Sonntag, 19. August 2018

Urlaub zuhause Teil 5 - Reise um mein liebes kleines Bundesländchen

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Etappe 5 am 18.08.2018 - Entlang der Saar Richtung Rheinland-Pfalz


Ich hatte einen Super-Plan für diesen Tag:

1. Fahrt mit einem Saarschiff von Mettlach nach Saarburg
2. Dort Besichtigungen inklusive "Bähnchenrundfahrt" und Sessellift

Die Realität machte dann zwei Punkte unmöglich, trotzdem war es ein fantastischer Tag!

Ich hatte ja die letzte Station in Faha, was schon zu Mettlach gehört (übrigens Sitz der Firma Villeroy & Boch), dazwischen liegt nur noch der kleine Ort Weiten, aber den setzte ich ans Ende dieser Etappe.

Denn ich wollte in Mettlach mit einem Personen-Ausflugsschiff die Saar entlang inklusive einer großen Schleusung bis nach Saarburg und wieder zurück fahren. Dazwischen dann dort 3 Stunden Aufenthalt.

Da ich mich in Mettlach nicht auskenne, kam ich extra 30 Minuten vor Schiffsabfahrt um 10.45 Uhr an.
Das sollte ja reichen!

Meint man. Ich konnte aber nicht ahnen, dass Parken für so eine lange Zeitspanne (Abfahrt Schiff 10.45, Rückkehr 17.15) praktisch unmöglich ist...

Die Anlegestelle liegt direkt an der Hauptstraße, nirgendwo ein Parkplatz und auch nirgendwo mal ein Hinweisschild.

Also Parksuchverkehr...aber alles was ich fand waren Plätze, auf denen man zwischen 1 bis maximal 4 Stunden parken durfte! Selbst im Parkhaus: nur 2 Stunden?

Was tun? Knöllchen oder Abschleppen riskieren? Nee!

Also Stück außerhalb fahren, die Zeit sollte fürs Zurücklaufen ja reichen...aber auch dort immer die gleichen Hinweise: maximal 4 Stunden...

Ich fand dann noch ein paar Wanderparkplätze, aber da war die Kennzeichnung so unsicher und auslegungsvariabel, nein, das ging auch nicht. Da hätte ich den ganzen Tag keine Ruhe.

Ich gab auf und entschloss mich, halt doch mit dem Auto nach Saarburg zu fahren.
Am Ortsausgang fand ich dann doch tatsächlich noch einen Parkplatz, auf dem offenbar keine Zeitbeschränkung herrschte!


Mittlerweile war es aber 10.35 Uhr - und ich fuhr nun extra testweise die Strecke zur Anlegestelle zurück: 800 Meter! Das hätte ich Hüftlahme nicht mehr schaffen können.






Aber als ich dann auch noch sah, wie knallvoll das Schiff auf allen Decks war fiel es mir doch leicht, darauf zu verzichten!


Der erste Grenzort an der Etappe war Saarhölzbach...wo ein Fest mitten im am Hang gelegenen Ort stattfand, wie man sieht: Straße gesperrt...und dann verirrte ich mich hoffnungslos im Gewirr von nicht als Umleitung gekennzeichneten Wohnsträßchen!




Und plötzlich stand ich dann von der anderen Seite vor dem Festgelände, und natürlich alles schräge, steile Sträßchen, meinen kleinen Panzer da rückwärts steil durch die Enge nochmal rauszufahren, brachte mich echt ins Schwitzen (ich fuhr zuvor eher kleine Autos, Polo und so, da kommt der "Neue" mir riesig vor mit seiner endlosen Motorhaube und dem Riesenkofferraum...)

Endlich dort rausgekommen - führte mich der Weg dann plötzlich "Zum Schützenhaus", entlang dieses schmalen Sträßchens inkl. Abgrund an der Seite - huuuaaah!
Zum Glück gute Wendemöglichkeit am verlassenen Schützenhaus und kein Gegenverkehr


Eine Sekunde dachte ich an "umkehren und heimfahren, ich muss mir das ja nicht antun" - was ich zum Glück nicht tat.

Denn dann kam eine wundervolle Strecke gut 10 Kilometer immer an der gewundenen Saar entlang zwischen den "Litwinus-Steilhängen" - die Bilder zeigen wohl auch, warum es hier keine weiteren Grenzortschaften zu besuchen gibt







Coole Wohnlage da oben, oder?

Neben ein paar tapferen Anglern (mit Straßengebraus im Hintergrund!) stapfte ich einige Meter an dieser Flussbiegung entlang, sieht fast aus wie ein See - ist aber die Saar!
Und nun bin ich auch schon über die Grenze in Rheinland-Pfalz! 



 Ein riesiger Steinbruch am Wegesrand



Und dann kam ich in Saarburg an, und siehe da, Parken überhaupt kein Problem! Mettlach, bitte mal ein Beispiel nehmen....



Und ich sage:

Saarburg ist ein Knaller!

Schaut selbst:  Weinberge rund um die Stadt, aber das ist es nicht allein..




nein, der kleine Leukbach fließt mitten durch (und wie!) und gibt der Stadt den einmaligen Touch!



Es gibt eine Parallele zu Venedig: Die Häuser an diesem Abgrund sind wie dort auf Eichenpfählen erbaut!








gleich drei Mühlräder!



18 Meter geht es da in die Tiefe - und für Idioten hängt extra ein Schild da, dass man nicht herumklettern soll


Flop Nummer zwei neben der missglückten Schifffahrt war dieses Bähnchen:
man kommt sich zwar etwas blöd vor darin, trotzdem wollte ich damit mal eine Runde drehen - alle 45 Minuten zieht es los - als ich ankam, war noch ein ganzer Waggon leer, ich will zahlen und einsteigen und bekomme die Order: "Geht nicht, der ganze Waggon ist vorbestellt!"
Der Herr Zugführer lässt es dabei etwas an Freundlichkeit mangeln, okay, wahrscheinlich ist er im Touristenstress, kann man ja verzeihen



also suche ich mir ein Eiscafé, wo ich mir meinen Spezialbecher Tartufo aus After-Eight-Eis bestelle, um die Wartezeit gemütlich zu verkürzen - allerdings ist der Becher enttäuschend, statt der eigentlich dazugehörenden Schokosplitter gibt's bloß Kakaopulver - seufz.

Dann wieder zurück zum Pferdemarkt und mich erneut fürs Bähnchen anstellen: Fazit - auch dieses Mal sind alle freien Plätze vorbestellt! Ja hallo!?!?!?

Ich treibe mich etwas frustriert noch herum







und entscheide mich dann: ich laufe ans Auto zurück und fahre erst mal mit der Sesselbahn! Dort geht auch alles reibungslos und ich hab ne herrliche Aussicht





Die direkt neben der Bergstation liegende Sommerrodelbahn schaue ich mir kurz an, aber da sind nur kleine Kinder drauf, da würde ich mich doch etwas blöd fühlen...und entscheide mich dagegen, die in Braunshausen (wo ich vielleicht noch hinkomme auf einer der nächsten Etappen!) ist sowieso viel abgefahrener 😎


Also wieder gemütlich runtergondeln ins Tal


Und? Was meint ihr? Hatte ich diesmal Chance, mit der Sch...bahn zu fahren? 😈😈😈 

Ich lass mir jetzt aber nicht die Laune verderben, laufe noch einige schöne Ecken zu Fuß ab



Sorry, ein paar alte Haustüren MÜSSEN einfach sein 





Ich schau mir den ganzen Rest der Altstadt halt doch alleine an und wandere über den sogenannten "Staden" bis runter an die Saar und wieder zurück







"Das wäre Ihr Schiff gewesen" - aber so hatte ich wenigstens kein Zeitlimit!


Auf die Burg hatte ich keine Lust, diesmal



Dieses Foto hängt am "Amüseum" und zeigt, wie es hier bei Frost aussieht - da muss ich in einem strengen Winter unbedingt mal hin zum Selberanschauen!


Auf dem Rückweg nach Mettlach und von dort nachhause mache ich einen Abstecher hierher:


Auf der unteren Darstellung neben "Kastel-Staadt" sieht man die Klause, die ich eigentlich besichtigen wollte, aber....


ich kam ein paar Minuten zu spät


und kann nur noch durchs Gitter spähen


Rechts davon liegt die "Einsame Kirche", denn das zugehörige Dorf wurde schon lange aufgegeben



Aber ich war nicht umsonst hier raufgefahren, denn schaut euch an, was man wenige Meter entfernt für eine Aussicht hat!

Hier sieht man auch die riesige Schleuse/Staustufe bei Serrig unten, Deutschlands größte Flussstaustufe an einem natürlichen Flusslauf - wäre auch nochmal einen Extrabesuch wert - aber ich bin müde


Und am Ende kann ich es aber doch wieder nicht lassen, einige Plumpsäpfel vor dem Verderb zu retten - obwohl ich mir vorgenommen hatte, mir nicht mehr die Arbeit zu machen (die Schnippelei und Verarbeitung zuhause, meine ich, ich hatte ja schon so einige Kilos verwurstet)


Haha - hab ich mich über den Schreibfehler amüsiert! Im Text steht es dann allerdings immer richtig mit Buntsandstein 


Zeit für die Heimkehr zurück Richtung Mettlach



Zuvor komme ich noch durch Weiten, auch ein Grenzort zu Rheinland-Pfalz, der aber außer seiner schönen Höhenlage offenbar nichts weiter zu bieten hat, und so fahre ich nur durch.






3 Kommentare:

  1. Von Saarburg hatte ich noch nie gehört. Was für ein toller Ort! Und diese vereisten Mühlräder - die wären im Winter wohl echt mal einen Besuch wert. Das erinnert mich daran, dass wir seit Jahren versuchen, die ähnlich aussehenden Todtnauer Wasserfälle im Winter so zu sehen, es bisher aber nie geschafft haben (zu früh, zu spät, keine Parkplätze).

    Das die Bootsfahrt nicht geklappt hat ist bei der Masse an Menschen wohl wirklich nicht schlimm. Und bei den tollen Bildern, die du so gemacht hast, war wohl auch die missglückte Fahrt mit der Bahn zu verschmerzen ;-) Ich kenne diese Bähnchen auch. In Triberg pendelt eines vom Bahnhof zum Wasserfall. In Cuxhaven sind wir mit der Strandbahn gefahren und sogar wenn Weinfest auf dem Tuniberg ist, fährt so ein Bähnchen von Weinstand zu Weinstand :-D Ich sitze bei diesen Dingern meist auch auf der falschen Seite und verpasse daher die interessantesten Sachen, an denen die Bahn vorbeizockelt :-D Mach dir deshalb also keinen Kopf. Zu Fuß sieht man deutlich mehr :-)

    Die Aussicht von der Einsamen Kirche ist bombastisch. Bei sowas freu ich mich auch immer, wenn der Weg nicht ganz umsonst war.

    Und Sessellift mit Sommerrodelbahn hatten wir doch neulich auch erst (im Fort Fun) :-D Und auch wir sind lieber wieder runter geschwebt, statt uns die Strecke mit wilden Teenagern zu teilen ;-)

    Sobald ich morgen Gelierzucker erworben habe, habe ich auch noch Obst zu verwursten! Von Nachbars gab es fast 3 kg Pfirsiche aus dem Garten geschenkt :-)

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  2. saarburg ist wirklich der knaller!!
    mettlach wie sein steingut - total überbewertet ;-P
    mittlerweile recherchiere ich sogar die parkplätze vorher - wenn wir in unbekannte gegenden mit dem bulli fahren.....
    schöne impressionen und aussichten haste geknipst! und ja - unbedingt mal im winter eisfotos machen!!
    xxxx

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  3. eine wundervolle Stadt ist Saarburg
    erinnert mich an Colmar ;)
    ich mag es wenn Bäche oder Flüsschen durch einen Ort fließen
    leider ist es für die Anwohner nicht immer schön (Hochwasser)
    (ohne die Werbehinweise ist dein Beitrag angenehmer zu lesen ;) )
    liebe Grüße
    Rosi

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