Seit Monaten (schäm...) schiebe ich einen Arztbesuch vor mir her, ich bin der Typ "abwarten bis es von selbst besser wird" - heute auf den allerletzten Urlaubstag jedoch hab ich mir einen Termin beim Orthopäden gelegt, bin auch hingegangen und nicht wieder aus dem Wartezimmer abgehauen (hab ich alles schon gemacht...).
Krankengeschichten von anderen sind langweilig, weil meist zu langatmig und ins Detail gehend, aber nachdem vom Arzt nun halbwegs Entwarnung kam, und ich deswegen ja sogar den Blog umbenannt hatte von "Frau K wandert..." in "Frau K wandert (derzeit leider nicht).." will ich ja doch mal was dazu schreiben.
Wer es nicht lesen mag, muss ja nicht.
Also, es häuften sich in den letzten 3 Monaten gelenkmäßige Vorkommnisse, will ich mal sagen
- seit fast 2 Jahren schon hab ich eine Verdickung des rechten Daumengelenks, manchmal hört man fast die Sehne da springen - und oft kann ich ihn nicht beugen, oder er tut permanent weh
- die rechte Hüfte machte schon öfter mal Ärger, aber seit Frühsommer passierte immer wieder folgendes: ich gehe ganz normal, da schießt ein Schmerz wie ein elektrischer Stromschlag ins rechte Bein rein, Aufschrei nicht zu unterdrücken, und ich knicke um, muss mich schnell irgendwo abfangen, sonst Sturz - das war der Hauptgrund, dass ich das Wandern eingestellt habe, zu gefährlich, wenn mir das irgendwo an einem Steilstück passieren würde
- das allerdings hat dann vor 3 Wochen plötzlich aufgehört! Weg war es! (wie gesagt...abwarten, bis es von selbst besser wird, funktioniert sogar manchmal)
- dafür fingen jetzt die Gelenke der beiden großen Zehen an weh zu tun, vor allem nachts, aber auch wenn ich mehr als 500 Meter ging - und ebenso begannen auch der Zeige- und Ringfinger an zu meckern.
- außerdem: sitze oder liege ich mal mehr als eine halbe Stunde, kann es sein - muss aber nicht - dass ich danach wie Muskelkater habe, mich erst mal quasi einlaufen muss, nur rumstaksen kann wie der Storch im Salat...
all das aber nicht permanent, sondern immer wieder mal - weg - da - weg - da
Dr. Google befragt, grundsätzlich sind das typische Symptome für Polyarthritis bzw. Rheuma - nicht heilbar, na super...
Ich sah schon alle meine Felle davonschwimmen, werde ich mit wehen Fingern weiter arbeiten gehen können? Ich arbeite so gerne, dass ich bei der Leitung schon angefragt habe, ob ich nach dem Rentenbeginn Juni 20 vielleicht bitte weiterkommen darf?
Der Arzt, der auch Rheumatische Erkrankungen als Spezialgebiet auf seiner Agenda hat, nahm sich heute tatsächlich mal richtig viel Zeit!!!
Und gerade heute und die letzten paar Tage hatte ich natürlich wieder überhaupt gar keine Schmerzen...er fragte dann noch, ob ich mich in diesen Schmerzphasen dann krank fühle, schlaff und matt bin, nö, bin ich nicht, ich bin dann so fidel wie immer!
Es wurden Tests mit der Hüfte gemacht, alles frei beweglich, no Problem, am Ende schlug er mir dann mehrere Möglichkeiten vor, sagte aber gleich, das ist nichts Entzündliches, da spricht alles dagegen, aber wenn ich mal wieder so eine Phase habe, dann soll ich gleich kommen und sie machen eine Blutabnahme und lassen das untersuchen, dann kann man erst weitersehen, momentan ist ja nix.
Ich werde nun eine dreimonatige Kur mit einem Präparat auf Basis von Glucosaminsulfat nehmen, er sagte gleich: manchmal hilft es, manchen nicht, es ist halt eine Möglichkeit.
Ansonsten: ich werde halt einfach alt! Mit manchen Sachen muss man sich wohl abfinden, aber ich bin ja hochzufrieden, dass es nichts wirklich Schlimmes ist!
Hossa, daraufhin bin ich gleich mal 1500 Meter einen Berg hoch - außer mangelnder Atem-Kondition kein Problem, aber dazu schreib ich dann noch einen Etappenbericht - und morgen wieder in den Job!
Das wird auch bisschen seltsam nach 4 Wochen..hoffentlich hab ich nicht alles verlernt.
**freu***
AntwortenLöschenschön dass dein doc nicht gleich ohne länger zuzuhören mit der rheuma-kanone - die ganz fette mit üblen nebenwirkungen - nach dir schiesst.
berg hoch hab ich ja gar kein problem - aber runterzu.....auweh. und auch ich weigere mich zum arzt zu gehen. ist nämlich mit ziemlicher sicherheit arthrose, typisch für hypermobile gelenke "im alter". die wird schmerzhaft bei kühler feuchte oder zuviel schweinernem. oder bei stress. oder liebeskummer......
ich wünsche dir von herzen dass das zipperlein nochmal verschwindet!
xxxx
Das sind doch erstmal gute Nachrichten. Das man sich mit den Alters-Wehwehchen abfinden muss ist blöd, aber nicht zu ändern. Wenn man sich irgendwie mit ihnen arrangieren kann und dieses Gluco-Dings (hoffentlich) was bewirkt, dann musst du das Wandern vielleicht doch nicht ganz aufgeben :-) Das wäre doch schön! Auf den (vorerst?) letzten Etappenbericht freue ich mich schon.
AntwortenLöschenBei uns steht für Sonntag wieder eine Wanderung auf dem Plan. Mal gucken, ob das Wetter mitspielt :-D
danke euch beiden! Nicky, ich werde noch - nach dem Bericht für gestern - sicher noch 2 Etappen (mind.) brauchen, die ich an Wochenenden fahren werde, es sind noch etwa 50 km insgesamt bis Saarbrücken zurück, aber da liegen noch einige Römer-, Kelten- und Gräfinnensachen etc., daher wohl nicht in einer Etappe zu bewältigen, am Samstag oder Sonntag werde ich einen Teil davon in Angriff nehmen - eher wohl Sonntag so wie ihr auch geplant habt, denn für samstags sind Gewitter gemeldet - und dann wäre ja dann eigentlich noch Saarbrücken selber...liegt ja auch exakt auf der Grenze, muss mal überlegen, ob ich die Stadt noch mit reinnehme oder nicht
AntwortenLöschenWie schön, dann kann ich mich ja noch weiter über deine tollen Berichte freuen :-D
AntwortenLöschenhm...mit der Kanone auf Spatzen schießen liebe Frau K sollte man natürlich nicht, könnte ja alles mögliche sein" angefangen von Polyneuropathie zu Fibromyalgie (klingt ganz danach - hab ich )die ähnliche Sympthome macht wie morgendliches versteifen der gelenke und Muskelstränge an den unterschiedlichsten Stellen, weichteilrheuma könnt es auch sein, tritt auf, geht wieder...taucht bei Kälte und Nässe vorwiegend auf, dagegen hilft nur möglichst fleischlos zu essen, Weissmehl zu meiden ect. und warm/kalt je nach "Hitzezustand", bewegung hilft immer, sitzen ist Gift, schonhaltung vorprogrammiert - wenn es die Knöchelchen mitmachen.Wenn arthrose oder Arthritis dahinter stecken sollte das ist durch ein durchleuchten sichtbar, auf jeden Fall hoffe ich für dich dass keines davon zutrifft, dennoch sollte man die Symtome abklären lassen und du dich nicht davon abhalten lassen weiter zu wandern solange du es so gerne tust.
AntwortenLöschenbin auf deinen ächsten Etappenbericht sehr gespannt.
liebe Grüße angelface
@angelface: ich bin mittlerweile auch etwas ernüchtert...denn: ich war z.B. gestern wegen meiner Etappen etwa 5 km zu Fuß unterwegs, habe extra dafür die Wanderschuhe getragen, nix mit dünnen Sohlen und so, und in der Nacht hatte ich sowas von Hüftgelenksschmerzen...und wenn ich aufstehe, dann tut mir fast immer irgendwas weh, mal ein Fuß, dass ich kaum auftreten kann usw. usw....ach menno...jetzt muss ich mal die beiden Begriffe googeln, die du noch genannt hast, und vielleicht mal noch zur Hausärztin gehen? Die kennt mich fast gar nicht, weil ich so ein Arztvermeider bin..danke für deine Infos, ich weiß es zu schätzen!
AntwortenLöschenliebe Frau K - bin auch überhaupt KEIN Arztgeher"!!°° ganz im Gegenteil mir ist es lieber sie mit wehendem Kittel vorwiegend von HUINTEN zu sehen, aber wenn oft Dauerschmerz und der immer wieder irgendwo auftritt - kann er chronisch werden ohne dass man was hat! Unser Körper funktioniert einfach so , er gewöhnt sich an Zustände und nimmt immer die für ihn am schellsten abrufbaren auf!
AntwortenLöschen5 Kilometer sollten für einen trainierten Wanderer wie du es einer laut deiner schönen Berichte bist, sollten auf jeden Fall ohne Befindlichkeitsstörungen oder gar Nachschmerzen zu schaffen sein!
ich würde dir wenn du einen guten und zuverlässigen interessierten HA hast auf jeden Fall einen Besuch und einen(kompletten) Durchceck empfehlen.
Zudem schadet 1 x wenigstens nie"!°
Danke für den Kommentar zu meinem hier:-)) lächelt angel und sagt danke zu deinem bei mir.
Toi toi toi für dich...