisch! Was es ist weiß nicht nicht

 da kommt auch der angekündigte Vogelbeobachtungsturm, den habe ich längere Zeit für mich alleine, und während ich mal meine Schuhe ausziehe, lockere und wieder anziehe, verpasse ich die beste Fotomöglichkeit, nämlich herunterblickend auf die Rücken von zwei vorbeifliegenden hübschen Gänsen, verflixt!



am Insektenhotel war Betrieb wie am Bahnhof! Bestimmt 10 Brummerchen gingen da ihrer Fortpflanzungsarbeit nach - auf meinem Balkon hab ich auch eins und freu mich über jedes neue Gelege, oder wie man das nennt
 vom Turm aus ist der See sogar blau!
 da hocken offenbar Kormorane
 es ist so heiß (Mittag!), dass ich meine Haare wieder hochstecke und einen Sonnenhut überziehe, obwohl ich damit aussehe wie Larry mit'm Pott uffm Kopp... da gibt's am Bootshaus vom abseits liegenden Yachthafen sogar mal ein unkenntliches Foto von mir ;-)


alle paar hundert Meter kann man solche Trampelpfade hochsteigen und natürlich muss ich jeden einzelnen erklimmen, immer wieder neue Ausblicke, mal mit einer Art Atoll aus Pflanzen, dann wieder grünes Wasser statt blaues usw. usw.



Und am Ende - quasi am Kopfteil des Sees, dann auch endlich die erhoffte Gesamtansicht von einem zum anderen Ende - und wenn ich auch ein Teleobjektiv hätte würde man auf dem Höhenzug, der genau in der Mitte des Fotos zu erkennen ist, die Fischerberghütte kleben sehen!


Die beiden Experimentiertage lassen mich nun hoffen, dass ich vielleicht doch wieder diesen Sommer Wege bis zu 10 km (mehr traue ich mir dann doch nicht zu) packen könnte, und ich habe dem jüngsten Sohn schon angekündigt, was ich zu Muttertag haben möchte: eine gemeinsame Wanderung mit ihm! Er hat gebrummt, das heißt wohl ja, okay 😎


3 Kommentare:

  1. Herzlichen Glückwunsch zur geschafften Wanderung. Ich könnte derzeit keine 8,3 Kilometer wandern. Gerne habe ich mir die Bilder von Deiner Wanderung angeschaut. Die Natur ist momentan regelrecht explodiert. Alles blüht und es sind schon viele Bäume grün geworden.
    Liebe Grüße von Ingrid, der Pfälzerin

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  2. Was für eine wunderschöne Wanderung in zwei Akten :-) Ich hoffe, deinen Füßen geht es inzwischen wieder gut und du musst nicht mehr hinken. Solch einen Westwall-Bunker haben wir auch schon gesehen - zumindest, was davon übrig war. Auf einem kleinen Hügel hier am Rhein, unweit einer alten Burguine.

    Die weißen Blüten sehe ich hier auch viel. Die duften sehr intensiv und wenn ich zu nah rangehe zum schnuppern, bekomme ich jedes Mal heftigen Niesreiz :-D Was das ist, kann ich dir aber auch nicht sagen. So einen Chemo-Klo-Widder hab ich auch noch nie gesehen. Interessant, was es alles gibt :-)

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  3. na das ist doch prima dass es so gut geklappt hat
    wunderschöne Bilder hast du mitgebracht
    so große Strecken schaffe ich nicht mehr ..
    inzwischen bin ich auch hier bei uns auf Traumschleifchen gestoßen
    vielleicht schaue im mir einmal Teile davon an

    liebe Grüße
    Rosi

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