Montag, 18. Mai 2020

Kleiner Radausflug an der Saar entlang

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Am gestrigen Sonntag 17.5. habe ich nochmal einen Versuch gemacht, mit dem Fahrrad, das ich mir selbst zum Renteneinstieg anstelle der geplatzten Wien-Tour geschenkt habe, eine Fahrt zu machen.

Am Donnerstag war ich 6 Runden zu 1,7 km um den Burbacher Weiher gekreist, aber hatte trotz Gelsattel ordentliches Popo-Aua, am Ende fast nicht auszuhalten. Abhärten, wie ich es vorhatte, bringt offenbar auch nichts, denn irgendwie sitz ich da wohl falsch, denn anschließend hatte ich zuhause Schwindelgefühle, wie besoffen, und gestern nach der Tour auch nochmal.

Man hat mir eine Sitzknochenvermessung empfohlen, um den idealen Sattel zu finden, ich bin noch auf der Suche, wo das im Saarland möglich ist.

Nun aber zum gestrigen Ausflug:

Ich hatte mir bei Maps eine Strecke an der Saar entlang gesucht, die 2 x 5 km ist, es war ja klar, dass mehr schmerzmäßig nicht geht. War auch diesmal so, aber immerhin knapp 12 km.

Prächtiges Wetter, auf der Hinfahrt machte ich keine Fotos, denn das Blöde beim Radfahren im Gegensatz zum Wandern ist, dass man für Fotos jedesmal anhalten muss.

Wenn ich auf die Karte und den Verlauf des Flusses schaue, muss der Radweg in Deutschland verlaufen, auch nach der Schleuse Güdingen. Aber nach ca. 6 km sah ich dann dieses Schild und stutzte, nanu Französisch?



Interessant die Namen der Tiere und Pflanzen in Französisch, der Schmetterling Kaisermantel heißt hier Spanischer Tabak
Obwohl es hier schön einsam ist, wollte ich doch einen noch tieferen Grenzübertritt nicht riskieren, man darf ja nach wie vor nicht ohne triftigen Grund (z.B. wenn man dort arbeitet) nach F rein



Erst auf dem Rückweg - ich muss mit Blindheit geschlagen gewesen sein - oder zu sehr aufs Lenken und meinen wehen Bobbo konzentriert gewesen sein - dass ich diese eindeutige Grenze nicht wahrgenommen hatte! Wie schon bei uns im Ort: jemand hat einfach die Barrieren auf die Seite geschoben...


Bei der Schleuse ein alter Lastkahn mit Stadtnamen


Blick auf die So-Da-Brücke, eine von diesen Brücken, die ohne Anschluss einfach nur "so da" in der Gegend herumstehen, zu dieser hab ich mal die Geschichte kopiert aus einem Artikel der Saarbrücker Zeitung:

Die Geisterbrücke gehört zum Peugeot-Deutschland-Gelände in der Schönbach in Güdingen - eine gewaltige Stahlkonstruktion, eine Eisenbahnbrücke, auf der von 1974 an Peugeot seine Autos auf Zügen aus Frankreich lieferte. Seit 2003 aber hat sich der Transport über die Straßen als wirtschaftlicher erwiesen. Und seither steht auch diese Brücke einfach nur "so rum". Die Stahlkonstruktion ist blitzblau, nicht zu übersehen und ähnelt damit den meisten Saarbrücker Brücken mit Metallgeländern.

Das Wasser der Saar ist heutzutage erstaunlich klar, hier am Ufer sieht man bis auf den sandigen Flußboden


Der Fischbestand ist mittlerweile auch wieder ganz ordentlich und es gibt mehrere Angler zu sehen

Ganz typisch für die Uferzone innerhalb des Stadtgebiets sind die Platanen, vor allem auch am sogenannten "Staden" direkt in der Stadtmitte, sie spenden ein besonderes Licht auf die Wege mit ihren breiten Blättern


Unter der Ostspangenbrücke befindet sich dieses Wahnsinnsgraffiti, ich konnte es, ohne rückwärts in die Saar zu stürzen, nur auf zwei Bildern bannen und habe es dann am PC zusammengesetzt, links der lebende Eisbär, rechts nur noch sein Schädel - die Schrift kann ich aber auch jetzt nicht deuten - kann es jemand??



der kleine Yachthafen, rechts das Kunstprojekt "Mühle" und links das Silo, wo sich die Kulturszene trifft

Blick von der Fußgänger- und Radfahrerbrücke "Daarler Brück" - wobei Daarle - warum auch immer - die Kurzform für den Stadtteil St. Arnual ist


Was mich überraschte: an vielen Stellen wachsen Seerosen - oder zumindest sind es seerosenartige Gewächse, ihre Stängel sieht man bis auf den Flußboden verhaftet
Dies ist ein Blick auf die Halbinsel unterhalb vom Staden, da wollte ich eigentlich noch hin, konnte aber kaum noch gehen...


2 Kommentare:

  1. Interessant. Beim Fahrrad fahren hab ich das gleiche Problem. Hinternweh nach kurzer Zeit und bei längerem radeln dann so schlimm, dass ich kaum noch laufen kann. Sitzknochenvermessung? Noch nie gehört. Sollte ich jemals wieder ein Rad anschaffen, werde ich das wohl auch machen müssen :-) Aber Freiburg hat mir das Radfahren tatsächlich verleidet - viel zu gefährlich (für mich). Nicht unbedingt wegen der Autofahrer, sondern auch wegen der anderen Radfahrer :-/ Und ja, genau deshalb gehe ich auch lieber wandern als Radfahren - man sieht einfach "mehr" :-D

    Also, diese "Grenze" mit zwei zur Seite gerückten Zäunchen hätte ich wohl auch nicht gleich als Grenze erkannt :-)

    Die Geschichte zur So-Da-Brücke finde ich echt interessant. Schade das so viel Lastverkehr von den Schienen auf die Straßen gewandert ist.

    Das Graffiti ist wirklich cool. Aber leider kann ich die Schrift auch nicht lesen. Und solche Seerosen haben wir sogar schon an ruhigen Uferstellen im Rhein entdeckt.

    Trotz Bobbes-Schmerz ein gelungener Ausflug :-)

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    1. Diese Sitzknochenvermessung scheint heiß begehrt! Habe heute morgen in dem Fahrradladen angerufen, der das anbietet: frühest möglicher Termin 25.5.! Ich werde berichten

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