Montag, 18. September 2017

Eifelurlaub Tag 9: Premiumwanderweg Booser Doppelmaartour mit Lavabomben und Eifelturm

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Eifelturm - nicht Eiffelturm... (gut gewählter Name!)

Zur Bezeichnung Doppelmaar: eins der Maare ist ein Trockenmaar, aber ein zweites (auch als Booser Weiher bezeichnet) ist noch als solches erkennbar, ich bin den Weg gestern am 17.9. gegangen bei prächtigem Wetter.
Es gibt zwei Angaben zur Länge, einmal 9,1 und einmal 9,6 km, wobei ich davon ausgehe, dass die zweite richtiger ist, da sie wohl die beiden Abstecher am Weg mit berücksichtigt.

da sind die beiden Maare auf einer Infotafel am Parkplatz dargestellt


Blick auf Boos, auf den ersten 2 km stehen gleich 5 Bänke


Erste, hochinteressante und nie gesehene Attraktion am Wegesrand (im Hintergrund schon der "Eifelturm") sind die deutlich sichtbaren Einschläge der Lavabomben am Aufschnitt dieser Wand


 Blöcke wurden beim Vulkanausbruch herausgeschleudert und schlugen in tiefere Erdschichten ein, wie hier prima zu sehen ist - man hätte nicht dabeisein mögen :-)

 nächster unbedingter Abstecher zum Eifelturm

was ich nicht vermutet hätte: der Turm wurde am Boden liegend zusammengebaut, und dann mit Kränen aufgerichtet, 25 Meter hoch auf einem Betonfundament - beeindruckend auch die drei mächtigen Stämme an den Ecken


für die 125 Stufen ließ ich meinen Rucksack vertrauensvoll unten auf der Bank liegen, von hier oben ist er nur noch ein roter Punkt


Ich habe hier einen Film gemacht über die 360 Grad-Rundumsicht, aber leider ist die Datei zu groß, um hochgeladen zu werden, daher "nur" Fotos




hier sieht man übrigens die Nürburg (daneben liegt unsichtbar der Nürburgring), der kleine Pickel auf der höchsten Erhebung, später kommt man ihr beim Wandern noch etwas näher



Wenn man genau hinschaut, sieht man auf diesem Foto das wassergefüllte Maar:



Kurz bevor der Weg später in den Wald abbiegt, sehe ich vier Wanderer an diesem Kasten herumfuhrwerken, ich bleibe stehen um zu schauen, was die da machen, sie rufen mich herbei und zeigen mir, dass das quasi eine Honig-Verkaufsstelle auf Vertrauensbasis ist, ein Imker aus der Region hat ihn hier aufgestellt, man soll kein Bargeld einlegen, sondern überweisen, was man für richtig hält


Kastanienhonig habe ich noch nie gesehen, den nehme ich mit, ebenso wie den weißen cremigen, ich kenne zuhause jemanden, der den sicher in kürzester Zeit vertilgen wird.. (mittlerweile habe ich auch bereits bezahlt und mit dem Imker Kontakt aufgenommen, ob er auch Honig versendet, ja macht er, ich kann mir vorstellen, noch was nachzubestellen, beide Sorten sind nämlich köstlich)


Der Weg im Nitzbachtal führt nur oberhalb des Baches vorbei, ich muss den natürlich sehen und gehe die Böschung runter


Nun führt der Weg nach einem langen Waldstück über ein großes üppiges Wiesengebiet



Kurz bevor man eine Straße überqueren muss, wundere ich mich über diese beiden Bäumchen, einen deutschen und einen japanischen Kirschbaum, sie kommen mir vor wie Gedenkstätten, es gibt einen Zettel mit japanischem Text sowie Tafeln mit dem Datum 23.10.2010, denen aber nichts Konkretes zu entnehmen ist, später recherchiere ich und finde heraus, dass hier ein Test-Chefingenieur von Toyota tödlich verunglückte und dem seine Kollegen hier eine Erinnerungsstätte errichteten, die bis heute gepflegt wird, sie liegt genau gegenüber vom Booser Maar 

(wer sich für mehr interessiert: Hiromu Naruse )





An einem Zuweg zum Weiher ist ein großes versperrtes Tor mit einem Briefkasten! Da scheint jemand zu wohnen - das muss ich sehen... man geht eine weite Schleife um das Maar herum, so dass man sehen sollte, ob es da ein richtiges Haus gibt

und ja, da ist es! Das ist mein Traumhaus! So könnte ich mir gut meinen Lebensabend vorstellen, vor der Haustüre ein Steg zu einem kleinen See (Peter Fox - Das Haus am Seeeheee) - ich will das haben!
Nicht zu weit abgelegen vom nächsten Ort, eine Straße in der Nähe, also gut erreichbar, und trotzdem so einsam mitten in Wiesen und Wäldern, weit und breit in der Runde ist kein anderes Haus - einfach traumhaft!



Eigentlich wollte ich ja keine Pilze mehr knipsen....hier gab es auch wieder sehr viele - aber diese hier waren einfach zu lustig da in der Baumspalte



Ich beschließe die Wanderung mit dem Wunsch nach einem Lottogewinn, um dem Besitzer ein "Angebot zu machen, das er nicht ausschlagen kann" - und mit diesem herrlichen Wolkenhimmel


2 Kommentare:

  1. Was für eine schöne Tour. Die Einschläge der Lavabomben zu sehen ist echt beeindruckend. Nein, da möchte ich auch nicht live dabei sein! Die Idee mit dem Honig ist ja klasse. Hier stehen ja auch oft so Selbstbedienungs-Stände am Wegesrand - vor allem Richtung Kaiserstuhl (Obst und Trauben). Aber dort ist immer ein Hof in der Nähe und somit ist bar in eine Kasse zu zahlen. Und was ein F für einen Unterschied macht :-D Eifelturm - Eiffelturm :-D Lustig! Wenn meine Filme zu lang sind, komprimiere ich sie immer über den Windows Movie Maker (oder wie das heißt). Dann passen sie meistens ;-)

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  2. feine tour und auch noch lehrreich! dass man die einschläge der lavabrocken immnoch sehen kann finde ich äusserst faszinierend. vulkanismus überhaupt.
    beim anblick des honigs läuft mir das wasser im munde zusammen! was macht der lottogewinn? ;-D
    xxxx

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