Sonntag, 20. Mai 2018

Dresden - Scraptreffen und Sightseeing im April 2018

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Vom 14. - 16.4.18 habe ich in Dresden "meine" Scrapbooking-Frauen getroffen, zum ersten Mal in echt, bisher kannten wir uns nur seit Jahren aus dem Forum, es war mir bisher immer zu weit.


Tag 1


Dresden ist von Saarbrücken aus halt schon recht weit weg, ca. 650 km, und diese Strecke alleine zu fahren und das hin und zurück innerhalb von 3 Tagen, das habe ich mir nicht zugetraut.
Also wählte ich die Bahn.

G und I wollten mich am Hauptbahnhof in DD abholen, wie wir zusammenkämen schrieb mir M hier:



Tag 1


In aller Hergottsfrüh war ich am Bahnhof in Saarbrücken



nach einigen Kilometern ging dann auch mal die Sonne auf


ich las in der Bahnzeitung, die immer ausliegt, und was finde ich? Einen Artikel über das sonnenverwöhnte Freiburg, das musste ich für Nicky gleich mal abfotografieren! Guckstu:



Die Frage "Kann es hier je zu heiß werden?" beantwortet Nicky, glaube ich, mit "ja". 

Nach 8 Stunden Fahrt und leichter Verspätung und der netten Abholung in Dresden dann die echt riesige Jugendherberge:



Endlose Gänge, laufen laufen laufen (ist ja gesund)



Ich rumpele mit meinem (zu vielen) Gepäck in mein Zimmer, mache mich frisch, und dann ab in den gemieteten Scrapraum.


Begrüßung von allen, und alle sehen hübscher, jünger und besser aus als auf den Avatarfotos, und dann finde ich meinen Platz, auf dem - aber das ist beim Scrappen ja normal, dass man sich sehr ausbreitet und ich denk mir nichts dabei - schon einiges Zeug herumliegt.

Ich räume es zart und vorsichtig auf die Seite, bis dann klar wird: das ist alles für mich! Das sind alles Geschenke!
Ich fall um! Und ich hab überhaupt nichts dabei!

Ich hab mal geknipst, was ich alles bekam, aber allein das große Papierpaket und die vielen tollen Sticker von E. müsste man großflächig ausbreiten, um ihnen gerecht zu werden, ich bin echt überwältigt! (Da liegt rechts schon eins meiner Layouts, das war zwar schon vorbereitet, aber ich brauchte ja Zeit, bis bei mir der Groschen fiel, dass ich das alles auspacken darf! Wow!)







Und dann tauche ich ein in die kreative Welt des Scrappens und finde mich tatsächlich recht schnell wieder ins Layoutgestalten, obwohl ich so ewig lang nichts mehr gemacht habe, und es macht sowas von Spaß! In dieser netten Gesellschaft sowieso. 

Da die anderen sich schon vor 2 Tagen hier trafen (ich hatte keinen Urlaub), ist der Raum schon schön gefüllt mit fertigen Werken, die ausgehängt oder aufgestellt sind und die ich mir genüsslich anschaue





Da ich seit vor 4 Uhr auf den Beinen war, ging ich doch schon gegen 22 Uhr schlafen.

Tag 2


M. informierte mich ganz exclusiv per sms, dass die ersten schon zum Frühstück bereitstehen - ich bin ja nach wie vor Smartphoneverächterin und somit nicht in der What's-app-Gruppe.
Den Sonntagvormittag verbrachten wir dann noch mit gemeinsamem Scrappen und manche blieben auch noch zum Mittagessen, das war schön.
Beim Scrappen nach einem vorgegebenen Sketch verhedderte ich mich in der rechnerischen Planung eines Layouts schwer...schaffte es dann aber doch noch 😀




Dann war allgemeiner Aufbruch kurz nach Mittag und ich blieb alleine zurück.

Ich hatte mir schon zuhause einen seeeeehr umfangreichen Plan aufnotiert, was ich mir an diesem Sonntagnachmittag in Dresden alles anschauen wollte, und auch für den Folgetag, den ich noch bis kurz nach 16 Uhr zur Verfügung hatte. Wahrscheinlich hätte ich eine Woche dafür gebraucht.

Ich zog also los zur S-Bahn-Haltestelle direkt um die Ecke von der JH, wo ich ein "World Trade Center" anstaunte






und fuhr in die Innenstadt bis zur Haltestelle Pirnaischer Platz



Die schon auf der Fahrt immer wieder auftauchenden barocken Gebäude und vielen Türme machten mir schon klar, da werde ich nur Einzelnes herauspicken können, das ist zeitlich alles nicht zu schaffen.

Ich lief den Wegweisern nach in Richtung Frauenkirche, und dabei merkte ich schon: ich bin nicht warm genug angezogen, aber überhaupt nicht warm genug!
Aber ich sagte mir, was soll's, ich bin jetzt da, das wird jetzt ertragen...


Aber nachdem ich eine halbe Stunde extrem vor mich hingefroren hatte und merkte, es kratzt schon im Hals und ich krieg Kopfweh, trat ich die Flucht an: was nützt es mir, wenn ich hier krank werde? Und dann die lange Zugfahrt abends am folgenden Tag?

Und ich hab ja immerhin noch fast den ganzen Montag, Abfahrt erst gegen 16.30 Uhr.

Bibbernd nochmal zurückgefahren zur JH, mittlerweile fühlte ich mich echt schlecht, und da hilft bei mir nur eins: sofort ins Bett und schlafen, dann kann ich eine Erkältung noch abwenden! Und so war es dann auch: ich schlief fest und schön warm bis gegen 19 Uhr und machte mich dann erholt und gut eingepackt erneut auf den Weg in die Stadt.

Und das war auch gut so, ich konnte in der einbrechenden Dämmerung das Viertel um die Frauenkirche und die "Brühlsche Terrasse" am Elbufer so richtig genießen, und ich langweile jetzt bestimmt nicht mit den ganzen Gebäudenamen:












An der abendlich beleuchteten Frauenkirche hatte ich Glück: sie war offen! Es steht ein älterer Herr davor und passte auf, daneben ein Schild, dass Fotografieren nicht erlaubt ist, einverstanden, ich gehe rein, was tun die Leute? Fotografieren, filmen....ich versteh das nicht...

ich halte mich daran, setze mich in eine der hinteren Bänke und lasse den Innenraum auf mich wirken, mache dann nur von außen ein Foto und unterhalte mich noch mit dem Herrn, der mir sagt, sie kommen einfach nicht hinterher, alle anzusprechen, die sich nicht an das Knipsverbot halten und haben wohl resigniert



Vom Platz höre ich so wunderschöne Trompetentöne, dass ich erst denke, das kommt vom Band, ganz weich gespielt, nichts Schmetterndes, schöne Melodien, sehr stimmungsvoll, der junge Mann bekommt auch seinen Obolus von mir





Schaukasten an einem Hotel, Dackelhandtaschen

Auf der Fahrt zurück zur JH sah ich in der S-Bahn zum ersten mal im Leben eine vollverschleierte Frau, nur zweifingerbreite Augenschlitze, über denen sie noch eine Brille trug, der Rest alles schwarzer Stoff, schwarze Handschuhe, bloß bunte Turnschuhe schauten unten raus...ich war einigermaßen geschockt, muss ich sagen und dachte noch lange darüber nach.

Tag 3



Am nächsten Morgen der Blick aus dem Fenster:



Tja, da kann ich nun froh sein, dass ich gestern abend noch diesen Rundgang im Trockenen machen konnte!

Ich entscheide mich daher für zwei Punkte von meiner Liste, die ich mir außerdem unbedingt anschauen wollte: die "Kunsthofpassage" und die "Pfunds Molkerei"

Beide liegen offenbar nicht weit voneinander entfernt, daher kann ich das gut kombinieren - also mit Rucksack und Schirm auf den Weg, am Bahnhof muss ich umsteigen und bewundere erst mal dieses fantastische Bahnhofsgebäude, für das ich bei der Ankunft vor lauter Suche nach G. gar keinen Blick hatte







Ich hatte mein Auto-Navi dabei, trug es in der Hand und hatte es auf "Fußweg" eingestellt, aber das alte Ding hatte total gesponnen, dreimal hieß es "drehen Sie wenn möglich um", nach ein paar Metern wieder dasselbe, ich war schon etwas in Rage...dann aber fand ich die Kunsthofpassage doch noch, obwohl das Teil es offenbar verhindern wollte! Ich fand mich dann mit der Karte der Touristinfo zurecht (ja ich weiß: "Hättest du ein Smartphone"....)









Reminiszenz an frühere Zeiten: ein Kutschenradabwehrpoller, oder wie das wohl heißt




Korb-Balkone! Passten gut zur Giraffe und den Äffchen

Die "Fruchtfliege" hatte ich gesucht - und mir dort auch einiges Originelle gekauft




Dann wieder etwas Suchen und Rätselraten, wo dieses tolle alte Milchgeschäft ist, dann setzte ich mich einfach in die nächste S-Bahn, fuhr die Strecke ab, entdeckte sie vom Fenster aus und stieg an der nächsten Halte aus, fotografieren darf man drinnen leider nicht, daher nur ein Bild von außen und aus dem Dresden-Prospekt, ich wollte das vor allem auch darum sehen, weil die überbordende Fliesendeko dort drinnen aus der saarländischen Manufaktur V&B stammte, etwas ähnliches, aber dezenter, hatte ich schon im Urlaub in Bad Sobernheim im Museum gesehen, das sah so aus, ähnlich, aber neutraler:



hier in Dresden war es mir fast zu viel Muster und zu viele Farben, aber gesehen haben sollte man es! Es ist spektakulär, üppig und einmalig und höchst erfreulich, dass es den Krieg überstanden hatte!!!



Hier gibt es einen Link zu einem Teil der Inneneinrichtung Der schönste Milchladen der Welt

Etwas pikanten Reiseproviant kaufte ich mir da


Dann mit der S-Bahn zurück zur Jugendherberge, mein untergestelltes Gepäck abholen, alles im Regen...


Vorsichtshalber kehrte ich frühzeitig zum Bahnhof zurück, und was entdecke ich da? Das muss das Ding sein, das früher in Saarbrücken stand! Wie viele verregnete Sonntagnachmittagsstunden habe ich im Bahnhof mit den Jungs verbracht, Geld einwerfen, Bahn fahren lassen - auf einmal war es weg, hier finde ich es nach fast 20 Jahren wieder! Oder es ist ein Zwilling...


Dresden machte mir bei auch Punkte, weil es gleich an zwei Cafés mein absolutes Lieblingseis "After-Eight" gab (dabei ess ich gar kein After-Eight, aber ich mag das Eis total!) - und gönnte mir hier direkt an der Haltestelle Pirnaischer Platz



einen Abschiedsbecher



Zum Schluss noch ein paar Kostproben vom Dresdner Humor:

entscheidend ist hier der letzte Satz 😀😀😀😀


in einem Seitenraum im Eingangsbereich der Jugendherberge - statt Kaugummi -  (ich brauchte keine, es war absolut ruhig):



Und Spiegel bringt man an der Decke an, das ist figurfreundlich auf dem Weg zum Büffet...


Ich habe übrigens gleich für 2019 gebucht...

7 Kommentare:

  1. toller Bericht und du hast dir in den 2 Tagen mehr angeschaut als ich in 4 Jahren :)

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  2. voller Interesse und mit einem dicken Schmunzeln im Gesicht, habe ich gerade deinen Bericht gelesen. Ich bin einfach überwältigt von allem. Du hast wunderschöne Fotos gemacht und deine Erzählweise ist geradezu köstlich. Da hast du ja trotz des schlechten Wetters noch eine ganze Menge erlebt und gesehen. Ich staune vor allem über deine haarscharfe Betrachtungsweise, denn mir sind bisher einige Dinge noch gar nicht aufgefallen.

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  3. Ich habe auch gerade deinen Bericht gelesen, liebe Wally. Du hast dir sehr viel Arbeit damit gemacht und so vergisst du auch nichts

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  4. WOW Wally, da hast du aber an dem einem Abend und dem halben Tag eine wirklich ordentliche Dresden - Runde gedreht. "Die Fruchtfliege" kenne ich nicht, macht mich echt neugierig, ich bin leider nicht so oft mit Zeit in der Neustadt unterwegs. Aber cool, den Laden werde ich auch mal suchen ... und die Pferdewagen-Poller.

    Schön - das du da warst und schön, dass du auch wieder kommen magst :-).

    Liebe Grüße von Iris

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  5. Also, JA es kann im Sommer in Freiburg definitiv zu warm werden! Ich ächze jetzt schon, wenn ich mir den Wetterbericht für Ende der Woche anhöre :-D

    Mit Scrappen konnte ich bisher so gar nichts anfangen. Jetzt hab ich so eine leise Ahnung, was du da machst ;-)

    In Dresden waren wir im Sommer 2012 - ganze 8 Tage! Ich hab alles wieder erkannt, was ich auf deinen Bildern gesehen habe. Denn wir haben uns das alles - und viel mehr - auch dort angesehen. Ob man damals in der Frauenkirche auch Foto-Verbot hatte, weiß ich gar nicht mehr. Aber wir sind auch rauf auf den Turm und vom Gang aus gab es ein Fenster, wo man von oben rein fotografieren konnte. Von der Molkerei hab ich auch ein (halb-legales) Bild von innen. Denn als wir da waren drängte sich gerade eine Schar Touris durch die Tür und da diese offen stand, hab ich über die Touris hinweg, vom Gehweg aus, hineingeknipst :-D

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  6. Ich liebe Dresden, und es hat mich echt erstaunt, wie schön und ab vom üblichen Touri-Strom du die Stadt erkundet hast (aber das kennen wir ja von Dir :-) ).

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  7. die modelleisenbahn stand schon vor 40 jahren in diesem bahnhof (an anderer stelle) :-D
    wenn du das näxte mal nach dresden kommst zeige ich dir die wirklichen highlights - die touristenfallen "kunsthöfe" & "molkerei" haste ja jetzt weg ;-)
    und dann planst´e mehr zeit ein - weil DD liegt am eingang zum schönsten wandergebiet der welt!!
    xxxx

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