Donnerstag, 1. November 2018

Bloß ein Lebenszeichen ;-)

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Boah seit 10 Tagen nix gepostet...jeden Tag vorgenommen, ich geh auch schöne Herbstfotos machen wie andere Bloggerinnen und Blogger ..und dann kam immer was dazwischen.

Oder ich hatte keine Lust. Soll ja auch vorkommen.

Dabei hatte ich immerhin eine Fahrt ins barocke Blieskastel gemacht, der allerdings einen etwas schrägen Hintergrund hatte, und zwar ging es um

die Story der in einem schwarzen Loch verschwundenen Sonnenbrille

Auf irgendeiner der Fahrten im Juli oder August dieses Jahres, entweder war es bei der  Heidschnuckentour oder dem Teil 2 von "Reise rund ums Saarland" passierte mir folgendes:

es war heiß wie Schwein und ich hatte Durst wie Schwein, wollte aber nicht einfach nur während des Autofahrens einen Schluck trinken, sondern mir was in einen Becher geben und "ordentlich trinken".

Also fuhr ich irgendwo an einer der Landstraßen im Nirgendwo an den Straßenrand, legte meine Sonnenbrille auf meinen Schoß und schenkte mir ein und trank.

Als ich weiterfahren wollte und nach der Brille griff....war sie weg!

Ich war definitiv nicht ausgestiegen, ergo musste sie im Auto sein. Ich machte alles links, auch meinen Hosentaschen, die Picknicktasche, die Handtasche, doch vorsichtshalber mal im Handschuhfach schauen...ausssteigen, Sitz vor, Sitz zurück, Fußmatten, Seitenfächer beider Autotüren, rund um die Handbremse, nix, sie blieb verschwunden.

Doch mal unter das Auto schauen und drumherum...es kann ja einfach nicht möglich sein! Sogar das Auto ein paar Meter vorgefahren, unfassbar, es muss doch schwarze Löcher geben!

Blöd blöd blöd, denn es ist eine optische Sonnenbrille extra nach meinen beiden unterschiedlichen Sehstärken angefertigt!
Okay, muss ich halt mit der normalen Brille weiterfahren, die ich zum Glück dabei habe.

Zuhause natürlich nochmal alles links gemacht. Unauffindbar. Unglaublich. Mitten in einem geschlossenen Auto verschwindet ein Gegenstand.

Nur wenige Tage später meldet sich mein "Autobeauftragter" (sprich mein ältester Sohn, der mich immer lieb mit Fahrzeugen versorgt und sie instand hält) - er hat ein anderes Auto für mich aufgetan, den BMW (den mit dem schwarzen Loch) verkaufen wir.

Gesagt getan - ich schärfe ihm ein, dass er dem Käufer - der ein Bekannter von ihm ist - unbedingt sagen muss, falls der meine Brille findet, bitte melden! Mittlerweile musste ich mir natürlich eine andere besorgen, aber ich will trotzdem die alte wiederhaben.
Vorher suchen er und seine Freundin auch nochmal intensiv in meinem Beisein, sie sind natürlich überzeugt, dass sie sie finden...aber auch sie haben kein Glück (und bezweifeln natürlich meine Geschichte..)

3. Oktoberwoche, sms vom Sohn: "Der Thomas hat deine Sonnenbrille gefunden!"

Ich: "Was, wo???" - weiß er aber nicht - Männer reden ja nicht über solche Details, nicht wahr.

Ich bekomme die Kontaktdaten und telefoniere mit dem Mann, der sich leider als äußerst wortkarg herausstellt. Auf meine Frage, wo die Brille denn nun aufgetaucht ist kann er mir nur sagen, dass seine Schwester sie gefunden habe, wo weiß er nicht und er scheint auch nicht gewillt, die Schwester extra meinetwegen danach zu fragen.

Wir machen einen Abholtermin aus, er wohnt rund 35 km entferrnt in einem kleinen Dorf in der Nähe von Blieskastel, als ich mich seinem Haus nähere, steht er schon mit der Brille an einem offenen Fenster, ich bekomme sie überreicht, guten Tag und Danke und Auf Wiedersehen und Fenster zu und ich habe keine Möglichkeit, nochmal nachzufragen, wo das vermaledeite Ding denn nun war...ich werde es nie erfahren...

Immerhin mache ich mich dann - obwohl lustlos - auf, um in Blieskastel ein paar Ecken anzuschauen, wo ich beim letzten Besuch noch nicht war.

Eigentlich will ich auch ein paar schöne Herbstfotos machen - aber irgendwie ist das Licht nicht gut...ich sehe von der Hauptstraße unten eine Kapelle an einer Sandsteinklippe thronen und denke, von da müsste ich doch eine schöne Aussicht haben, wenn ich den Zugang dazu finde.

Meine Fotos sind allerdings nicht weiter der Rede wert, ohne schönes Licht sind sie irgendwie - mh - trüb?

Ich parke hier und schätze, von da müsste es irgendwie nach links eine Straße oder einen Weg zu der Kapelle geben, rein geographisch gesehen.


Rechts ist die Schlosskirche, die schau ich doch wenigstens mal kurz an


Von hinter der Kirche, wo ein junger Mann ganz traditionell ohne jeglichen Laubbläserlärm Berge von Laub in mehrere große Säcke zusammenfegt und freundlich grüßt, habe ich einen Blick auf die nun zufällig doch gefundene Orangerie - das muss sie ja wohl sein - im nächsten Frühling oder Sommer könnte ich die nochmal anschauen kommen



Gegenüber der Kirche, an diesem Torbogen, finde ich dann einen Hinweis:



Ich hatte damit gerechnet, die Kapelle nach etwa 100 Metern hier dahinter zu finden, aber es geht erst mal durch ein Neubaugebiet, die Straße ist mini und irgendwie provisorisch, aber die Leutchen, die hier gebaut haben, wohnen dadurch sehr schön ruhig! Überall finde ich die Jakobsmuschel, Hinweis darauf, dass ich wohl in die richtige Richtung laufe (später sehe ich bei Maps, dass es doch 800 Meter von hier aus sind).

Ich komme dann zu einem Park, dahinter das Kloster, an dem aber Bauarbeiten stattfinden. Aber wo ist die Kapelle? Nirgends ein Hinweis, ich spreche andere "Touristen" an, und weiß nun, ich muss ganz um das Kloster herum, und ja, da ist sie endlich und ich warte gespannt auf den Ausblick von da


Harr harrrrr - das ist der Ausblick! Hähä, das hat sich ja voll gelohnt, räusper...


Ich guck mir noch kurz das Kloster an und marschiere wieder zurück, immerhin war ich an der frischen Luft...




Immerhin eine einzige Pflanze hab ich geknipst, schöne und schön giftige Eibenfrüchte


7 Kommentare:

  1. Wie kurios! Das mit der Brille. Ja, Männer sind sehr wortkarg und nicht besonders Detailverliebt. Ich muss dem Schatz auch immer alles aus der Nase ziehen :-D Denn ich hätte auch wissen wollen, wo um Himmels Willen denn diese Brille aufgetaucht ist. So eine fehlende Info könnte mich schier in den Wahnsinn treiben, denn heißt es doch, dass ich womöglich total bescheuert bin und den gesuchten Gegenstand mehrfach "übersehen" haben könnte. Männer...

    Das Kloster und die Kapelle sind echt schön. Auch der etwas versteckte Zugang durch diesen Torbogen ist spannend. Das macht im Frühjahr oder Frühsommer bestimmt noch etwas mehr her :-)

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  2. Hallo du Liebe!
    Was für eine herrlich mysteriöse Geschichte, ich LIEBE ja sowas! Ein schöner Mix aus Gänsehaut und Happyend, und dann noch dazu "richtiges Leben"! Und für mich sind solche Stories immer auch eine Art Beweis, dass es tatsächlich mehr gibt als das, was wir sehen und zu wissen glauben. Ich kann mich noch gut an ein Erlebnis aus meiner Kindheit erinnern - da suchte ich nach zwei meiner Puppen (zwei "nachgebaute", also billigere Barbies), mit denen ich an diesem Tag noch gespielt hatte - aber dann war ich wohl unterbrochen worden und danach fand ich die Puppen nicht mehr. Ich suchte eine gefühlte Kinderewigkeit lang das gesamte Zimmer ab, in dem ich gespielt hatte. Mein Vater half mir dabei und schimpfte auch mit mir, weil ich so schlampig war, aber auch er fand die Puppen nicht. Bis es dann ans Abendessen ging und sich jeder an seinen Platz setzte - und auf einem der Stühle lagen dann ganz friedlich die beiden Puppen. Ich war mir sicher, dass ich dort nicht gespielt und trotzdem vorher auch nachgesehen hatte und mein Vater meinte ebenfalls, er hätte dort gesucht... Außer uns beiden war keine Person in dem Raum gewesen - wo also hatten sich die Puppen versteckt? Jahre später las ich dann einen Roman von Cecilia Ahern "Vermiss mein nicht", in dem es u.a. um ein Land namens "Hier" geht, in dem sich verlorene Gegenstände und vermisste Menschen eine Zeitlang oder auch für immer verstecken... Ich nehme an, dass deine Sonnenbrille dort, also "Hier", Urlaub gemacht hat, genau wie meinen Puppen einst. Auf jeden Fall hat dich diese Sache in eine schöne Gegend gelockt - und auch wenn du deine Fotos irgendwie unscheinbar findest: Mir gefallen sie! Und TOLL, wenn auf diese unsäglichen Laubbläser verzichtet wird. Die würde ich gern ALLESAMT in dieses Land namens "Hier" schicken, auf Nimmerwiedersehen!
    Alles Liebe, Traude

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  3. Hallo Traude! Ja sowas wie mit deinen Puppen ist mir mal mit meinem Teddy aus Kinderzeiten namens Schnuggel passiert! Ich war schon Mitte 30, wir hatten gebaut, und ich wusste genau, dass ich den Teddy, den ich mein Leben lang mitschleppte (er sitzt auch jetzt hier auf dem Regal) in einen eigens gebauten tiefen Wandschrank hineingetan hatte. Über Jahre hinweg suchte ich nach ihm - den Wandschrank hatte ich in allen Fächern links gemacht...so unübersichtlich war der ja gar nicht - der Schnuggel mit seinem von unserem ersten Hund angefressenen Fuß blieb verschwunden. Als wir scheidungsbedingt das Haus verkauften und alles, aber auch alles ausgeräumt werden musste, da war Schnuggel dann doch in diesem Schrank! Und da war er vorher definitiv nicht gewesen! Er muss auch in diesem Land gewesen sein und wusste, wenn er sich jetzt nicht zeigt, muss er bei fremden Leuten bleiben ;-)

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  4. Dein Schnuggel könnte mit dem Pezi meiner Tochter verwandt sein. Der wurde jedenfalls auch mehrmals von Hunden angefressen, verschleppt, in der U-Bahn vergessen etc. - und jedes Mal wiedergefunden. Er sieht schrecklich aus, aber er ist immer noch Janas Liebling. Da sie ihn nicht mehr herzeigen möchte, lagert er jetzt in einem Fach unter dem Bett. Keine Ahnung ob sie ihn dort finden würde, falls sie ihn mal sucht - vielleicht ist Pezi ja auch auf Urlaub in "Hier"? Schön jedenfalls, dass Schnuggel zu dir zurückgekehrt ist!!! Aber klar, ein geliebter Bär will dann doch lieber zu "seinem" Menschen!
    Drückers!

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  5. Die Story mit der Sonnenbrille erinnert mich an meine Theorie zu Socken und Waschmaschinen. In der Waschmaschine muss irgendetwas mit dem Raum-Zeit-Kontinuum nicht stimmen. Socken verschwinden dort einfach so, oder tauchen auch wieder auf. Steckt man nur Paare in die Maschine, fehlt nachher eine Socke, steckt man aber eine einzelne Socke und viele Paare in die Maschine hat man nachher nur noch Paare. Entweder verschwindet eine Socke oder es kommt eine hinzu. Waschmaschinen gehören definitiv zu den letzten großen Mysterien der Menschheit. ;-)
    Ich wünsche Dir noch eine schöne Woche.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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  6. So ging es mir dieses Jahr in Lissabon.
    Eine funkelnagelneue Sonnenbrille weg, in der Umkleidekabine eines Kaufhauses.
    Ich weiß genau, ich bin mit rein und ohne wieder raus. Wo sie in der Zeit hin ist? Ich weiß es nicht, habe sie auch nicht mehr gefunden.
    Abgehakt...
    Nun hast Du aber immerhin noch einen schönen Ausflug gemacht, ist doch was.
    Lieben Gruß
    Nicole

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  7. eine merkwürdige Geschichte ;)
    Schade dass der Mann so unfreundlich war
    ja.. manche Dinge scheinen sich unsichtbar machen zu können
    ich bin auch ständig am suchen
    und später liegt es genau da wo ich garantiert schon ein paar mal nachgeschaut habe
    oder sind da doch die "Borger" am Werk??

    liebe Grüße
    Rosi

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