Sonntag, 22. September 2019

3-teiliger Tagesausflug 21.9.19: Teil 1 - die Irreler Wasserfälle, die keine sind, aber trotzdem top!

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Samstag 21.9.2019 Teil 1 des Tagesausfluges

Das war ein Top-Tag gestern! Alle meine 3 Ausflugspunkte waren, jeder auf seine Art, einfach umwerfend, wirklich umwerfend, was sich in einem Fall erst hinterher herausstellen sollte.

Eigentlich (!!!) hatte ich nur endlich mal das Freilandmuseum Roscheider Hof in Konz besuchen wollen, aber da ich dann herumgoogelte, was in der Gegend noch sehenswert sei, stieß ich auf so viele Punkte, dass ich 2 Übernachtungen hätte buchen müssen, aber es sollte nur ein Tagesausflug sein und so beschränkte ich mich auf 3 Tops:

- die Irreler "Wasserfälle"
- die Teufelsschlucht
- der Roscheider Hof

Verzichten musste ich auf eine
- Autorundfahrt durch das nahegelegene romantische Mullerthal in Luxemburg,
- den Dinosaurierpark und einen Gang über und unter das
- Viadukt von Irrel, das zum Radweg umfunktioniert wurde, das dortige
- Westwallbunkermuseum (öffnet nur Sonntag),  außerdem einen Abstecher auf dem Hinweg zum
- Kastel bei Kastel-Staadt, das letztes Mal geschlossen war sowie einen Blick rein ins schöne
- Saarburg mit seiner rauschenden Schlucht mitten im Ort
- "römischen Kaiserpalast" in Konz
- die historische Feldbahn am Wegesrand

Für den Hinweg wählte ich nicht die schnellste Strecke über die Autobahn, sondern das schöne Stück über die B51 zwischen Mettlach und Saarburg, wo sich der Fluss zwischen die Felsen gezwängt hat und man immer links das Wasser und rechts die Eisenbahn hat.



schon tauchen die ersten Weinberge auf


da droben am Berg rechts hockt das Kastel, irgendwann schaffe ich es doch mal zu Öffnungszeiten nochmal dorthin! War dort 1976 (uah) mit meinem späteren Ehemann, und schwerstverliebt damals :-)
irgendwo gibt es noch ein paar Fotos, vielleicht finde ich die auch mal wieder, ich mit so ganz weiten Hosen in Pastelfarben, wie man es damals halt trug, und schlank...hachja


Da Irrel am weitesten entfernt lag und ich mir davon sogar am wenigsten versprach (in der Beschreibung steht - zu Recht - dass es eigentlich gar keine Wasserfälle sind, sondern in der Eiszeit entstandene Stromschnellen und ich war mir nicht sicher, wieviel man davon als Fußgänger überhaupt sehen könnte) war das mein erstes Ziel.

Eigentlich wäre ich gerne die "Teuflische 8" gegangen, eine Schleife, die die Irreler Fälle und die Teufelsschlucht einschließt, nur 6 km, hätte kein Problem sein sollen, aber ich ließ mich (leider) abschrecken von dieser Bewertung, die zwar auch den Weg in höchsten Tönen lobt, ihn aber als "schwer" und mit 4 (!) Stunden veranschlagt (!) für diese kurze Distanz, das habe ich dann ehrlich gesagt nicht gewagt. Ich wäre dann auch die ganze Zeit voller Befürchtungen gewesen, was da noch Schreckliches kommt, wie z.B. damals am Rheinsteig, wo man plötzlich über solche Steigeisen in schwindelnder Höhe hoch musste und der Rückweg über kleines Geröll eine Qual war...

Wenige Meter vom Parkplatz aus dann die üblichen unterschiedlichen Entfernungsbeschreibungen, da grins ich jedes Mal, im Abstand von 50 Metern einmal 300 Meter, dann 500 Meter, dann an einem Stein: wieder 300 Meter. Aber hier war es ja egal, wo es nicht um viele Kilometer ging.



Eine schön bildliche Darstellung, was in dieser Schlucht zur Eiszeit vor 12.000 Jahren so abging, im wahrsten Sinne des Wortes (irgendein Idiot hat wohl immer einen Edding dabei...unglaublich)


Die schöne Holzbrücke ("Die Brücken am Fluss" lassen grüßen)



Die Schlucht war fantastisch - man kann sich auch gut vorstellen, was hier bei richtigen Wassermengen geboten wird, bei der Trockenheit seit 3 Jahren kann man noch froh sein, dass hier überhaupt noch was rauschte - und wichtig:

ich zeige wegen der Größenverhältnisse meist Fotos, auf denen Menschen zu sehen sind, denn nur so kann man ermessen, wie riesig die runtergedonnerten Blöcke sind, auf denen sie da herumturnen:



links unten steht ein Mann und ein zweiter kraxelt herum



etwas oberhalb des Weges ist dieses klar-grüne fast stille sehr schöne Becken gewesen, am liebsten würde man dort hinein und zwischen den baumbestandenen Ufern herumschwimmen







an diesen beiden Riesenblöcken sieht man deutlich, wie sie abgeschliffen wurden




hier hatte ich mich zu beiden Uferseiten so lange aufgehalten, dass es Mittag geworden war, und ich hatte nichts außer einer Banane dabei, weil ich mal ausnahmsweise keine vorbereiteten eingetupperten Salate & Co mitgenommen hatte (ich war zu faul dazu)

ich fuhr also los, um ein Lokal zu suchen, etwas schwierig, wenn es rundum so aussieht:



In zwei kleinen Dörfern find ich nix... ah hier könnte die Rettung sein, 2 km übers Land, das probiere ich


und komme zu diesem herrschaftlich und wie ein Rittergut anmutenden Gebäude, ich denke noch, na, da wird es saftige Preise geben, nur so Filetsteaks etc., aber ich schau mal




ich stehe dann staunende vor der ausgehängten Speisekarte:

alles zwischen 3 und 6 Euro, Strammer Max, Wiener mit Brot, Gulaschsuppe, Pizza, sie ist das Teuerste mit 6 Euro - klar, alles aus der Dose oder TK
mh, jetzt aber wieder weg und weitersuchen??
Das Smartphone zeigt mir zwar Pizzerien und Restaurants in paar km Entfernung an, aber alles in Luxemburg, da so grenznah, und dort ist ja nun wirklich alles sauteuer und ich will nicht weiter Zeit vergeuden!

okay, zuhause isst man ja auch mal ne TK-Pizza, also tapfer bestellt:

mit Matsch-Paprika....die pflücke ich runter, und die Ränder packe ich in Papier in die Handtasche (ich bin sowieso der einzige Gast!) und lass sie später in einen Straßengraben fallen 😎😂



1 Kommentar:

  1. Wow, da gibt es ja reichlich zu besichtigen! Da wäre mir die Auswahl mal wieder unendlich schwer gefallen. Aber wenn du mal wieder einen Tagesausflug planst, musst du ja nicht mehr lange überlegen :-D

    Die B51 erinnert mich an die Zugfahrt nach Koblenz. Im Mittelrheintal ist es ja ganz ähnlich. Da ist der Rhein, dann die Straße und dann die Bahngleise.

    Bei Istein am Rhein gibt es auch zwei Stromschnellen. Eine haben wir mal besichtigt bei Niedrigwasser. Echt irre, wie das dort aussieht. Richtig urzeitlich. Die zweiten Stromschnellen haben wir vom Ufer gar nicht als solche Erkannt (da war dann mehr Wasser) und sind dran vorbei gelatscht.

    3-4 Stunden für 6 km?! Gut, das überlegt man sich definitiv vorher, ob man sich darauf einlässt oder nicht. Wobei ja 180 Hm gar nicht so viel klingt im ersten Moment. Ist halt immer die Frage: wie die auf dem kurzen Rundweg verteilt sind.

    Hach ja, und wenn die Idioten mit den Eddings dann wenigstens noch die Rechtschreibung beherrschen würden...

    Die Holzbrücke ist absolut cool! Hat ein bisschen was von den alten Holzbrücken, die ich aus der Schweiz kenne. Klasse! Und diese Gesteinsbrocken sind riesig. Wenn die Leute nicht mit auf den Bildern wären, sähen die tatsächlich viel kleiner aus, als sie eigentlich sind.

    Echt jetzt? Ein Lokal das nur Fertigsachen anbietet? Das habe ich noch nie gehört oder irgendwo gesehen. Aber gut, wenn man Hunger hat und es nichts anderes in der Nähe gibt... aber trotzdem sehr skurril :-D

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