Teil 2: Felseneremitage Bretzenheim
Hierzu hatte ich mir keine Straße
herausgesucht, weil ich davon ausging, dass es im kleinen Ort wohl ein
Hinweisschild geben müsse - was aber nicht der Fall war.
Da konnte ich mal wieder froh sein,
dass "man" mich genötigt hatte, mir ein Smartphone anzuschaffen, so
konnte ich doch noch die Zuwegung finden.
Im Nachhinein gehe ich fast davon
aus, nachdem wie ich dort empfangen wurde, dass Hinweisschilder absichtlich
entfernt wurden...
Aber die Sachlage ist doch klar:
ich darf fahren bis zur Eremitage
diese ist ziemlich weit abgelegen
Vor Ort angekommen finde ich eine kleine
Siedlung von mehreren Gebäuden vor, überall hängen abweisende Schilder vonwegen
Privatgelände, keine Äpfel aufheben, keine Nüsse aufheben, usw. usw.
man fühlt sich gleich unwohl....Menschen
sehe ich keine, denke aber kurz, gut, dass wir nicht in USA sind, nicht, dass
noch auf mich geschossen würde...
Ich folge zu Fuß einem Hinweisschild, biege
allerdings versehentlich ein paar Meter falsch neben einem Haus ab, weil man dahinter eine große Felsenwand sieht, aus diesem Haus heraus schreit ein nicht zu sehender Mann "Privatgelände" - du meine
Güte....
Dass man die Eremitage nicht betreten
kann, hatte ich schon gelesen im Internet, wollte sie aber trotzdem sehen
Blick durch eines der Gitter:
Diese Löcher - so vermute ich mal - waren
die Lager für Tragbalken für hölzerne Vorbauten (?)
Diese
Felsenanlage wurde, so vermutet man, schon in der Vorzeit genutzt, dann in
christlicher Zeit umgenutzt und eine frühe Kirche wurde 1043 erwähnt.
Mehrere Einsiedler haben die 90 qm
große "Wohnung" im Laufe der Zeit genutzt, brr, muss das im Winter
und bei Regen ungemütlich gewesen sein, Rheuma vorprogrammiert.
Trotzdem hatte der letzte
Eremit hier 51 Jahre (!) gewohnt, bevor er 1827 im Alter von 82 Jahren starb.Das Innere der Felsenwohnung zeigt dieser kleine Film
Haha! Ein erster Fall von "Smartphone sei Dank"? Diese Momente hatte ich in den letzten Jahren so oft... (kicher)
AntwortenLöschenEin richtig spannender Ort, diese Felseneremitage. Schade, dass man so garstig "empfangen" wird. Aber tolle Bilder. Sowas hab ich noch nie gesehen. Außer vielleicht diese winzige Kapelle im Isteiner Klotz. Oder diese Kirchen-Grotte in Spanien - wo man aber auch nicht mehr runter durfte.
ohh
AntwortenLöschenich war schon oft in der Eremitage (siehe auch auf meinem Blog)
aber ich habe solche Schilder noch nicht gesehen
das muss neu sein..auch bin ich nie irgendwie angesprochen worden
die Häuser gehören der Diakonie und dort bekommen Wohnungslose (Nichtsesshafte) eine Wohnung und Eingliederung ..
es gibt auch einen großen Bücherflohmarkt zu Gunsten dieses Projektes
die Anlage war einmal sehr groß und eine Zeit lang sogar Wallfahrtsort
kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen
liebe Grüße
Rosi