Freitag, 11. Mai 2018
Ich schicke gleich vorweg: ich hatte angefragt, ob ich an der um 9 Uhr beginnenden, eigentlich 4stündigen Führung teilnehmen kann, da ich nur bis ca. 11 Uhr bleiben konnte, das war aber kein Problem, dass ich an dem Tag aber auch von Rückenschmerzen geplagt sein würde, konnte ich nicht voraussehen.
Die anderen Teilnehmer mögen sich gewundert haben, warum ich kaum eine Minute an einem Platz stehen blieb und nicht wie sie in Ruhe die Auslagen betrachtete und mir die französischen Wörter für Obst und Gemüse anhörte, sondern ruhelos umherwanderte: im Stehen wurde es immer schlimmer, im Gehen hielt es sich noch in Grenzen...darum hab ich auch eher die Umgebung des Marktes wahrgenommen und dokumentiert als die angebotenen Waren, man möge es mir bitte nachsehen.
Ein Tipp für mit dem Auto Anreisende: im Navi Richtung "Place de la gare" eingeben, kurz bevor man dort ankommt, erreicht man diesen Kreisverkehr mit einer riesigen, aufrecht stehenden Gabel darauf, dort fährt man weiter in Richtung der gezeigten Richtungsweiser und kommt gleich an 2 Plätzen vorbei, wo kostenloses Parken möglich ist - zum Treffpunkt vor dem Bahnhof sind es dann ca. 300 Meter zu gehen (kostenlos und unbegrenzt parken in Bahnhofsnähe, davon kann man als Saarbrücker nur träumen..)
Vom Bahnhof aus gingen wir nach links an diesem Park vorbei immer geradeaus
gegenüber des Parks der protzige Justizpalast
Ein Blick zurück zum Bahnhof
Vieles sieht hier schon auf den ersten Blick anders aus als in Deutschland, z.B. diese Hundekotbeutelstation (was für ein Wort...) ist irgendwie originell
immer weiter geradeaus, an der St.-Nikolaus-Kirche vorbei
man achte auch auf die abwechslungsreiche und immer wieder besonders gestaltete Pflasterung auf vielen Wegen und Plätzen
wir erreichten nach geschätzt 5-700 Metern den Markt
das Obst- und Gemüseangebot ist sehr reichhaltig, da bleiben keine Wünsche offen, und auch Meeresfrüchte, typisch französisch, wurden an einem Stand in schöner Vielfalt verkauft
der berühmte Pissenlits, zu deutsch: Bettpinkler, in meinem saarländischen Dialekt Bettseicher (seichen=pinkeln) genannt, in Hochdeutsch ist es der Löwenzahn, harntreibend und mit Recht so tituliert 😉
"Grumbierkiechelcher", hier "Grumbirkichle genannte, siehe pinkes Plakat (Kartoffelpuffer)
Bei meinem erzwungenen rastlosen Umherwandern entdeckte ich viele schöne alte Ladenfronten, wie man sie in Saarbrücken leider nur noch selten sieht, einige habe ich fotografiert, es war nicht immer möglich oder einfach, weil viele zugeparkt waren an diesem Markttag durch Lieferfahrzeuge
Vielleicht teilt ja niemand meine Begeisterung für wunderbare alte Haustüren, hätte ich mehr Zeit gehabt, ich könnte einen ganzen Blogbeitrag davon mit Fotos füllen, hier nur eine Auswahl
Auf dem Rückweg zum Bahnhof, ich hatte mich ja vorzeitig verabschieden müssen zur Arbeit, ging ich diesmal auf der anderen Straßenseite der Rue des Généraux Crémer und trotz der Eile fiel mein Blick erstaunt auf dieses Kleinod des Jugendstils - leider etwas verunstaltet durch die Werbetafeln, aber die Leute müssen ja auch leben.
Das Haus ist wirklich eine Augenweide, auch wenn ein paar wenige Fliesen fehlen, so eine Pracht gehört doch eigentlich unter Denkmalschutz oder?
hätte ich nicht zur Arbeit fahren müssen, hätte ich mir speziell dieses Haus gerne auch noch viel intensiver angeschaut und werde das demnächst wohl auch noch für mich alleine tun, Saargemünd bietet wirklich eine Menge Überraschendes, und es machte mir auch Appetit, in Kürze mal wieder in dem sensationellen Jardin des faienciers in Saargemünd vorbeizuschauen, auch wenn es schon mein 3. Besuch dort wäre, der Garten sieht immer wieder anders aus und zeugt jedesmal von überbordender französischer Gartenfantasie, kann ich nur empfehlen!

Wow, was für ein toller Markt. Und diese hübschen kleinen Läden! So schnuckelig :-) Auf dem einen Straßenschild im Kreisverkehr steht Bitche - da warst du und/oder Alteschachtel doch schon wandern :-) Und die zweisprachigen Straßennahme habe ich auch in Straßburg schon gesehen.
AntwortenLöschenIn Bitche war ich nicht wandern, das muss Alteschachtel gewesen sein, ich war aber mehrfach in Bitche in diesem ebenfalls so fantasievollen Garten, der ist zwar eher klein, bietet aber auch jedes Fall eine Fülle an fantasievollsten Gestaltungen, da kommt man aus dem STaunen nicht mehr heraus; ob das nun typisch für die Region Moselle ist oder typisch für Frankreich, kann ich nicht beurteilen, aber schau dir das mal in einer stillen Stunde an, sofern du den Beitrag noch nicht gesehen hast, da fällt man garantiert nicht vor Langeweile in Ohnmacht wie in vielen laaangweiligen Parks, und das ist nur ein Teil davon: http://frau-k-wandert-durchs-saarland.blogspot.de/search?q=bitche
AntwortenLöschenJetzt hab ich endlich deinen Blog wiedergefunden (hatte das im Zuge der Löschung meines Blogs irgendwie mit gelöscht...); und ja, die alte Schachtel war um Birche herum wandern :-)) dass Saargemünd so hübsch ist, hätte ich nicht gedacht-vielen Dank für die Anregung, da werden wir wohl demnächst mal einen Ausflug hin machen "müssen" *grins* LG Alte Schachtel Karin
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